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Coronavirus
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02.03.2020

Landkreis Oberhavel richtet Corona-Infotelefon ein

Gesundheitsamt verzeichnet vermehrt Nachfragen von Bürgerinnen und Bürgern/Aktuell kein Verdachtsfall in Oberhavel

Der Landkreis Oberhavel richtet für Bürgerfragen rund um das neuartige Coronavirus ein zentrales Infotelefon ein. Das Infotelefon ist ab Dienstag, 03.03.2020, unter der Rufnummer 03301 601-3900 montags bis freitags von 08.00 bis 15.00 Uhr zu erreichen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes informieren unter der Hotline zu allen Fragen rund um das Virus.

Nachfragen können auch per E-Mail an das Gesundheitsamt des Landkreises gerichtet werden. Die Mailadresse lautet: ges.corona@oberhavel.de. Auch auf der Webseite des Gesundheitsamtes sind zusätzlich aktuelle Informationen für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Ärzteschaft Oberhavels verfügbar
(https://www.oberhavel.de/Bürgerservice/Gesundheit).

Der Landkreis Oberhavel reagiert mit der Einrichtung des Infotelefons auf eine deutliche Zunahme an Bürgerfragen zum Thema Coronavirus an das Gesundheitsamt. Dabei geht es vor allem um die Fragen: Wie erkenne ich Symptome, welche Maßnahmen kann ich ergreifen, um mich zu schützen oder aber auch das Verhalten von Bürgern, die in Risikogebiete gereist sind oder Kontakt zu Menschen haben, die sich in Risikogebieten aufgehalten haben.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt gibt es in Oberhavel aber weder einen Verdachts- noch einen Erkrankungsfall. „Der Landkreis Oberhavel beobachtet die Situation ganz genau", sagt Amtsarzt Christian Schulze. „Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht täglich einen neuen Lagebericht, der im Gesundheitsamt fachintern ausgewertet wird, so dass alle Kolleginnen und Kollegen immer auf dem aktuellsten Stand sind. Auch der Landrat und die gesamte Hausleitung werden regelmäßig informiert." Dies geschieht nicht erst seitdem die Zahl der Infektionen in Norditalien steigt, sondern seitdem die ersten Fälle in China aufgetreten sind.

Der Landkreis Oberhavel verfügt wie alle Landkreise und Städte in Deutschland über einen Seuchenalarmplan und ist für solche medizinische Notfälle gewappnet. Zudem hat das Gesundheitsamt die Maßnahmen, insbesondere zum Meldewesen, intensiviert und steht in engem Kontakt mit dem Landesministerium, dem Robert-Koch-Institut, dem Rettungsdienst, der Polizei und den Kliniken in Oberhavel.

Hintergrund Corona-Virus

Symptome
Typische Symptome sind hohes Fieber und trockener Husten. Zu den untypischen Beschwerden zählen Schnupfen und Halskratzen. In Anbetracht der Grippesaison ist es für den Laien fast unmöglich, eine „Selbstdiagnose“ zu stellen. Daher sollten insbesondere Bürgerinnen und Bürger, die sich in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder Kontakt zu einem nachweislichen Erkrankungsfall hatten, nach Reiserückkehr mit dem Hausarzt oder dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen.

Handlungsempfehlung
Wer den Verdacht hat, erkrankt zu sein, sollte nicht in eine öffentliche Sprechstunde gehen, wo er möglicherweise weitere Menschen ansteckt. Es ist ratsam beim Hausarzt oder auch beim Gesundheitsamt anzurufen. Die Ärzte werden gezielt nach Symptomen fragen und den Betroffenen gegebenenfalls bei einem Hausbesuch untersuchen beziehungsweise nach der offiziellen Sprechstunde in die Praxis bestellen.

Solange eine Erkrankung nicht ausgeschlossen ist, sollten diese Personen Kontakt zu zahlreichen anderen Menschen meiden, um eine Übertragung auf andere zu vermeiden. Der wichtigste Übertragungsweg für das Coronavirus ist die Tröpfcheninfektion. Dabei werden die Coronaviren durch infizierte Menschen über Tröpfchen in die Luft abgegeben und durch nicht infizierte Menschen eingeatmet. Deshalb ist zur Vermeidung einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus auf eine gute Husten- und Nies-Etikette und persönliche Händehygiene zu achten. Ebenfalls sollte Abstand zu Erkrankten gehalten werden. In Anbetracht der Grippewelle sind diese Maßnahmen zurzeit sowieso angezeigt.

Händehygiene
Die Hände sollten nicht nur gewaschen werden, wenn sie sichtbar schmutzig sind. Denn Krankheitserreger sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Daher sollten Sie sich im Alltag regelmäßig die Hände waschen. Unter dem Link https: www.infektionsschutz.de/haendewaschen werden Ihnen Tipps gegeben, wie eine wirksame Händehygiene erfolgen soll um Infektionen zu vermeiden.

Husten- und Nies-Etikette
Beim Husten oder Niesen sollte möglichst kein Speichel oder Nasensekret in die Umgebung versprüht werden. Deshalb ist es aus gesundheitlicher Sicht nicht sinnvoll sich beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund zu halten. So gelangen Krankheitserreger an die Hände und können über Gegenstände oder Hände an andere Personen weitergegeben werden. Beim Husten oder Niesen sollten Sie sich wegdrehen und zu anderen Personen mindestens den Abstand von einem Meter einhalten. Am besten in ein Einwegtaschentuch niesen, das anschließend entsorgt wird.

Ist kein Taschentuch zur Hand, kann auch in die Armbeuge gehustet oder geniest werden. Mehr Informationen zur Husten- und Nies-Etikette erhalten Sie unter: www.infektionsschutz.de/hygienetipps/hygiene-beim-husten-und-niesen. Übrigens, auch wenn Apotheken und Drogeriemärkte eine erhöhte Nachfrage nach Mund- und Nasenschutz verzeichnen, gib es keine hinreichenden Belege dafür, dass der Träger dadurch vor einer Ansteckung geschützt ist.

Abstand halten
Vermeiden Sie zu Erkrankten, aber auch bei eigenen Infektionen, enge Körperkontakte wie Küssen und Umarmen.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass es derzeit keinen Fall gibt, bei denen sich Menschen auf einem anderen Weg, etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch importiertes Spielzeug, mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben. Die Ausführungen des Bundesinstituts für Risikobewertung zu diesem Thema können Sie unter folgendem Link nachlesen:

www.bfr.bund.de/de/kann_das_neuartige_coronavirus_ueber_lebensmittel_und_spielzeug_uebertragen_werden_-244062.html
In Einrichtungen mit starkem Besucherverkehr (Arztpraxen, Schulen, Ämter) können sicherlich auch Händedesinfektions­spender helfen. 110 solcher Spender für alle Kreisverwaltungsliegenschaften und die kreiseigenen Schulen befinden sich derzeit in der Anschaffung.

Beim Niesen sollten Mund und Nase mit einem Einmaltaschentuch bedeckt werden.

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