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Coronavirus: Aktuelle Lage in Oberhavel

Aktuelle Fallzahlen / Inzidenzwert liegt bei 102,9

Coronatest

© Robert Leßmann - stock.adobe.com

Mit Stand vom Donnerstag, 26.11.2020 (12.00 Uhr), gibt es 374 bestätigte COVID19-Infektionen im Landkreis Oberhavel. Seit Mittwoch, 25.11.2020, sind 44 Neuinfektionen registriert worden. Derzeit befinden sich 361 Personen in häuslicher Quarantäne, 13 Personen müssen stationär behandelt werden. Die bestehenden Infektionsfälle verteilen sich wie folgt auf die Kommunen: Birkenwerder (7), Fürstenberg/Havel (3), Glienicke/Nordbahn (14), Gransee und Gemeinden (14), Hennigsdorf (55), Hohen Neuendorf (55), Kremmen (11), Leegebruch (10), Liebenwalde (2), Löwenberger Land (20), Mühlenbecker Land (34), Oberkrämer (34), Oranienburg (83), Velten (11) und Zehdenick (21).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert für den Landkreis Oberhavel liegt mit Datum von Donnerstag, 26.11.2020, bei 102,9 (Quelle Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit Brandenburg, 26.11.2020, 08.30 Uhr).

In dem bereits mitgeteilten Fall einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen in Oranienburg sind zwischenzeitlich elf Bewohnerinnen und Bewohner sowie ein Mitarbeitender betroffen. Für die Kontaktpersonen wurden PCR-Abstriche über das mobile Testteam veranlasst sowie ein Besuchsverbot und Quarantäne für die Wohngruppe ausgesprochen. Zudem wurden dem Gesundheitsamt an vier Schulen in Oberhavel Einzelfälle von erkrankten Lehrkräften oder Kindern gemeldet. Die erforderlichen Maßnahmen wurden und werden mit den Schulen abgestimmt. Kontaktpersonen werden direkt durch das Gesundheitsamt informiert.

Bisher sind im Landkreis insgesamt 1.380 Menschen positiv auf das SARS CoV2-Virus getestet worden. 991 Personen sind bereits genesen, das sind 72 Prozent aller Fälle. 5.898 Menschen wurden im Verlauf der Pandemie häuslich abgesondert, weil sie mit positiv getesteten Personen direkten Kontakt hatten.

Die Gesamtzahl der COVID19-Fälle seit Beginn der Pandemie verteilt sich wie folgt auf die Kommunen im Landkreis: Birkenwerder (44), Fürstenberg/Havel (10), Glienicke/Nordbahn (77), Amt Gransee und Gemeinden (34), Hennigsdorf (290), Hohen Neuendorf (187), Kremmen (34), Leegebruch (30), Liebenwalde (13), Löwenberger Land (55), Mühlenbecker Land (99), Oberkrämer (115), Oranienburg (275), Velten (54) und Zehdenick (63). 15 Personen sind an oder infolge einer Infektion verstorben. Zuletzt verstarb ein 81-jähriger Hennigsdorfer. Über Vorerkrankungen ist nichts bekannt.

Hinweis für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber

An das Gesundheitsamt Oberhavel werden derzeit vermehrt Anfragen von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern herangetragen mit der Bitte, Bescheide für eine häusliche Quarantäne unmittelbar nach der telefonischen Anordnung zu erhalten. Dies ist aufgrund des derzeit sehr hohen Arbeitsaufkommens angesichts der Infektionslage im Landkreis mit einem Inzidenzwert von über 100 jedoch leider nicht möglich. Um Infektionsketten schnellstmöglich zu unterbrechen, erfolgt eine Erstinformation von positiv auf das Coronavirus getesteten Personen sowie von direkten Kontaktpersonen – wie bereits seit März praktiziert – stets telefonisch.

Hintergrund der Bürgeranfragen sind sich häufende Forderungen von Arbeitgebern, entsprechende Bescheide unverzüglich vorzulegen. Berichtet wird dem Gesundheitsamt unter anderem mit der Drohung von Kündigung und Lohnabzug, sollten die Bescheide nicht kurzfristig eingereicht werden. Dazu erklärt Kerstin Niendorf, Leiterin des Corona-Verwaltungsstabes der Kreisverwaltung: „Ich bitte alle Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber ganz ausdrücklich um ihr Verständnis für kurzfristige Quarantäne-Anordnungen für ihre Mitarbeitenden. Angesichts der aktuell in Oberhavel sehr hohen Infektionszahlen muss die Priorität unseres Gesundheitsamtes zwingend auf der Nachverfolgung der Kontakte von mit dem Coronavirus infizierten Personen liegen. Eine Bescheiderstellung erfolgt sukzessive, bedarf aber einiger Tage Bearbeitungszeit. Bitte vertrauen Sie daher Ihren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern, wenn Sie über eine angeordnete Quarantäne informiert werden. Im Sinne eines störungsfreien Betriebsablaufes ist dies auch Interesse von Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern. Denn sollten Mitarbeitende aufgrund solch hohen Drucks der Betriebsleitung tatsächlich arbeiten kommen, machen sie sich nicht nur einer Ordnungswidrigkeit schuldig, sondern gefährden weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bitte helfen Sie mit, Infektionsketten zu unterbrechen. Nur so können wir es erreichen, dass die Infektionszahlen in Oberhavel langfristig sinken und die geltenden Einschränkungen perspektivisch beendet werden können.“