Information und Sensibilisierung
Präventionsprogramm „Unsere verrückten Familien“ in Oberhavel Süd
Psychische Erkrankungen sind weit verbreitet – auch in Familien mit Kindern. Viele Kinder erleben psychische Krisen ihrer Eltern mit, ohne zu verstehen, was geschieht. Dies führt oft zu Unsicherheiten, Schuldgefühlen, Scham und Überforderung. Altersgerechte Informationen und Möglichkeiten zum Austausch fehlen häufig. Schätzungen zufolge gibt es in jeder Schulklasse etwa zwei bis fünf Kinder, deren Eltern psychisch erkrankt sind. Daher kommt dem Lebensraum Schule eine zentrale Rolle als Lebens-, Erziehungs-, Sozialisations- und Bildungsort zu.
Hier setzt das Präventionsprogramm für Grundschulen »Unsere verrückten Familien« an.
Ziel des Programms ist es, Kinder der Klassen 3 und 4 frühzeitig für das Thema psychische Gesundheit zu sensibilisieren – kindgerecht, spielerisch und ohne Stigmatisierung. Im Mittelpunkt steht ein interaktiver Schultag: Die Schülerinnen und Schüler werden zu Detektiven und tauchen in ein Wimmelbild mit verschiedenen Familien ein. Anhand der unterschiedlichen Familiengeschichten erfahren sie altersgerecht, dass auch Eltern psychisch erkranken können, welche Auswirkungen dies auf Kinder hat und wo es Unterstützung gibt. Das gemeinsame Entdecken und Besprechen stärkt das Verständnis füreinander, vermittelt, dass Kinder niemals Schuld an den Problemen von Erwachsenen tragen, und zeigt konkrete Unterstützungswege in Schule und Umfeld auf.
Die Umsetzung erfolgt durch geschulte Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter der PuR gGmbH, des DRK MOHS e.V. sowie Impuls e.V. in der Region Oberhavel Süd (Oranienburg, Leegebruch, Hennigsdorf, Kremmen, Oberkrämer, Velten, Birkenwerder, Glienicke/Nordbahn, Hohen Neuendorf, Mühlenbecker Land).
Weitere Informationen zum Präventionsprogramm finden Sie im Folgenden:
Möchten Sie an Ihrer Grundschule einen Schultag durchführen?
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage! Kontaktieren Sie uns gerne per E-Mail unter Gesundheitsfoerderung@oberhavel.de.
„Eigenständig werden” – Lebenskompetenzförderung für die Grundschule
Lebenskompetenzprogramme haben sich als besonders erfolgreicher Ansatz für die Präventionsarbeit an Schulen erwiesen. Sie bilden die Basis für die unterschiedlichen spezifischen Präventionsbereiche, wie Sucht- oder Medienprävention.
»Eigenständig werden« ist ein Unterrichtsprogramm zur Gesundheitsförderung und Persönlichkeitsentwicklung, das sich an die Klassenstufen 1 bis 6 richtet. Das Programm begleitet Kinder durch ihre gesamte Grundschulzeit und fördert wichtige Lebenskompetenzen, die ihnen helfen, einen gesunden Lebensstil zu entwickeln – körperlich, seelisch und sozial.
Die Fachstelle Konsumkompetenz qualifiziert pädagogische Grundschulteams in einer Inhouse-Schulung zur selbständigen Durchführung der Methoden.
Für weitere Informationen und die Umsetzung des Programms wenden Sie sich bitte an die Fachkräfte der Fachstelle Konsumkompetenz unter konsumkompetenz@purggmbh.de.