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Coronavirus
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17.11.2020

Mehr Testkapazität für das Gesundheitsamt: Stationäre Abstrichstelle ist im Betrieb

Drive-in-Teststelle mit Unterstützung der Johanniter / Landrat besucht Abstrichstelle und dankt für den Einsatz

Landrat Ludger Weskamp und Gesundheitsdezernentin Kerstin Niendorf besuchen die stationäre Abstrichstelle in Lehnitz.

© Landkreis Oberhavel

Gemeinsam mit Gesundheitsdezernentin Kerstin Niendorf hat Landrat Ludger Weskamp am Dienstag, 17.11.2020 die auf dem ehemaligen Kasernengelände in Lehnitz eingerichtete stationäre Abstrichstelle für Coronatests besucht. Sie dient angesichts steigender Coronainfektionszahlen der Erhöhung der Testkapazität des Gesundheitsamtes.

„Die Infektionszahlen haben in den vergangenen Wochen deutlich zugenommen. Das bringt automatisch einen erhöhten Bedarf an Testkapazitäten mit sich“, erklärt Landrat Ludger Weskamp die Einrichtung der Abstrichstelle. „Viele Bürgerinnen und Bürger sind aufgrund der Coronapandemie verunsichert. Es ist uns wichtig, dass unser Gesundheitsamt für angeordnete Tests auf eigene Testkapazitäten zurückgreifen kann, damit die Menschen in Oberhavel einen Test auf das Coronavirus schnell und wohnortnah erhalten können.“ Dadurch werden zugleich die Kapazitäten bei unseren Kooperationspartnern geschont und können für weitere Personen wie Reiserückkehrende, Lehrkräfte oder Erzieherinnen und Erzieher im Rahmen der Teststrategie des Landes genutzt werden. „Wir freuen uns, mit den Johannitern einen kompetenten, zuverlässigen und engagierten Partner gefunden zu haben und danken ihnen für ihren Einsatz“, sagte der Landrat.

Die Abstrichstelle hat der Landkreis Oberhavel eingerichtet. Der Regionalverband Nordbrandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. hat die Durchführung der Tests übernommen. Vorstandsmitglied Ralf Opitz und Fachbereichsleiter Osman Schulz erläuterten die Aufgaben vor Ort. Die Corona-Teststelle, die bereits Mitte Oktober in Betrieb gegangen war, ist als „Drive-in“ gestaltet. Das bedeutet, dass zu testende Personen in der Regel ohne das eigene Fahrzeug zu verlassen ihre Testung vornehmen lassen können. Selbstverständlich werden auch Tests von Radfahrenden oder zu Fuß an die Teststelle kommenden Personen abgenommen.

„Für alle Bürgerinnen und Bürger ist es wichtig zu wissen, dass an der Teststelle nur durch das Gesundheitsamt angeordnete Tests durchgeführt werden“, erklärt Gesundheitsdezernentin Kerstin Niendorf, die zugleich den Verwaltungsstab Corona in der Kreisverwaltung leitet. „Wer keinen durch die Kreisbehörde vereinbarten Termin hat, kann an der Abstrichstelle keinen Coronatest erhalten.“

Zwei Rettungssanitäter nehmen montags bis freitags jeweils etwa drei bis fünf Stunden – je nach Bedarf des Gesundheitsamtes – Abstriche von den zu testenden Personen. Im Anschluss ist das Team der Johanniter als mobiles Abstrichteam im Landkreis unterwegs. Sie nehmen Abstriche von Personen, die immobil sind und beispielsweise in Gemeinschaftseinrichtungen. Welche Einrichtungen aufgesucht werden müssen, übermittelt zuvor das Gesundheitsamt.

Ist der Test erledigt, wird den getesteten Personen das Testergebnis vom Gesundheitsamt schriftlich übermittelt. Aufgrund von Datenschutzbestimmungen erfolgt dies auf postalischem Weg. „Leider sind die Labore derzeit stark belastet und benötigen teils mehrere Tage für die Übermittlung der Testergebnisse“, bedauert Kerstin Niendorf. Sie sagt: „Wer den Verdacht hat, an COVID-19 erkrankt zu sein, sollte sich unbedingt bis zum Vorliegen seines Testergebnisses zu Hause selbst isolieren. Nur so können Infektionsketten vermieden werden. Wer positiv auf das Coronavirus getestet worden ist, wird direkt telefonisch durch das Gesundheitsamt kontaktiert.“

Stationäre Corona-Abstrichstelle: Drive-in-Teststelle mit Unterstützung der Johanniter.

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Ansprechpartner für Coronatests

Erster Ansprechpartner für Tests auf das Coronavirus, insbesondere für symptomatische Patientinnen und Patienten, sind die niedergelassenen Hausärzte. Wer den Verdacht hat, erkrankt zu sein oder zum Beispiel als Reiserückkehrender einen Test veranlassen möchte, sollte allerdings nicht unangemeldet in eine hausärztliche Sprechstunde gehen. Es ist ratsam, beim Hausarzt oder auch beim ärztlichen Bereitschaftsdienst unter der Telefonnummer 116 117 anzurufen. Die Ärzte werden gezielt nach Symptomen fragen und den Betroffenen gegebenenfalls bei einem Hausbesuch untersuchen beziehungsweise nach der (offiziellen) Sprechstunde in die Praxis bestellen.

Vom Gesundheitsamt werden Tests gemäß den Vorgaben des Robert-Koch-Instituts immer dann angeordnet, wenn ein begründeter Verdachtsfall vorliegt, dass eine Person sich mit dem SARS CoV2-Virus infiziert haben könnte und sie Symptome aufweist, zur Risikogruppe gehört oder im medizinischen Bereich tätig ist.

Die Johanniter im Regionalverband Nordbrandenburg

In Nordbrandenburg sind mehr als 300 hauptamtliche und über 100 ehrenamtliche Johanniter im Einsatz. Sie unterstützen Menschen in den Landkreisen Barnim, Uckermark und Oberhavel mit einer Vielzahl von Leistungen. Dazu zählen neben dem Fahrdienst, den Notrufsystemen und Erste-Hilfe-Kursen auch die Arbeit des Sanitätsdienstes, des Bevölkerungsschutzes und der Rettungshundestaffel. Der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. betreibt unter anderem Kindertagesstätten, Pflegedienste, Migrationsarbeit und Obdachloseneinrichtungen.

Ralf Opitz: Hauptamtliches Vorstandsmitglied im Regionalverband Nordbrandenburg des Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Osman Schulz: Rettungssanitäter und verantwortlicher Fachbereichsleiter der Johanniter für die Aufgaben im Auftrag des Landkreises. Er verantwortet im Regionalverband Nordbrandenburg den Fachbereich Sanitätsdienste und Krankentransporte.

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(medizinische Fragen)

Landkreis Oberhavel
Fachbereich Gesundheit


Telefon:03301 601-3900

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