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Coronavirus
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24.03.2020

Landkreis gibt Überblick über Seelsorge-Hotlines

Gesundheitsamt registriert Zunahme von psychischen Problemen / Hilfe-Rufnummern online zu finden

Mit der seit diesem Montag verschärften Eindämmungsverordnung und der damit einhergehenden weitreichenden Isolation vieler Menschen häufen sich beim Gesundheitsamt in Oberhavel Anfragen verunsicherter Bürgerinnen und Bürger. Denn mit der körperlichen Isolation geht auch die Einschränkung sozialer Kontakte einher. Einsamkeit, Angstgefühle und zunehmende Depressionen können die Folge sein. Andere fühlen sich von der bestehenden Ausnahmesituation überfordert, wenn sie zu Hause parallel Kinder betreuen, mit ihnen Schulaufgaben erledigen und zugleich mobil im Home-Office arbeiten müssen. Wieder andere plagen Sorgen um ihre wirtschaftliche Existenz.

„Neben der körperlichen ist uns auch die psychische Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger in Oberhavel sehr wichtig", sagt Gesundheitsdezernentin Kerstin Niendorf. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die aktuelle Ausnahmesituation für uns alle neu ist. Nicht immer ist es einfach, diese Situation zu bewältigen. Gerade bereits belastete familiäre Situationen können durch die private Abschirmung und Quarantänesituation leicht überstrapaziert werden. Es ist deshalb wichtig, diejenigen zu unterstützen, die Hilfe brauchen."

Telefon

© Landkeis Oberhavel

Oftmals hilft es sehr, über Probleme zu sprechen – über Ängste rund um das Virus, aber auch darüber hinaus. Der Landkreis Oberhavel hat deshalb eine ganze Reihe an Hilfsangeboten auf seiner Homepage zusammengestellt, bei denen Menschen mit Sorgen oder Nöten fachkundigen Rat finden können. Von der Telefonseelsorge über ein Elterntelefon bis zur „Nummer gegen Kummer" für Jugendliche sind viele spezifische Beratungsstellen mit ihren Kontaktmöglichkeiten aufgelistet. Die Seite ist über den Link www.oberhavel.de/corona zu erreichen. Darüber hinaus sind hier Beratungsstellen zu Wirtschaftsfragen und im Bereich Gesundheit zu finden.

Landrat Ludger Weskamp sagt: „Der Alltag der Menschen in Oberhavel verändert sich aktuell rasant. Die Einschränkungen unserer gewohnten Freiheiten fällt uns nicht leicht. Doch gegen das neuartige Corona-Virus gibt es noch keinen Impfstoff. Deshalb ist der einzige wirksame Schutz im Moment: Abstand halten! Nur so kann sich unser Gesundheitswesen auf die steigenden Fallzahlen einstellen.

Und dennoch ermuntere ich Sie: Kontakte halten – das muss nicht immer nur auf dem persönlichen Weg geschehen. Auch mit einem Telefonat oder per Skype können wir gemeinsam Zeit verbringen, uns aufmuntern und austauschen. Bitte denken Sie auf diese Weise auch an diejenigen in unserem Landkreis, die sich gerade aufgrund der jetzt geltenden Einschränkungen noch mehr alleine fühlen. Halten Sie Abstand – aber halten Sie zusammen!"

Aktuelle Fallzahlen

Die Zahlen der im Landkreis Oberhavel positiv auf das SARS CoV2-Virus getesteten Personen liegen aktuell bei 50. Davon befinden sich 46 Personen in häuslicher Quarantäne, drei müssen stationär behandelt werden. Eine Person ist verstorben.

450 Oberhavelerinnen und Oberhaveler stehen derzeit temporär zu Hause unter Quarantäne, weil sie begründete Verdachtsfälle sind. 205 Menschen wurden negativ auf das Coronavirus getestet, bei 245 Personen steht das Testergebnis noch aus.

Die Fälle verteilen sich auf die Kommunen im gesamten Landkreis: Hennigsdorf (11), Hohen Neuendorf (10), Oranienburg (7), Oberkrämer (6), Glienicke/Nordbahn (6), Velten (4), Mühlenbecker Land (2) sowie Liebenwalde, Leegebruch, Löwenberger Land und Zehdenick (jeweils 1 Fall). (Stand: 24.03.2020, 12.00 Uhr)

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(medizinische Fragen)

Landkreis Oberhavel
Fachbereich Gesundheit


Telefon:03301 601-3900

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