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Datum: 07.07.2026

Kloster-Kräutergarten als sinnstiftender Ort mit touristischer Bedeutung

Landrat vor Ort: Alexander Tönnies besucht den Verein Ökosolar in Himmelpfort

Isabell Glase (2.v.li.) betrieb Kräuterkunde mit Landrat Alexander Tönnies, WInTO-Geschäftsführerin Claudia Flick und Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp. Vieles wird in Tradition der Mönche des Klosters Himmelpfort kultiviert, die zwar nicht direkt am heutigen Ort des Kloster-Kräutergartens, aber in der Nähe gärtnerten, um sich zu versorgen.

© Landkreis Oberhavel/Mandy Oys


Oberhavels Wirtschaft ist vielfältig. Unternehmen unterschiedlicher Branchen und gesellschaftliche Institutionen sorgen für eine positive Entwicklung des Landkreises. Dazu stellen sie sich täglichen Herausforderungen. Welche das sind, ist ganz unterschiedlich. Deshalb spricht Alexander Tönnies in der Reihe „Landrat vor Ort“ regelmäßig mit den Verantwortlichen über Schwierigkeiten im Alltag, ihre Ideen und Pläne – wie mit Isabell Glase vom Verein Ökosolar, der langzeitarbeitslosen Menschen in Himmelpfort und im ganzen Norden Oberhavels neue Perspektiven eröffnet. Sie führte Alexander Tönnies, WInTO-Geschäftsführerin Claudia Flick, Fürstenbergs Bürgermeister Robert Philipp und Olaf Bechert, Geschäftsführer der Regio-Nord, durch die Anlage. „Der Himmelpforter Kloster-Kräutergarten ist ein gelungenes Beispiel dafür, dass Projekte zur Beschäftigungsförderung nicht allein dazu dienen, Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren, sondern die regionale Entwicklung voranbringen“, sagt Alexander Tönnies während des Besuchs. „Ganz maßgeblich für den Erfolg sind dabei Menschen wie Isabell Glase. Sie bietet jedem einzelnen auch ganz praktische Lebenshilfe – ob es ein Telefonat mit der Behörde oder die Bewältigung des Weges hierher nach Himmelpfort ist.“

Beschäftigungsförderung im Gartenbau
Pflanzen mit heilsamer Wirkung stehen in gepflegten Beeten: Der Kloster-Kräutergarten Himmelpfort mit Hofladen ist ein Geheimtipp für Gäste des Erholungsortes. Träger des Projektes ist der Verein Ökosolar, der in Himmelpfort gleich gegenüber dem Brauhaus Geschichte und Tradition mit sinnstiftender Arbeit verbindet. Ökosolar unterstützt Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt kaum Chancen haben. Der gemeinnützige Verein bietet seit seiner Gründung im Juni 1991 Beschäftigung, Weiterbildung und damit neue Perspektiven, in dem er gemeinnützige Projekte in den Bereichen Natur- und Umweltschutz, Wohnumfeld-Verbesserung, kommunales Gemeinwesen, Tourismus, Modellbau, Natur- und Umweltbildung entwickelt.


Blühende Heilkraft gleich gegenüber des Himmelpforter Brauhauses: Der Kloster-Kräutergarten ist ein Baustein, der Himmelpfort besonders macht.

© Landkreis Oberhavel/Mandy Oys


1997 begann der Aufbau des Kloster-Kräutergartens in Himmelpfort, in dem Isabell Glase Menschen eine Aufgabe und eine Tagesstruktur bietet. Für einige entwickelten sich in den vergangenen Jahr-zehnten damit neue berufliche Möglichkeiten. Für Besucherinnen und Besucher bieten Isabell Glase und ihr Team Führungen durch den Kloster-Kräutergarten und Workshops zur Herstellung der eigenen Kräutersalbe an. Im Kräuterladen sind viele Produkte aus regionaler Herstellung zu haben – frische Kräuter, Sämereien, Marmeladen, Liköre und Pflanzen.


Isabell Glase und Alexander Tönnies im Kräuterladen - hier werden regionale Produkte und Handgemachtes wie Lavendelsäckchen und Hochprozentiges verkauft.

© Landkreis Oberhavel/Mandy Oys


Hintergrund
Ökosolar e.V. mit Sitz in Dannenwalde entwickelt Projekte für die gesamte Region zwischen Fürstenberg, Zehdenick und Gransee. Seit dem Aufbau des Kloster-Kräutergartens Himmelpfort 1997 entwickelte sich eine Kooperation mit dem Jobcenter des Landkreises Oberhavel, die bis heute Bestand hat. Über unterschiedliche Förderinstrumente, arbeitsmarktpolitische Programme und regionale Entwicklungsmaßnahmen konnten Projekte gemeinsam umgesetzt werden. Dabei wird die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten für langzeitarbeitslose Menschen, soziale Stabilisierung und berufliche Orientierung, Förderung von Teilhabe und Integration, die Unterstützung von Menschen mit gesundheitlichen und sozialen Einschränkungen mit regionaler touristischer und ökologischer Entwicklung verknüpft.