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Coronavirus: Aktuelle Lage in Oberhavel

Information zur aktuellen Datenlage / Inzidenzwert liegt bei 267,7 / Kitas im Landkreis bleiben geöffnet / Information zur Erweiterung der Kinderkrankentage

Coronavirus: Aktuelle Lage in Oberhavel

© Landkreis Oberhavel

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert für den Landkreis Oberhavel liegt mit Datum von Freitag, 22.01.2021, bei 267,7 (Quelle Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Brandenburg, 22.01.2021, 08.00 Uhr).

Weitere Neuinfektionen sind in Gemeinschaftseinrichtungen registriert worden. Im Seniorenheim „Seniorenhaus am Hain“ in Hohen Neuendorf sind drei Mitarbeitende und fünf Bewohnende positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das Gesundheitsamt hat für die Einrichtung ein Besuchsverbot ausgesprochen und mobile Testungen veranlasst. Im Seniorenhaus in Kremmen hat sich die Zahl der Gesamtinfektionen um sechs erhöht, zehn Bewohnerinnen und Bewohner sind hier insgesamt von einer Infektion mit dem Coronavirus betroffen. Aus der Oranienburger Pflegeeinrichtung „domino-world“ wurden neun Neuinfektionen gemeldet: Insgesamt sind hier nunmehr 29 Mitarbeitende und 78 Bewohnerinnen und Bewohner von einer Infektion betroffen.

Bisher sind im Landkreis insgesamt 4.367 Menschen positiv auf das SARS CoV2-Virus getestet worden. Im Vergleich zum Vortag wurden 43 Neuinfektionen registriert. 105 Personen sind an oder infolge einer Coronainfektion verstorben.

Weitere Fallzahlen – auch mit Blick auf die einzelnen Kommunen – können aktuell leider nicht bekannt gegeben werden. Grund ist eine verpflichtende Umstellung der Software im Gesundheitsamt auf das Programm DEMIS. Ziel der Umstellung ist eine deutliche Arbeitsersparnis in Laboren und Gesundheitsämtern aufgrund der nun erfolgten Digitalisierung der Datenweitergabe meldepflichtiger Erkrankungen.

Im Zuge der Umstellung, die bereits vor einigen Tagen durchgeführt wurde, mussten Zahlendifferenzen zwischen den Meldedaten des Landkreises und des Landes festgestellt werden. „Dem sind wir auf den Grund gegangenen“, informierte Landrat Ludger Weskamp gemeinsam mit Amtsarzt Christian Schulze am Freitag, 22.01.2021, in einem Pressegespräch: „Aufgefallen ist dabei nicht nur, dass Land und Landkreis unterschiedliche Stichdaten für ihre Meldezahlen zugrunde legen. Auch die Ausgangsbasis der Daten ist dank der neuen Software nun eine andere.“ Während die Meldungen von Corona-Testergebnissen ans Land durch die neue Software als „Echtzeitmeldung“ erfolgen, wurden in der Statistik des Kreises bislang nur die abschließend durch das Gesundheitsamt bearbeiteten Fälle erfasst. Hinzu kam, dass aufgearbeitete Fälle zusätzlich in die neue Meldesoftware eingearbeitet wurden – in einer Zeit, in der die Fallzahlen insgesamt im Land Brandenburg, so auch in Oberhavel, steigend waren.

„Das hatte zur Folge, dass Fälle, die nicht der 7-Tages-Inzidenz des Landkreises zuzuordnen waren, in dem Landeswert erfasst wurden. Zeitgleich stiegen die Fallzahlen insgesamt. Dies hatte in den vergangenen Tagen schnell steigende Inzidenzzahlen verursacht“, erklärte Amtsarzt Christian Schulze: „Zusammen mit den Verantwortlichen im Land Brandenburg haben wir daher gestern eine Korrektur der Datenlage ab dem 07.01.2021 veranlasst, die heute ins Lagebild des Landes eingeflossen ist.“ Künftig wird der Landkreis ausschließlich die in der Software erfassten Daten nutzen, um eine einheitliche Datengrundlage zu gewährleisten. Voraussichtlich in der kommenden Woche wird auch wieder eine detailliertere Datenmeldung in den Pressemitteilungen des Landkreises erfolgen können.

Kitas im Landkreis bleiben geöffnet

Bei dem Pressegespräch informierte Landrat Weskamp zudem über die Auswirkungen der neuen Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg, die ab Samstag, 23.01.2021, gelten soll. Wichtigste Botschaft: „Die Kitas im Landkreis Oberhavel können vorerst geöffnet bleiben!“ Kitas sind zu schließen, wenn ein Landkreis die Marke der 300er-Inzidenz – also die Zahl von 300 Neuinfektionen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner – an drei aufeinanderfolgenden Tagen überschreiten sollte. „Dies ist in Oberhavel aktuell zum Glück nicht der Fall. Wir gehen derzeit davon aus, dass das zumindest in den kommenden Tagen auch so bleiben wird. Dennoch sind die Infektionszahlen viel zu hoch. Wir appellieren deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, Kontakte weiterhin einzuschränken und Kinder – wo immer es möglich ist – zu Hause zu betreuen. Nur so können wir das Risiko von Neuinfektionen spürbar senken. Im Fokus unserer Aufmerksamkeit stehen darüber hinaus weiter die Senioreneinrichtungen. Die Hälfte aller Verstorbenen im Landkreis ist bisher hier zu verzeichnen. Das macht uns große Sorgen.“

Information zur Erweiterung der Kinderkrankentage

Zahlreiche Anfragen erreichten den Landkreis Oberhavel zuletzt zur Erweiterung der Kinderkrankentage: Anträge für das Kinderkrankengeld müssen Eltern bei ihrer zuständigen gesetzlichen Krankenkasse stellen. Sollten Krankenkassen einen Nachweis durch die Einrichtungen verlangen, dass eine Betreuung in der Einrichtung zeitweise nicht in Anspruch genommen wurde, stellt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Musterbescheinigung zur Verfügung. Diese kann von Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen oder Schulen verwendet werden und als Ergänzung zum formellen Antrag bei der gesetzlichen Krankenversicherung genutzt werden. Die Musterbescheinigung ist auf der Webseite des Landkreises zu finden unter: https://www.oberhavel.de/notbetreuung.

Weitere Informationen zu den Regelungen rund um die Erweiterung der Kinderkrankentage finden sich auf der Webseite des zuständigen Bundesministeriums für Gesundheit unter www.bundesgesundheitsministerium.de und auf der Webseite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter www.bmfsfj.de/bmfsfj/themen/corona-pandemie/kinderbetreuung-bei-schul-und-kitaschliessungen.