Aktionstage Verkehrssicherheit
Zu Fuß, auf dem Rad, in Auto oder Bus: Sicher unterwegs in Oberhavel
In Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg und dem Polizeipräsidium Brandenburg hat der Landkreis Oberhavel 2025 bereits zum zweiten Mal ein gemeinsames Verkehrssicherheitskonzept erarbeitet. Die gemeinsamen Leitlinien und Aktionsfelder verfolgen das Ziel, konsequent Verkehrsunfälle zu reduzieren.
Genauso wie die flächendeckende Überwachung des Straßenverkehrs hinsichtlich Verkehrsregeln und Tempolimits gehören Informations- und Aktionstage sowie Verkehrsbildung, etwa in der Bevölkerungsgruppe der Seniorinnen und Senioren sowie in Kitas und in Schulen, zu den Eckpunkten des Konzepts.
Neben Maßnahmen, die unter Federführung der Polizei stattfinden, führt die Kreisverwaltung verschiedenste Aktionstage im Landkreis durch, beispielsweise zu Themen wie Toter Winkel, Sichtbarkeit oder auch für die Bedürfnisse Junger Fahrerinnen und Fahrer.
Bei Interesse an der Durchführung einer Aktion zur Mobilitätsbildung wenden Sie sich gern per E-Mail an den Fachdienst Mobilität und Verkehrslenkung.
Sicher durch die dunkle Jahreszeit
Sicher durch die dunkle Jahreszeit
Landkreis Oberhavel und lokale Partner beugen mit der Aktion „Mehr Sicherheit durch Sichtbarkeit“ an der Havelland-Grundschule Zehdenick Unfällen vor.
Die Sonne geht später auf und früher unter, Nebel und Regen erschweren die Sicht. Herbst und Winter – die dunklen Jahreszeiten – bergen ein höheres Unfallrisiko. Wie wichtig es ist, im Straßenverkehr sichtbar zu sein, zeigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Mobilität und Verkehr des Landkreises Oberhavel am Mittwoch, 22.11.2023, Kindern an der Havelland-Grundschule in Zehdenick. Gemeinsam mit Beamten und Beamtinnen des Polizeireviers Gransee und Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Zehdenick verschenkten sie an Kinder, die auf dem Weg zur Schule zu dunkel gekleidet und deshalb im Straßenverkehr schlecht zu sehen waren, reflektierende Anhänger und Bänder des Landkreises.
„Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es enorm wichtig, gut sichtbar zu sein. Dunkel gekleidet sind Fußgänger oder Radfahrer für Fahrzeugführer erst aus circa 25 Metern Entfernung zu sehen, hell gekleidet aus circa 40 Metern“, weist Katja Herrmann, Dezernentin für Service, Mobilität und Sicherheit, eindringlich auf die Gefahren hin. „Reflektierendes Material sorgt dafür, dass man schon aus 140 Metern Entfernung sichtbar wird. Es erhöht die Sichtbarkeit und damit die Sicherheit enorm.“
In der ersten Schulstunde erklärten die Lehrerinnen und Lehrer den Kindern den Hintergrund der Aktion. Morgana Bütow, Schulleiterin der Havelland-Grundschule, wies darauf hin, dass zu Fuß oder auf dem Fahrrad in der Dunkelheit „das Unfallrisiko dreimal höher als am Tag ist. Kommen Regen, Schnee und Gegenlicht hinzu, ist das Risiko sogar zehnmal höher. Darum ist es uns wichtig, die Schülerinnen und Schüler für das Thema zu sensibilisieren.“ Zum Abschluss und als Erinnerung an die Aktion gestalteten die rund 270 Kinder gemeinsam eine Wandzeitung, auf der sie sich selbst in der dunklen Jahreszeit auf dem Weg zur Schule darstellten – natürlich mit heller und sichtbarer Kleidung. Im Anschluss wurde zum Nachlesen die Broschüre „Mehr Sicherheit durch Sichtbarkeit“ des Netzwerks Verkehrssicherheit Brandenburg verteilt.
Seit 2018 ruft das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg zur Beteiligung an den landesweiten „Tagen der Sichtbarkeit“ im November auf. Zahlreiche Partner führen für Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer aller Altersgruppen Aktionen durch. Der Landkreis Oberhavel hat sich schon mehrfach aktiv beteiligt – in diesem Jahr mit dem Fokus auf die Schulwegsicherheit.
Raus aus dem toten Winkel!
Raus aus dem toten Winkel!
Landkreis Oberhavel veranstaltet Aktionstag für mehr Verkehrssicherheit mit Schülerinnen und Schülern in Lehnitz
Was sehen Fahrerin oder Fahrer eines 40-Tonners oder eines Busses von der Umgebung? Wie ist ihre Perspektive beim Rechtsabbiegen? Siebtklässlerinnen und Siebtklässler der Oberschule Lehnitz nahmen am Dienstag, 14.05.2024, auf dem Fahrersitz Platz, um Antworten auf diese Fragen zu bekommen. Der Landkreis Oberhavel veranstaltete – mit Unterstützung der Abfallwirtschafts-Union AWU und der Oberhavel Verkehrsgesellschaft OVG – den Aktionstag „Toter Winkel“. Ziel war es, junge Menschen für die Gefahren im Straßenverkehr zu sensibilisieren. Auf dem Gelände der TÜV Rheinland Akademie in Lehnitz wurde für Schülerinnen und Schülern veranschaulicht, wie man sich auf dem Fahrrad oder als Fußgänger in der Nähe großer Fahrzeuge verhalten sollte.
Zum Aktionstag gehörten außerdem Mitmach-Stationen wie der Fahrsimulator der Verkehrswacht Oranienburg e. V. und der Fahrradparcours des ADFC Oranienburg e. V., auf dem die Schülerinnen und Schüler Geschicklichkeit und Koordination trainierten. Das Netzwerk Verkehrssicherheit Brandenburg und die Polizei unterstützten die Aktion, indem sie Fahrradwissen abfragten.
Thema des Aktionstages war auch Zeitmanagement, denn Hektik ist eine potenzielle Unfallgefahr. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Mobilität und Verkehr des Landkreises klärten deshalb über die Bedeutung von Zeitmanagement auf. Sie befragten die Jugendlichen auch zu ihren individuellen Schulwegen, um Gefahrenstellen zu lokalisieren und Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit zu treffen. Katja Hermann, Dezernentin für Service, Mobilität und Sicherheit, betonte, wie wichtig regelmäßige Verkehrserziehung ist: „Mobilitätsbildung ist ein kontinuierlicher Prozess. Es ist entscheidend, das Verkehrswissen regelmäßig und altersgerecht aufzufrischen. Unsere Aufgabe ist es, auf die Gefahren im Straßenverkehr hinzuweisen und so die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu erhöhen. Wir danken allen Mitwirkenden, die diesen Aktionstag unterstützt haben.“
Endlich in die Fahrschule und sicher unterwegs auf Oberhavels Straßen
Endlich in die Fahrschule und sicher unterwegs auf Oberhavels Straßen
Landkreis, Polizei, Verkehrswacht und Deutsches Rotes Kreuz veranstalten ersten Aktionstag für jugendliche Fahranfängerinnen und Fahranfänger
Praktische Verkehrserziehung ist eines der Instrumente, die der Landkreis für mehr Verkehrssicherheit auf Oberhavels Straßen umsetzt. Im gerade unterzeichneten Verkehrssicherheitskonzept, das Landkreis, Polizei und Landesbetrieb Straßenwesen gemeinsam realisieren, spielt sie neben Verkehrsüberwachung und baulich sicheren Straßen und Wegen eine zentrale Rolle. Ein besonderer Aktionstag fand am Mittwoch, 16.07.2025, am Strittmatter-Gymnasium in Gransee für rund 70 junge Menschen der Klassenstufe elf statt.
„Gerade hier bei uns im ländlichen Raum bedeutet der Führerschein für viele junge Menschen Unabhängigkeit. Aber junge Fahranfänger sind besonders gefährdet“, sagt Katja Hermann, Dezernentin für Service, Mobilität und Sicherheit, und verdeutlicht, warum sie im Fokus der aktuellen Verkehrssicherheitsaktion standen: „Obwohl sie nur etwa sechs Prozent der Bevölkerung ausmachen, verursachen sie mehr als 13 Prozent der Verkehrsunfälle. Besonders bei Unfällen mit Personenschaden liegt der Anteil der jungen Unfallverursacher sogar bei fast 16 Prozent. Deshalb ist es uns sehr wichtig, gezielt Prävention zu betreiben.“
Der Schultag für die Elftklässlerinnen und Elftklässler drehte sich deshalb ganz um die Sicherheit im Straßenverkehr – noch bevor sie ihren Führerschein in der Tasche haben. Die Polizeiinspektion Oberhavel schulte sie zu Unfallgeschehen und Unfallrisiken, während das Mobilitätsteam der Kreisverwaltung ein Quiz rund um Führerschein und Verhalten im Straßenverkehr anbot und Fahrsicherheitstraining und praktische Übungsstunden verloste.
Mit Fahrsimulatoren der Verkehrswacht Oranienburg e. V. testeten die 16- bis 17-Jährigen, wie sie auf Ablenkungen reagieren oder wie schnell sie in brenzligen Situationen handeln. Sie erlebten am Unfallsimulator, wie es sich anfühlt, in einem umgestürzten Fahrzeug zu sein und lernten, sich daraus zu befreien. Außerdem wurde gezeigt, wie man bei einem Unfall richtig handelt: Wie schützt man sich selbst? Wie stellt man ein Warndreieck auf? Und wie läuft eigentlich ein Notruf ab? Diese Fragen wurden anschaulich und interaktiv von Fachleuten der Kreisverwaltung erklärt.
Nicht zuletzt stand die Erste Hilfe im Mittelpunkt: Das Rote Kreuz Gransee vermittelte die wichtigsten Grundlagen, etwa die stabile Seitenlage und die Herzdruckmassage – lebensrettende Kenntnisse, die im Ernstfall den Unterschied machen können.
Speedweek: Für das Einhalten von Tempolimits sensibilisiert
Speedweek: Für das Einhalten von Tempolimits sensibilisiert
Polizei, Landkreis und Stadt Hennigsdorf kontrollierten gemeinsam an verschiedenen Orten in Oberhavel / Höchste gemessene Geschwindigkeit waren 112 Stundenkilometer auf der L 213 zwischen Freienhagen und Neuholland
Überhöhte Geschwindigkeit ist deutschlandweit Hauptursache für tödliche Verkehrsunfälle. Die Speedweek soll in den Fokus rücken, wie wichtig das Einhalten von Tempolimits ist. Mit verstärkten Radarkontrollen sollen Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sensibilisiert werden. Die Speedweek findet landesweit statt. Die Polizeidirektion Nord, der Landkreis Oberhavel und die Stadt Hennigsdorf haben die Aktion in dieser Woche gemeinsam durchgeführt. Innerhalb von zwei Tagen, am 05.08. und 06.08.2025, wurden die Geschwindigkeiten von mehr als 10.500 Fahrzeuge gemessen.
Gemeinsam mit dem Landkreis Oberhavel haben Verkehrspolizisten der Direktion Nord am Mittwoch in der Zeit von 07.00 Uhr bis 19.00 Uhr Geschwindigkeitskontrollen auf der Landesstraße 213 zwischen Nassenheide und Freienhagen durchgeführt. Mit der gemeinsamen Kontrolle setzten der Landkreis und die Polizeidirektion einen Teil des gemeinsamen Verkehrssicherheitskonzeptes um, das im März veröffentlicht wurde. Durch die Polizei wurden in Fahrtrichtung Neuholland 1.415 Fahrzeuge gemessen, insgesamt 42 Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer hielten die zulässige Geschwindigkeit von 70 Kilometer pro Stunde nicht ein. Spitzenreiter war ein Motorradfahrer, der mit 101 Stundenkilometer die Kontrollstelle passierte. Als er noch einmal umdrehte, um nach der Beschilderung zu schauen, hielten ihn die Beamten an. Mitarbeiter des Landkreises kontrollierten 3.120 Fahrzeuge auf derselben Strecke in Fahrtrichtung Freienhagen und registrierten 87 Verstöße gegen das Tempolimit, der höchste gemessene Wert lag hier bei 112 Kilometer pro Stunde.
Im Mittelpunkt steht für den Landkreis Prävention. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Diese Maßnahmen wirken. Unterstützt wurde der Landkreis auch von der Stadt Hennigsdorf bei der Geschwindigkeitsmessung in der Glienicker Karl-Liebknecht-Straße. Von den knapp 6.000 durchfahrenden Fahrzeugen überschritten hier 143 das Tempolimit – das höchste gemessene Tempo betrug 79 Stundenkilometer bei erlaubten 50. Fünf Autofahrerinnen und Autofahrer wurden an einem Tag gleich an mehreren der gemeinsamen Kontrollstellen mit überhöhter Geschwindigkeit gemessen.
Gemeinsames Verkehrssicherheitskonzept
Zum zweiten Mal haben der Landkreis Oberhavel und die Polizeidirektion Nord Mitte Juli 2025 ein Verkehrssicherheitskonzept erarbeitet. Das Ziel: Die Straßen in Oberhavel sollen für alle Menschen noch sicherer werden. Zu den Partnern dieser gemeinsamen Anstrengung gehört auch der Landesbetrieb Straßenwesen Region West. „Das Verkehrssicherheitskonzept unseres Landkreises und der Polizeidirektion Nord ist bereits nach einem Jahr ein Erfolgsprojekt. Die Statistik zeigt, dass sich 2024 auf Oberhavels Straßen weniger Verkehrsunfälle als je zuvor ereigneten“, sagte Alexander Tönnies bei der Unterzeichnung. „Insgesamt liegt das Risiko, auf unseren Straßen Schaden zu nehmen, gemessen an der Einwohnerzahl um mehr als 20 Prozent unter dem Landes- und auch dem Bundesdurchschnitt.“ Zu den Zielen des Konzepts gehört die konsequente Reduzierung von Verkehrsunfällen. Insgesamt wollen die Partner die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten im Straßenverkehr weiter reduzieren. Dazu wird der Straßenverkehr flächendeckend überwacht. Ziel ist, die Verkehrsteilnehmer dazu zu bewegen, sich konsequent an die Regeln, insbesondere an Tempolimits, zu halten. Zu den Instrumenten gehören Information und Verkehrserziehung. Regelverstöße nach Verkehrskontrollen und bei Geschwindigkeitsmessungen sollen schnell geahndet werden. Gemeinsam prüfen die Partner des Konzepts zudem, wie Straßen und Wege auch baulich sicherer gestaltet werden können. Und nicht zuletzt schärfen sie mit breiter Öffentlichkeitsarbeit das Bewusstsein für regelkonformes Verhalten bei den Menschen.
Das gesamte Konzept ist unter www.oberhavel.de/verkehr abrufbar.