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Coronavirus
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07.04.2020

Unterstützung für Polizei in Oberhavel

Schutzausrüstung an Polizei übergeben / Pflegedienste und Pflegeeinrichtungen können Materialbedarf anmelden / Aktuelle Fallzahlen in Oberhavel

Landrat Ludger Weskamp und Verwaltungsstab-Leiter Matthias Rink übergeben Mund-Nasenschutz-Masken an Polizeirat Hendrik Jenke, Stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Oberhavel.

© Landkreis Oberhavel

500 Mund-Nasenschutz-Masken sowie Einmalhandschuhe haben Landrat Ludger Weskamp und Verwaltungsstab-Leiter Matthias Rink am Dienstagvormittag an die Polizeiinspektion Oberhavel übergeben. Polizeirat Hendrik Jenke, Stellvertretender Leiter der Inspektion, nahm die Materialien entgegen.

Mit Schutzmaterialien sind die Beamten selbst gut versorgt, wie Hendrik Jenke erklärte. „Für die Überwachung und Umsetzung der Eindämmungsverordnung wird aber immer wieder Schutzmaterial auch für Bürgerinnen und Bürger benötigt, wenn es etwa um Einsätze in Wohnungen möglicherweise mit dem Coronavirus infizierter Personen geht", so Jenke.

„Wir sind froh, dass uns die Polizei bei der Umsetzung der Eindämmungsverordnung unterstützt. Auch die Zusammenarbeit  im Verwaltungsstab klappt sehr gut. Gern helfen wir daher der Oberhaveler Polizeiinspektion und unterstützen die Beamten bei ihrer Arbeit”, sagt Landrat Weskamp.

Die Materialien entstammen Lieferungen, die der Landkreis Oberhavel in den vergangenen Tagen sowohl selbst auf den Weg gebracht als auch durch das Land Brandenburg erhalten hatte. Prioritär wurden damit Kliniken und der Katastrophenschutz versorgt. Aber auch ambulante Pflegedienste sowie stationäre Pflegeeinrichtungen, die akuten Bedarf an Ausrüstung zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus haben, können von den neuen Materiallieferungen profitieren.

Pflegeeinrichtungen und -dienste können sich bei dringendem Bedarf per E-Mail unter verwaltungsstab@oberhavel.de an die Kreisverwaltung wenden. Die Kreisbehörde bittet dabei die Einrichtungen und Dienste, unbedingt ihre Kontaktdaten anzugeben und ihren dringenden Bedarf konkret zu beziffern. Die Ausgabe der Materialien ist für Donnerstag, den 09.04.2020 vorgesehen.

„Es ist uns wichtig, dass die Schutzmaterialien genau dort ankommen, wo sie mit hoher Priorität am dringendsten benötigt werden”, erklärt Matthias Rink, Leiter des Verwaltungsstabes beim Landkreis Oberhavel.

 

Aktuelle Fallzahlen in Oberhavel

Im Landkreis Oberhavel sind 144 Menschen positiv auf das SARS CoV2-Virus getestet worden (Stand: 07.04.2020, 12.00 Uhr). Davon befinden sich 83 Personen in häuslicher Quarantäne, 15 Personen müssen stationär behandelt werden. 41 Personen sind bereits geheilt. Zwei Personen sind verstorben.

1.014 Menschen aus Oberhavel stehen derzeit temporär zu Hause unter Quarantäne, weil sie begründete Verdachtsfälle sind. 769 Menschen wurden bereits negativ auf das Coronavirus getestet, bei 245 Personen steht das Testergebnis aktuell noch aus. Außerdem wurden 575 Menschen im Landkreis häuslich abgesondert, weil sie mit positiv getesteten Personen direkten Kontakt hatten.

Die COVID-19-Fälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen im gesamten Landkreis: Hohen Neuendorf (24), Hennigsdorf (24), Oranienburg (24), Velten (17), Glienicke/Nordbahn (14), Oberkrämer (10), Mühlenbecker Land (8), Leegebruch (5), Birkenwerder (5), Löwenberger Land (5), Liebenwalde (5), Zehdenick (2) und Amt Gransee (1 Fall). In Fürstenberg/Havel und Kremmen gibt es keine gemeldeten COVID-19-Fälle.