Bisher keine weitere aktive Lungentuberkulose nachgewiesen
Gesundheitsamt schließt Untersuchungen von Bewohnerinnen, Bewohnern und Pflegekräften des Amarita in Hohen Neuendorf Ende der Woche ab
+++AKTUELLES UPDATE+++
(Stand Freitag, 04.09.2026)
Keine aktive Lungentuberkulose – Gesundheitsamt Oberhavel gibt Entwarnung
Röntgenbefunde der acht positiv getesteten Kontaktpersonen im Amarita in Hohen Neuendorf sind unauffällig
Die Untersuchungen nach der Tuberkulose-Erkrankung einer ehemaligen Pflegekraft des Amarita in Hohen Neuendorf sind abgeschlossen. Das Gesundheitsamt hatte bei knapp 100 Kontaktpersonen vor Ort Blutproben genommen. Bei acht Personen – fünf Pflegekräften und drei Bewohnerinnen – fiel der Bluttest positiv aus.
Um abzuklären, ob eine aktive Lungentuberkulose vorliegt, erfolgte bei diesen acht Personen anschließend eine Röntgenuntersuchung der Lunge. Inzwischen liegen alle Befunde vor: Bei keiner der acht Personen gibt es Anzeichen für eine aktive Lungentuberkulose. Auch zeigt keine der betroffenen Personen typische Symptome einer Tuberkulose.
Nach aktuellem Untersuchungsstand gibt es damit keine Hinweise auf eine weitere aktive und ansteckungsfähige Lungentuberkulose im Pflegeheim.
Das Gesundheitsamt des Landkreises Oberhavel hatte bei knapp 100 Kontaktpersonen im Pflegeheim Amarita in Hohen Neuendorf Blutproben genommen, um festzustellen, ob Hinweise auf eine aktive Infektion mit Tuberkulose-Erregern bestehen. Grund war die Erkrankung einer ehemaligen Mitarbeiterin des Pflegeheims, die derzeit stationär behandelt wird und außerhalb des Landkreises Oberhavel lebt. Sie war vorübergehend in der Einrichtung in Hohen Neuendorf beschäftigt.
„Bei acht Personen – drei Bewohnerinnen und fünf Pflegekräften – fiel der sogenannte Quantiferon-Test positiv aus. Das bedeutet nicht, dass diese Personen aktuell an Tuberkulose erkrankt oder ansteckend sind. Der Test weist auf eine Infektion mit Tuberkulosebakterien hin. Wann diese stattgefunden hat, lässt sich anhand des Tests nicht feststellen“, erläutert Amtsärztin Simone Daiber. Deshalb wurden diese acht Personen weiter untersucht. „Mittels Röntgen-Thorax wird geprüft, ob Hinweise auf eine aktive Tuberkulose bestehen“, so Daiber. Von den fünf Beschäftigten liegen bislang vier Röntgenbefunde vor. Diese sind unauffällig und sprechen gegen eine aktive Lungentuberkulose. Mit den vollständigen Ergebnissen wird spätestens an diesem Freitag, 04.09.2026, gerechnet.
Keine der positiv getesteten Beschäftigten und Bewohnerinnen zeigt derzeit typische Symptome einer Tuberkulose. Nach aktuellem Stand gibt es daher keine Anhaltspunkte für eine weitere ansteckungsfähige Tuberkulose. Sollten die noch ausstehenden Röntgenuntersuchungen Auffälligkeiten zeigen, würde unmittelbar weitere Diagnostik veranlasst.
Das Gesundheitsamt steht im engen Austausch mit der Pflegedienstleitung des Pflegeheims. Die erforderlichen Hygienemaßnahmen werden eingehalten und überwacht.