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Coronavirus: Aktuelle Lage in Oberhavel

Aktuelle Fallzahlen / Inzidenzwert liegt bei 149,4 / Notbetreuung wird verlängert

Stationäre Corona-Abstrichstelle: Drive-in-Teststelle mit Unterstützung der Johanniter.

© Landkreis Oberhavel

Mit Stand vom Mittwoch, 06.01.2021 (12.00 Uhr), gibt es 664 bestätigte COVID19-Infektionen im Landkreis Oberhavel. Seit Dienstag, 05.01.2021, sind 60 Neuinfektionen registriert worden. Derzeit befinden sich 618 Personen in häuslicher Quarantäne, 46 Personen müssen stationär behandelt werden. Die bestehenden Infektionsfälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen: Birkenwerder (24), Fürstenberg/Havel (5), Glienicke/Nordbahn (34), Gransee und Gemeinden (47), Hennigsdorf (100), Hohen Neuendorf (71), Kremmen (21), Leegebruch (22), Liebenwalde (6), Löwenberger Land (28), Mühlenbecker Land (59), Oberkrämer (47), Oranienburg (103), Velten (21) und Zehdenick (76).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert für den Landkreis Oberhavel liegt mit Datum von Mittwoch, 06.01.2021, bei 149,4 (Quelle Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Brandenburg, 06.01.2021, 08.00 Uhr).

Weitere Neuinfektionen sind in Gemeinschaftseinrichtungen registriert worden. Betroffen sind aktuell insbesondere Einrichtungen der Seniorenpflege und für Menschen mit Behinderungen. Das mobile Abstrichteam des Landkreises, welches der Regionalverband Nordbrandenburg der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. betreibt, hat daher allein in den vergangenen beiden Tagen insgesamt rund 1.000 Abstriche in Gemeinschaftseinrichtungen dieser Art vorgenommen. Die Testergebnisse werden für die kommenden Tage erwartet.

Im Fall einer Oranienburger Seniorenpflegeeinrichtung hat sich die Anzahl der positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen erhöht: Betroffen sind nun mehr zwei Mitarbeitende, zusätzlich sind bei Bewohnenden neun Schnelltests positiv ausgefallen. Im Fall einer Granseer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung ist die Anzahl der mit dem Coronavirus infizierten Bewohnenden auf 20 gestiegen. Das sind zwei neue Infektionsfälle. Zudem sind zehn Mitarbeitende betroffen. Aus einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderung wurden dem Gesundheitsamt zwei Infektionsfälle gemeldet. Betroffen sind ein Mitarbeitender und ein Bewohnender. Das mobile Abstrichteam des Landkreises wird am 08.01.2021 in der Einrichtung vor Ort sein.

Bisher sind im Landkreis insgesamt 3.313 Menschen positiv auf das SARS CoV2-Virus getestet worden. 2.579 Personen sind bereits genesen, das sind 77,8 Prozent aller Fälle. Im gesamten Verlauf der Pandemie wurden 11.779 Menschen häuslich abgesondert, weil sie mit positiv getesteten Personen direkten Kontakt hatten.

Die Gesamtzahl der COVID19-Fälle seit Beginn der Pandemie verteilt sich wie folgt auf die Kommunen im Landkreis: Birkenwerder (143), Fürstenberg/Havel (39), Glienicke/Nordbahn (194), Amt Gransee und Gemeinden (180), Hennigsdorf (563), Hohen Neuendorf (404), Kremmen (93), Leegebruch (111), Liebenwalde (33), Löwenberger Land (126), Mühlenbecker Land (286), Oberkrämer (218), Oranienburg (528), Velten (146) und Zehdenick (249). 70 Personen sind an oder infolge einer Infektion verstorben. Zuletzt verstarb eine 85-jährige Hennigsdorferin.

Notbetreuung wird verlängert

Zahlreiche Anrufe erreichten die Kreisverwaltung am Dienstag und Mittwoch zum Thema Notbetreuung. Dazu erklärt Kerstin Niendorf, die Leiterin des Corona-Verwaltungsstabes: „Eltern, die für ihr Kind eine Bescheinigung für die Notbetreuung in Schule oder Hort erhalten haben, müssen sich keine Sorgen machen: Bei einer Verlängerung der Eindämmungsverordnung und damit einhergehender Aussetzung des Präsenzunterrichtes, müssen keine neuen Anträge gestellt werden. Wer über eine Bescheinigung zur Notbetreuung verfügt, kann sein Kind auch nach dem 10.01.2021 – also nach dem Ende der aktuellen Eindämmungsverordnung – weiter dort betreuen lassen. Der Landkreis wird die Verlängerung der Bescheide voraussichtlich über eine Allgemeinverfügung regeln. Die Hort- und Schulträger sind bereits entsprechend informiert.“ Die konkreten Regelungen kann der Landkreis allerdings erst treffen, wenn die angekündigte Verlängerung der Eindämmungsverordnung des Landes Brandenburg veröffentlicht ist. Dies wird für frühestens Freitag, den 08.01.2021 erwartet.

Impfzentrum

Ein weiteres Thema zahlreicher Anrufe ist die Vergabe von Impfterminen für das Impfzentrum in Oranienburg, das ab dem 18.01.2021 seinen Betrieb aufnehmen wird. Die Terminvergabe erfolgt – wie bereits mitgeteilt – über die zentrale Telefonhotline der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin-Brandenburg (KVBB). Wie der Kreisverwaltung leider erst jetzt bekannt gegeben worden ist, können Termine für das Oranienburger Impfzentrum frühestens ab dem 11.01.2021 über die Hotline vereinbart werden. Bürgerinnen und Bürger, die sich impfen lassen möchten, werden daher noch um Geduld gebeten.