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Integration

Im Landkreis Oberhavel leben viele neu zugewanderte Menschen, die erst vor Kurzem nach Deutschland gekommen sind. Sie stehen vor der Herausforderung, Deutschkenntnisse zu erwerben, die Bestimmungen des Grundgesetzes kennenzulernen, neue Bekanntschaften zu schließen, den Arbeitsmarkteinstieg zu schaffen und zugleich ihre Kinder beim Ankommen im schulischen Alltag zu unterstützen.

Mit dieser Seite möchte der Fachbereich Soziales und Integration unter anderem:

  • über laufende, geplante und frei zugängliche Integrationsmaßnahmen informieren
  • gesetzliche Regelungen erläutern
  • auf Fördermittel für Integrationsmaßnahmen hinweisen
  • Angebote der non-formalen Bildungsarbeit präsentieren

Digitale Bildung für Neuzugewanderte

Im Februar und März finden in der Volkshochschule Oberhavel zwei PC-Kurse statt, die auf die Bedarfe von neu zugewanderten Menschen zugeschnitten sind. Die Maßnahme soll zum Beispiel den Teilnehmenden von Sprach- und Integrationskursen, aber auch neu zugewanderten Berufseinsteigerinnen und Berufseinsteigern die grundlegenden Kenntnisse für das digitale Arbeiten vermitteln. Im Rahmen der Kurse werden den Teilnehmenden der Umgang mit dem Computer beziehungsweise dem Betriebssystem beigebracht. Zudem lernen sie die Grundlagen der Textverarbeitung sowie die Arbeit mit Internetanwendungen und Computerprogrammen kennen.

Der Starttermin des ersten Kurses ist der 21.02.2022 um 15.00 Uhr. Der Kurs findet an folgenden Tagen statt:

Montag, 21.02.2022, von 15.00 bis 17.15 Uhr

Donnerstag, 24.02.2022, von 15.00 bis 17.15 Uhr

Montag, 28.02.2022, von 15.00 bis 17.15 Uhr

Donnerstag, 03.03.2022, von 15:00 bis 17.15 Uhr

Der Starttermin des zweiten Kurses ist der 07.03.2022 um 15.00 Uhr. Der Kurs findet an folgenden Tagen statt:

Montag, 07.03.2022, von 15.00 bis 17.15 Uhr

Donnerstag, 10.03.2022, von 15.00 bis 17.15 Uhr

Montag, 14.03.2022, von 15.00 bis 17.15 Uhr

Donnerstag, 17.03.2022, von 15.00 bis 17.15 Uhr

Alle Termine werden in der Volkshochschule Oberhavel (Havelstraße 18), im Raum 8 durchgeführt. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldungen können an folgende E-Mail-Adresse gerichtet werden: juri.galperin@oberhavel.de


Neustart des niedrigschwelligen Sprachkurses für traumatisierte Geflüchtete

In der Volkshochschule Oberhavel ist ein neuer niedrigschwelliger Sprachkurs für traumatisierte Geflüchtete gestartet. Die Maßnahme richtet sich an die Personen, die willens sind, Deutsch zu lernen, aber aufgrund einer psychischen Beeinträchtigung einem herkömmlichen Kurs nicht folgen können. Der Dozent legt Wert auf positive Erfahrungen mit der neuen Sprache und nutzt verschiedene Methoden, um Entspannung bei den Teilnehmenden zu erzielen und Stress vorzubeugen.  

Der Kurs findet in Oranienburg, dienstags von 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr und donnerstags von 15.00 bis 18.00 Uhr, statt. Die Teilnahme ist kostenlos. Anmeldungen werden vom Migrationspsychologen, Herrn Dr. Ibaidi, telefonisch unter 03301 601 3904 oder per E-Mail unter Said.Ibaidi@oberhavel.de vorgenommen.

Neue Sprachkurse ab Januar 2022

Die neue Sprachkursübersicht ist in der Spalte Dokumente veröffentlicht und kann heruntergeladen werden. In Hennigsdorf starten die Träger Ländliche Erwachsenenbildung (LEB e.V.) sowie die Volkshochschule Oberhavel Integrations- beziehungsweise Deutsch für Flüchtlinge (DfF) -Kurse. Der niedrigschwellige Sprachkurs für traumatisierte Geflüchtete wird ebenso fortgesetzt wie der Kurs „Komm wieder – lern weiter“, der sich an geflüchtete Frauen richtet. Im Nestor Bildungsinstitut beginnt der Spezialberufssprachkurs mit fachpraktischem Sprachunterricht für das Berufsfeld Lager/Logistik. Ausführliche Informationen zu dieser neuen Maßnahme finden Sie hier. Darüber hinaus starten bei mehreren Trägern im Januar und Februar neue Berufssprachkurse.

Bundesprogramm "Gesellschaftlicher Zusammenhalt - Vor Ort. Vernetzt. Verbunden." (BGZ)

Im Rahmen des Bundesprogramms "Gesellschaftlicher Zusammenhalt – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden." (BGZ) besteht die Möglichkeit, Fördermittel für Projekte zur Verbesserung des interkulturellen Zusammenlebens in den Städten und Gemeinden, zur Begleitung des Spracherwerbs und zur Ermöglichung der Teilhabe zu beantragen.

Gefördert werden Projekte, die Menschen mit und ohne Migrationshintergrund für ehrenamtliches Engagement begeistern und sie ermutigen, sich für ein gutes interkulturelles Miteinander einzusetzen. Im Rahmen der Vorhaben sollen die Kompetenzen von Teilnehmenden entdeckt und gestärkt werden.

Für eine Projektförderung können sich Vereine, Verbände, Vertriebeneneinrichtungen, Kirchen, anerkannte Träger der politischen Bildung, Migrantenorganisationen, Stiftungen, Kommunen und sonstige gemeinnützige Einrichtungen und Organisationen bewerben, die in der Arbeit mit Zugewanderten tätig sind.  Zu den Zielgruppen der Projekte zählen erwachsene und jugendliche (Neu-)Zugewanderte mit dauerhafter Bleibeperspektive sowie Erwachsene und Jugendliche mit deutscher Staatsbürgerschaft, jeweils ab 12 Jahren.

Ausführliche Informationen zum Programm und zur Antragsstellung finden Sie auf dieser Webseite.

Änderung der Förderrichtlinie zur Durchführung von Integrationsmaßnahmen aus Mitteln der Integrationspauschale

Am 06.10.2021 hat der Kreistag die Änderung der Richtlinie des Landkreises Oberhavel zur Förderung der Integrationsmaßnahmen aus Mitteln der Integrationspauschale beschlossen. Demnach können die bislang nicht verwendeten Mittel aus der „kleinen“ Integrationspauschale, die den Städten und Gemeinden des Landkreises Oberhavel zur Verfügung stehen, auch in den kommenden Jahren (maximal bis zum Jahr 2024) verwendet werden. Die Änderung der Richtlinie steht auf dieser Webseite im Themenbereich Dokumente zu Herunterladen bereit.

Bildungsangebot des Vereins Bürgersinn Glienicke e. V.

Frau Seyboldt, Herr Berend, das Projekt des Vereins Bürgersinn Glienicke e. V. „Zentrale und Integrative Kontakt-/Hilfs-/ und Bildungsangebot“ (ZIHKB) wird demnächst starten. Die Maßnahme ist generationsübergreifend und richtet sich an Menschen mit und ohne Zuwanderungshintergrund. Welche Rolle spielt bei diesem Vorhaben die Integration von neu zugewanderten Menschen?

Man muss unser Projekt im Gesamttenor der Bemühungen unseres Vereins sehen. Im Gegensatz zu anderen Initiativen, die neu zugewanderte Menschen in den Gemeinschaftsunterkünften begleiten, leben bei uns die begleiteten Menschen schon mehrere Jahre in Glienicke/Nordbahn in Wohnungen. Sie haben in ihrem privaten Umfeld, neben unserem Verein, Nachbarn, auch Glienicker Bürgerinnen und Bürger, gefunden, die sie unterstützen. Jedoch hatte und hat die Coronapandemie starke Auswirkungen auf unsere Pläne und wird sicher diese auch weiterhin behindern. Unser grundlegender Gedanke, gemeinsam etwas zu gestalten, entwickelte sich zum Plan „Gemeinsam in/für Glienicke“, den wir im vom Verein Bürgersinn Glienicke e. V.  getragenen Nachbarschaftstreff umsetzen. Ziel dieses Nachbarschaftstreffs ist es, allen Glienicker Bürgerinnen und Bürgern, dazu zählen auch Geflüchtete, Möglichkeiten zum Aufbau sozialer Kontakte, zur Hilfe im Alltag, zur Freizeitgestaltung anzubieten, kurz Integration zu erleben und zu gestalten. Dabei wurde das alte Projekt „KOMM AN!“, Treffpunkt Geflüchteter mit der ehemaligen Willkommensinitiative, die die Wurzel des Vereins Bürgersinn Glienicke ist, mit aufgenommen. Wir bieten im Rahmen des Nachbarschaftstreffs, ohne Mitglied in unserem Verein zu sein, die Möglichkeit sich an unseren Angeboten zu beteiligen beziehungsweise eigene Angebote zu machen, solange diese der Satzung unseres Vereines nicht zuwiderlaufen.

Kurzum, die Teilhabe von Geflüchteten und Neuglienickern spielt nach wie vor eine tragende Rolle, und war schon immer Teil unserer ehrenamtlichen Arbeit für ein gemeinsames, friedliches und freundliches Zusammenleben in Glienicke/Nordbahn.

Worauf können sich die Besuchenden des Sprachcafés freuen und was zeichnet das Sprachcafé im Nachbarschaftstreff besonders aus?

In Glienicke leben Menschen aus rund 50 verschiedenen Ländern. Alle Interessierten können sich darauf freuen, bei gemeinsamen Treffen mit anderen Menschen anderer Nationen trotz Sprachbarrieren zu kommunizieren und andere Kulturen kennenzulernen, zusammen die deutsche, aber auch andere Sprachen zu erlernen oder Kenntnisse zu vertiefen, Erfahrungen und Informationen auszutauschen, Integration zu ermöglichen und zu erleichtern und neue Freundschaften zu schließen. Das Sprachcafé bietet damit die Gelegenheit, ein tolerantes Miteinander zu entwickeln und auch Verständnis für andere Sichtweisen aufzubringen und es soll allen, die sich daran beteiligen wollen, Spaß machen. Vor allem aber ist es ein Ort, an dem Menschen unterschiedlichster Nationalitäten, generationsübergreifend in ruhiger und wohlwollender Atmosphäre ankommen und kommunizieren können. Das Sprachcafé bietet keine Kurse im klassischen Sinne oder Sprachprüfungsvorbereitung, es kann ein ergänzendes Sprachangebot zu Integrationskursen sein.
In Ergänzung zum Sprachcafé bieten wir sogenannte Sprachinseln an. Diese Sprachinseln sind Treffen in denen gemeinsam von Interessierten eine andere Sprache gesprochen wird. Hierbei spielen Sprachlevel keine Rolle, jeder ist in den Sprachinseln willkommen. Ziel unserer Sprachinseln ist es, bei gemeinsamen Treffen Glienicker Sprachinteressierter im Nachbarschaftstreff, zusammen, wenn immer möglich, mit einer Muttersprachlerin/einem Muttersprachler beziehungsweise einer Person mit hohem Sprachlevel ausschließlich in der jeweiligen Sprache in Kleingruppen zu kommunizieren.

Im Rahmen Ihres Bildungsangebots setzen Sie modernste Informationstechnik und –Anwendungen ein. Welche positiven Effekte erhoffen Sie sich davon?

In Ergänzung zum Sprachcafé und den Sprachinseln bieten wir eine multimediale IT-Ausstattung sowie eine anerkannte Sprachsoftware an, in der neben der deutschen Sprache auch weitere 23 Sprachen gelehrt und gelernt werden. Die Ausstattung ist nach Einweisung für Teilnehmer des Sprachcafés und der Sprachinseln beziehungweise unter Anleitung während der Öffnungszeiten des Nachbarschaftstreffs in Kleingruppen nutzbar. Unsere Ausstattung dient zum Erwerb von Grundkompetenzen in einer unbekannten Sprache, zur Auffrischung beziehungsweise Vertiefung von vorhandenen Sprachkenntnissen.

Was ist entscheidend für das Gelingen Ihres Projekts?

Der griechische Philosoph Aristoteles hat es so definiert: als Erstes benötigt man ein bestimmtes, klares, praktisches Ideal - ein Ziel. Als Zweites benötigt man die notwendigen Mittel, um sein Ziel zu erreichen - Weisheit, Geld, Material und Methoden. Als Drittes muss man seine Mittel dem Ziel anpassen. Ergänzend möchten wir hinzufügen, als Viertes muss es Interessierte geben, die unser Angebot nutzen wollen. Wir können dies nur anbieten.
  

Unterstützung bei der Wohnungssuche

Am 01.09.2021 startet das neue Integrationsprojekt des Trägers GSM Group „@home - Wohnungscoaching“. Die Maßnahme hat das Ziel, neu zugewanderte Menschen, die in vorübergehenden Unterkünften untergebracht sind, mit individueller Beratung und Hilfsangeboten bei der Suche nach Wohnraum zu unterstützen. Der Coach unterstützt die Teilnehmenden bei allen Themen rund um eine Wohnung, sei es bei der Wohnungssuche, der Wohnungsbesichtigung oder bei der Organisation eines Ein-/Umzugs. Die Teilnehmenden lernen zum Beispiel, auf Wohnungsangebote mit einem aussagekräftigen Anschreiben zu reagieren.

Interessierte Personen haben die Möglichkeit, das Projekt im Rahmen eines persönlichen Gesprächs kennenzulernen. Sie können sich zur Terminvereinbarung bei Simone Rudoll melden.

Die Kontaktdaten lauten:

Simone Rudoll
Telefon: 03301 20 66 - 120
Handy: 0152 274 298 02
E-Mail: s.rudoll@gsm-group.de 

Anschrift: Bernauer Straße 100, Haus D, 16515 Oranienburg

Ausführliche Informationen finden Sie in diesem Flyer.

Begegnungsstätte für traumatisierte Geflüchtete

Die neue Begegnungsstätte für traumatisierte Geflüchtete öffnet ihre Türen. Künftig erhalten hier traumatisierte Menschen Unterstützung beim Zugang zu verschiedenen Hilfesystemen. Darüber hinaus leisten die Mitarbeitenden der Begegnungsstätte durch Hilfe zur Tagesstruktur und Alltagsgestaltung unmittelbar Beitrag zur Stabilisierung des gesundheitlichen Zustands der Teilnehmenden. Das Angebot beinhaltet zudem einen niedrigschwelligen Deutschkurs, Ausflüge und Begegnungen mit einheimischen Menschen. Die Begegnungsstätte findet dienstags, mittwochs und freitags, von 09.00 bis 13.00 Uhr, im Hennigsdorfer Gemeinschaftszentrum Conradsberg (Parkstraße 39, 16761 Hennigsdorf) statt.