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Gedenken an die Opfer der Coronapandemie

Evangelischer Kirchenkreis, Stadt Oranienburg und Landkreis Oberhavel rufen zum Erinnern am Sonntag, 18.04.2021, auf

Coronavirus: Aktuelle Lage in Oberhavel

© Landkreis Oberhavel

Rund 80.000 Menschen sind bislang in Deutschland an oder infolge einer Coronainfektion gestorben, allein im Landkreis Oberhavel sind es bislang 244 Menschen. In Erinnerung an alle Menschen, die während der vergangenen Monate aufgrund der Coronapandemie gestorben sind und an der Seite derer, die um sie trauern, hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier dazu aufgerufen, der Toten am 18.04.2021 gemeinsam zu gedenken.

In Oberhavel werden deshalb am Sonntag, 18.04.2021, um 15.00 Uhr kreisweit in vielen Orten die Kirchenglocken läuten und so ein hörbares Zeichen des Erinnerns setzen. Diesem Anliegen haben sich der Evangelische Kirchenkreis Oberes Havelland, der Landkreis Oberhavel und die Stadt Oranienburg gerne angeschlossen.

Landrat Ludger Weskamp sagt: „Eine Gedenkfeier mit vielen Gästen als Präsenzveranstaltung ist aktuell leider nicht möglich. Dennoch ist es uns wichtig, dem Aufruf des gemeinsamen Erinnerns zu folgen. Denn hinter der Zahl 244 stehen 244 einzelne Schicksale von Menschen aus Oberhavel, die Opfer dieser Pandemie geworden und gestorben sind. Ihre Angehörigen konnten sich oftmals nur in sehr kleinem Kreis, manches Mal auch gar nicht, von ihnen verabschieden. Trauer und Schmerz blieben oftmals im Stillen. Das Läuten der Kirchenglocken in ganz Oberhavel soll daher ein Zeichen des gemeinsamen Gedenkens, Erinnerns und Innehaltens sein.“

Oranienburgs Bürgermeister Alexander Laesicke ergänzt: „Die Einschränkungen durch die Pandemie haben viele von uns an ihre Belastungsgrenzen geführt. Umso mehr müssen wir uns bewusstmachen, dass Corona eine echte Gefahr ist, durch die wir geliebte Menschen verlieren. Den Opfern gedenken wir heute. Auch für sie wollen wir nun, mit einer echten Perspektive vor Augen, nicht nachlassen im Kampf gegen das Virus. Als sichtbares Zeichen wehen die Flaggen vor dem Schloss Oranienburg heute auf Halbmast.“

Superintendent Uwe Simon betont: „Glocken mahnen und rufen seit alter Zeit zum Gebet, zum Innehalten. Sie sind aber auch ein Zeichen der Hoffnung, die überall laut und hörbar werden soll. Wir trauern um jeden einzelnen Verstorbenen und fühlen uns mit ihren Angehörigen verbunden. Wir werden erinnert, wie kostbar, zerbrechlich und unverfügbar Leben ist und erzählen von der Hoffnung, die mit Ostern verbunden ist, dass das Leben stärker ist als der Tod und dass kein Mensch mit seinem Leben dem Vergessen preisgegeben sein soll. Diese Erfahrung und Hoffnung verbindet Menschen unabhängig von ihrer Herkunft und ihrem Glauben. Gerade darum ist uns das Anliegen, am 18.04.2021 aller von der Pandemie Betroffenen zu gedenken, besonders wichtig.“ Auf der Webseite des Kirchenkreises wird zudem am 18.04.2021 ab 10.15 Uhr eine Onlineandacht abrufbar sein, die sich dem Coronagedenken widmet. Sie wird in Gransee aufgezeichnet werden.

Hoffnung auf ein Ende der Pandemie äußert Ludger Weskamp: „Ich hoffe, dass die Zusagen des Bundes und des Landes, dass in den kommenden Wochen mehr Impfstoff zur Verfügung stehen wird, eingehalten werden können. Nur wenn die Impfkampagne schnell vorankommt, ist die Pandemie zu bezwingen. Dann werden wir künftig auch weniger Todesopfer zu beklagen haben.“