Medienmündigkeit
Digitale Medien sind heute fester Bestandteil des Aufwachsens. Sie bieten vielfältige Chancen für Bildung, Kommunikation und Kreativität. Gleichzeitig können sie Risiken für die körperliche und seelische Gesundheit mit sich bringen – insbesondere dann, wenn die Nutzung unreflektiert, exzessiv oder ohne Begleitung erfolgt. Aktuelle neurowissenschaftliche Erkenntnisse unterstreichen dabei die besondere Bedeutung der ersten 1000 Tage der Gehirnentwicklung: In dieser sensiblen Phase werden neuronale Verbindungen aufgebaut und stabilisiert – nicht genutzte Verbindungen gehen verloren.
Früh einsetzender Medienkonsum kann zu Deprivation in zentralen Entwicklungsbereichen führen, etwa im emotionalen Austausch mit den Eltern, in frühen Interaktionserfahrungen und in der Sprachentwicklung.
Dies kann dazu beitragen, dass wichtige Grundlagen für die soziale und sprachliche Entwicklung nicht ausreichend ausgebildet werden. In Einzelfällen können sich Auffälligkeiten zeigen, die an autistische Verhaltensweisen erinnern. Auch im weiteren Entwicklungsverlauf können sich Auswirkungen zeigen, etwa in Form von erhöhtem sozialen Druck, problematischem Medienverhalten, Schlafmangel oder Bewegungsdefiziten im Grundschul- und Jugendalter.
Unser gemeinsames Ziel ist es daher, Kinder frühzeitig zu stärken – durch Aufklärung, Prävention und Vernetzung. Das heißt: Gesundheitsförderung, psychische Prävention und Versorgung müssen in allen Lebenswelten zusammengedacht werden – vom Elternhaus über Kita und Schule bis hin zur digitalen Welt.
Auf dieser Seite finden Sie Präventionsangebote für die Lebenswelt Kita, Grundschule und weiterführende Schule, Materialien sowie Veranstaltungen rund um das Thema Medienmündigkeit.