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Infektionsschutz / Infektionskrankheiten

Zweck des Infektionsschutzes ist es, übertragbaren Krankheiten beim Menschen vorzubeugen, Infektionen frühzeitig zu erkennen und ihre Weiterverbreitung zu verhindern.

Corona: Besuche nur mit Terminvereinbarung möglich

Corona: Besuche nur mit Terminvereinbarung möglich

Sehr geehrte Besucherinnen und Besucher,

die Kreisverwaltung Oberhavel ist eingeschränkt für den Publikumsverkehr geöffnet.

Ein persönliches Erscheinen ist nur nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Laut Corona-Basismaßnahmen­verordnung des Landes Brandenburg vom 29.03.2022 entfällt unter anderem die Maskenpflicht - so auch in den Räumlichkeiten der Kreisverwaltung. Es wird jedoch empfohlen, weiterhin zum eigenen Schutz und nach eigenem Ermessen eine Maske zu tragen, vor allem dann, wenn ein Mindestabstand nicht gegeben ist.

Termine können entweder direkt in den zuständigen Fachdiensten oder zentral unter der Mailadresse info@oberhavel.de sowie unter der zentralen Telefonnummer 03301 601-0 erfragt werden. Die Kolleginnen und Kollegen der Infothek leiten die Bürgeranfragen entsprechend weiter. Ein Besuch der Kreisverwaltung ohne Termin ist leider nicht möglich.

Innerhalb der Verwaltungsgebäude gelten die bekannten Abstandsregeln. Besucherinnen und Besucher werden gebeten, diese gegenüber anderen Gästen sowie gegenüber den Mitarbeitenden der Verwaltung einzuhalten. Am Eingang der Häuser stehen Mittel zur Handdesinfektion bereit.

Wir bitten um Ihr Verständnis.



Infektionskrankheiten

Umfassende Informationen zu Infektionskrankheiten finden Sie unter www.rki.de

Wesentliche Informationen zu den wichtigsten Krankheitserregern finden Sie in den Erregersteckbriefen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (auch in den Sprachen Französisch, Türkisch, Englisch, Russisch und Arabisch)

Tuberkulose

Nähere Informationen zum Thema Tuberkulose finden Sie hier.

Affenpocken

In ganz Deutschland - so auch in Oberhavel - hat es zuletzt vermehrt Fälle von sogenannten Affenpocken gegeben. Im Gegensatz zu den seit 1980 ausgerotteten Menschenpocken verlaufen Affenpocken in der Regel deutlich milder; die meisten Menschen erholen sich innerhalb von mehreren Wochen. Eine Übertragung des Virus ist generell bei engem Kontakt und über kontaminierte Materialien möglich. Die Inkubationszeit kann bis zu drei Wochen betragen.

Erste Symptome der Krankheit sind Fieber, Kopf-, Muskel- und Rückenschmerzen und geschwollene Lymphknoten. Einige Tage nach dem Auftreten von Fieber entwickeln sich Hautveränderungen, die gleichzeitig die Stadien vom Fleck bis zur Pustel durchlaufen und letztlich verkrusten und abfallen. Der Ausschlag konzentriert sich in der Regel auf Gesicht, Handflächen und Fußsohlen. Die Haut- und Schleimhautveränderungen können auch auf dem Mund, den Genitalien und den Augen auftreten. Die Symptome halten in der Regel zwischen zwei und vier Wochen an und verschwinden ohne Behandlung von selbst.

Aufgrund der bisher vorliegenden medizinischen Erkenntnisse ist davon auszugehen, dass Ausbrüche wirksam eingegrenzt werden können, wenn schnell gehandelt wird und sich die Betroffenen und ihre Kontaktpersonen vollständig isolieren. Die Isolationszeit für Betroffene und ihre Kontaktpersonen beträgt in der Regel 21 Tage. 

Es handelt sich um eine meldepflichtige Infektionskrankheit. Wer vermutet, von Affenpocken betroffen zus ein, wendet sich bitte an das Gesundheitsamt Oberhavel. 

Weitere Informationen unter:

https://www.rki.de/SharedDocs/FAQ/Affenpocken/affenpocken_gesamt.html 
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/A/Affenpocken/Ausbruch-2022-Situation-Deutschland.html 


Impfung gegen Affenpocken

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung gegen Affenpocken aktuell nur bestimmten Personengruppen. Eine Impfung anderer Personen wird nicht empfohlen.

Die STIKO empfiehlt den Pockenimpfstoff Imvanex®

a) nach Kontakt zu einer infizierten Person oder dem Erreger (Postexpositionsprophylaxe) für Personen ab einem Alter von 18 Jahren. Hierzu zählen

  • enge körperliche Kontakte mit einer an Affenpocken erkrankten Person, zum Beispiel Haushaltskontakte,
  • enger Kontakt ohne ausreichende persönliche Schutzausrüstung (Handschuhe, FFP2-Maske / medizinischer Mund-Nasenschutz und Schutzkittel) zu einer an Affenpocken erkrankten Person in der medizinischen Versorgung,

Die erste Impfung sollte frühestmöglich in einem Zeitraum bis zu 14 Tagen nach Kontakt erfolgen, aber nur solange die Person noch keine Krankheitszeichen aufweist.

b) als sogenannte Indikationsimpfung von Personen mit einem erhöhten Kontakt- und Ansteckungsrisiko (Expositions- und Infektionsrisiko), zum Beispiel während eines Affenpockenvirus-Ausbruchs. Hierzu zählen

  • derzeit Männer ab 18 Jahren, die gleichgeschlechtliche sexuelle Kontakte (MSM, Männer, die Sexualverkehr mit Männern haben) mit wechselnden Partnern haben,
  • Personal in Speziallaboren, das mit infektiösen Laborproben Kontakt hat, und wenn es nach individueller Risikobewertung durch den Sicherheitsbeauftragten als infektionsgefährdet eingestuft wird.

Die Grundimmunisierung erfolgt mit zwei Impfstoffdosen in einem Abstand von mindestens 28 Tagen. Während die 1. Impfstoffdosis bereits einen guten Basisschutz gegenüber Affenpocken vermittelt, dient die 2. Impfstoffdosis insbesondere dazu, die Dauer des Impfschutzes zu verlängern.

Bei Personen, die in der Vergangenheit bereits gegen Pocken geimpft wurden, ist eine Impfstoffdosis ausreichend.

Das Gesundheitsamt Oberhavel (Telefon: 03301-601 3769) informiert darüber, wer sich impfen lassen kann und vermittelt diese Personen an die impfenden Stellen.