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Tiergesundheit steht in Verantwortung des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes Oberhavel.

Veterinärwesen

Die Aufgaben im Bereich des Veterinärwesens umfassen die Tierseuchenbekämpfung in den Nutztierbeständen, den Handel mit Nutztieren oder Reiseverkehr mit Heimtieren genauso wie den Tierschutz, die Tierarzneimittelüberwachung oder auch die Tierkörperbeseitigung im gesamten Landkreis Oberhavel.

Achtung: Aufgrund der Vogelgrippefälle in mehreren Bundesländern hat das Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz eine Aufstallungspflicht für Geflügel angeordnet.

Das Geflügel ist dazu in geschlossenen Ställen oder in einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und mit einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung zu halten.

Wir weisen darauf hin, dass jede Geflügelhaltung dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Oberhavel anzuzeigen ist.

Diese Anzeige der Tierhaltung erfolgt unabhängig von der Anmeldung bei der Tierseuchenkasse! Diese muss separat erfolgen, da sie die Voraussetzung für eine Entschädigung im Tierseuchenfall darstellt.

Fragen richten Sie bitte an veterinaeramt@oberhavel.de oder an das Bürgertelefon des Landkreises: 03301/ 601 6222.

Aktuelles zur Geflügelpest

Die im Zusammenhang mit dem aktuellen Geschehen erlassene “Tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung - Anordnung zur Aufstallung von Geflügel“ können Sie hier im vollen Wortlaut nachlesen.

Ausführungen zum Thema Geflügelpest ("Vogelgrippe") sowie aktuelle Informationen sind auf den entsprechenden Seiten des Friedrich-Löffler-Institutes (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, zu finden. In der rechten Randspalte der Seite sind Hinweise in PDF-Format hinterlegt.

Weiterhin wurde durch das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt Oberhavel ein Merkblatt zur Newcastle Disease (Atypische Geflügelpest) erarbeitet.

Fragen und Antworten zur Aviären Influenza (AI, Geflügelpest) wurden hier für Sie zusammengestellt.

Die Kreisverwaltung hat eine Bürgertelefonnummer eingerichtet unter: 03301 601-6222

Stallpflicht für Geflügel: Vorsichtsmaßnahme gegen Verbreitung der Vogelgrippe

© Pixabay

Informationen zu besonderen Schutzmaßnahmen für Geflügelhalter im Landkreis Oberhavel

Die Verordnung über besondere Schutzmaßregeln in kleinen Geflügelhaltungen ist am 18.11.2016 in Kraft getreten. Wir möchten nochmal dringend auf die Schutzmaßnahmen hinweisen.

  • Neu ist, dass dass Geflügelhalter mit einem Tierbestand bis zu 100 Stück Geflügel Aufzeichnungen über verendete Vögel/Tag zu führen haben.
  • Tierhalter mit 10 bis 1.000 Stück Geflügel haben zusätzlich ein Register über die Anzahl der gelegten Eier/Tag zu führen. Diese Aufzeichnungen erfolgen zusätzlich zu den bisher vorge-schriebenen Aufzeichnungen im Bestandsregister (Datum Zu-/ Abgang, Art des Geflügels, Name und Anschrift des bisherigen/ künftigen Besitzers). Aufzeichnungen dieser Art dienen u. a. der Früherkennung der Geflügelpest, denn diese ist z. B. bei Hühnern gekennzeichnet durch eine hohe, plötzlich eintretende Todesrate und/ oder einen starken Rückgang der Legeleistung.
  • Prinzipiell sind die Zugänge zu den Tierbereichen gegen Zutritt fremder Personen und Fahrzeuge zu sichern, Ställe sind von betriebsfremden Personen nur mit betriebseigener Schutzkleidung/Einwegschutzkleidung zu betreten.
  • Benutzte Bekleidung wird nach dem Verlassen des Stalls unverzüglich abgelegt sowie gereinigt und desinfiziert bzw. unschädlich beseitigt (Einwegschutzkleidung). Ratsam ist hier die Positionierung der betriebseigenen Schutzkleidung (Kittel und Stiefel z. B.) direkt am Zugang zum Stall (z. B. in einer Gartenbox aus PVC für Sitzkissen aus dem Baumarkt). Diese Kleidung soll möglichst unmittelbar vor Zutritt zu den Stallbereichen angezogen werden, da das Influenzavirus mit der Luft übertragen werden kann und somit an außerhalb der Stallungen getragener Schutzkleidung anhaften kann.
  • Am Tierbereich muss eine Händewascheinrichtung sowie eine Einrichtung zur Desinfektion der Schuhe (Desinfektionswanne/ -matte) vorgehalten werden. Zur Händedesinfektion sind handelsübliche Desinfektionsmittel geeignet (viruzid oder wirksam gegen behüllte Viren). Diese kann man z. B. in der Apotheke oder in Drogeriemärkten erwerben.
  • Das Waschen und desinfizieren der Hände erfolgt unmittelbar vor Betreten des Stalls. Als Desinfektionsmittel der Wahl für die Desinfektion des Schuhwerks gilt der Wirkstoff Peressigsäure. Es können aber auch andere, gegen Viren wirksame Desinfektionsmittel verwendet werden. Eine Übersicht über zugelassene Desinfektionsmittel finden Sie unter: www.dvg.de (Bitte beachten Sie bei der Auswahl des Desinfektionsmittels ebenfalls das Temperaturspektrum, in dem dieses wirksam ist)
  • Für die Einrichtung einer entsprechenden Wanne eignen sich Mörtelkübel, haushaltsübliche Schüsseln/Wannen oder Ähnliches in ausreichender Größe und Tiefe. Der Schuh muss in voller Länge horizontal in der gesamten Profiltiefe eintauchen können. Eine Desinfektionsmatte kann man z. B. herstellen, indem man eine Schaumstoffmatte mit Desinfektionsmittel tränkt und dann auf einer wasserundurchlässigen Unterlage positioniert. Bitte beachten Sie bei der Einrichtung der Desinfektionsmatten/ -wannen auch, dass der Eintrag von Regen vermieden werden soll (Abdeckung) und dass Tiere das Desinfektionsmittel nicht aufnehmen können!
  • Hunde und Katzen sollten aus Stallungen mit Geflügel ferngehalten werden, da das Virus am Fell der Tiere anhaften kann und so möglicherweise in die Tierhaltungsbereiche gelangt.
  • Regelmäßig soll in Geflügelhaltungen eine Schadnager-bekämpfung durchgeführt werden, da Ratten und Mäuse neben Viruserkrankungen auch z. B. Salmonellen übertragen können.
  • Futter, Einstreu und Gerätschaften, die im Umgang mit dem Geflügel eingesetzt werden sind wie bisher für Wildvögel unzugänglich zu lagern.
  • Kontakte zu anderen Geflügelhaltungen sollten vermieden werden.

Aktuelles zur Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Aus aktuellem Anlass werden durch die Tierseuchenüberwachung des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes ein Informationsblatt für Jäger, ein Merkblatt zur ASP und ein mehrsprachiger Handzettel des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft zur Kenntnisnahme und Beachtung zur Verfügung gestellt.

Weitere Ausführungen zum Thema für Tierärzte, Landwirte und Jäger können auf den entsprechenden Seiten des Friedrich-Löffler-Institutes (FLI), dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit, eingesehen werden. Die Hinweise sind auch im PDF-Format in der rechten Randspalte der Internetseite des Institutes zu finden.

Tiergesundheit und Seuchenbekämpfung

Ziel ist es, einer Seucheneinschleppung in die gesunden Tierbestände vorzubeugen und entstandene Seuchenherde zu tilgen. Rinder-, Schweine-, Schaf- und Ziegenbestände werden hierfür amtlich kontrolliert. Dabei wird stichprobenartig das Blut der Tiere auf die jeweiligen Erreger untersucht.

Was habe ich als Tierhalter zu tun?

  • Melden Sie die Haltung von Rindern, Schweinen, Schafen, Ziegen, Pferden, Kaninchen, Geflügel und Bienen dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (unabhängig von der Anmeldung bei der Tierseuchenkasse Brandenburg). Wesentliche Änderungen im Tierbestand sind zeitnah mitzuteilen.
  • Kennzeichnen Sie Ihre Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen mit Ohrmarken. Je nach Größe Ihres Bestandes, ist ein Bestandsregister zu führen.
  • Melden Sie Veränderungen im Rinder- und Schweinebestand im Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere (HIT).
  • Pferde (Equiden) benötigen eine individuelle elektronische Kennzeichnung (Chip), einen Equidenpass und werden in einer Datenbank erfasst.

Im Rahmen der allgemeinen Veterinärverwaltung und Tierseuchenprophylaxe müssen Sie verschiedene Anträge stellen, um entsprechende Bescheinigungen oder amtstierärztliche Atteste zu erhalten. Dies betrifft zum Beispiel:

  • Seuchenfreiheitsbescheinigungen 
  • Amtstierärztliche Bescheinigungen und Attestierungen 
  • Entschädigungsanträge bei Tierseuchen
  • Anträge auf Wandergenehmigungen für Schäfer und Imker 
  • Anträge auf Genehmigungen für Veranstaltungen mit Tieren

Bitte beachten Sie:
Besteht der Verdacht auf eine Tierseuche, müssen Sie unverzüglich das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt informieren! 

Weitere Informationen und Formulare finden Sie im Folgenden:

Zum neuen HIT-generierten Untersuchungsantrag können Sie sich hier informieren.

Informationen zur Amerikanischen Faulbrut bei Bienenvölkern sind in einem Merkblatt zusammengestellt.

Handel mit Nutztieren

Tiertransporte innerhalb der Europäischen Union (EU) und in oder aus Drittländern unterliegen bestimmten veterinärrechtlichen Vorschriften. Es dürfen nur Tiere verladen und transportiert werden, die den tierseuchenrechtlichen Bestimmungen des Einfuhrstaates entsprechen und die tierschutzrechtlichen Anforderungen an die Transportfähigkeit erfüllen.

Welche Bedingungen sind zu erfüllen? 

Zeigen Sie Tiertransporte 72 Stunden vor der Verladung dem Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt schriftlich mit den folgenden Angaben an:

  • Termin, Ort und Zeit der Verladung
  • Art, Zahl und Kennzeichnung (Ohrmarkennummern) der Tiere
  • Name und Anschrift des Empfängers
  • Amtliches Kennzeichen des Transportfahrzeuges
  • Nachweis der geforderten tierseuchenrechtlichen Untersuchungen 

Reiseverkehr mit Heimtieren

Für den Reiseverkehr mit Heimtieren wie Hunden, Katzen und Frettchen gelten strenge Vorschriften, um eine Einschleppung und Verbreitung von Tollwut zu vermeiden. Tollwut ist tödlich für Mensch und Tier! Die Anforderungen an den Gesundheitsstatus der Tiere richten sich grundsätzlich nach der Tollwutsituation im Herkunfts- oder Bestimmungsland.

Was muß ich beachten?

Für Reisen innerhalb der Europäischen Union (EU) muss Ihr Tier dauerhaft durch Mikrochip oder übergangsweise mittels Tätowierung gekennzeichnet sein und über eine wirksame Tollwutschutzimpfung verfügen. Die Kennzeichnung und die Impfungen müssen im EU-Heimtierpass eingetragen sein, der auf der Reise mitgeführt werden muss.

Bei der Ein- oder Wiedereinreise in die EU, auch nach Deutschland, richten sich die Anforderungen nach der Tollwutsituation des Herkunftsdrittlandes und der des Bestimmungsmitgliedsstaates in der EU. Genaue Hinweise etwa zu notwendigen Impfungen sollten Sie rechtzeitig vor Antritt Ihrer Reise bei den jeweiligen Botschaften der Nicht-EU-Länder einholen. 

Weitere Informationen zum Thema Reiseverkehr mit Heimtieren erhalten Sie hier:

Tierschutz

Um eine artgerechte Haltung aller Wirbeltiere zu gewährleisten wird die Einhaltung des Tierschutzgesetzes überwacht und kontrolliert. Zu den Aufgaben im Bereich Tierschutz gehören:

  • Erteilung einer Erlaubnis nach § 11 des Tierschutzgesetzes nach (positiver) Prüfung des Antrages und aller Voraussetzungen
  • Kontrolle von Landwirtschaftsbetrieben, Zoohandlungen, Tierparks, Zirkussen, Tierheimen und -pensionen, Reit- und Fahrbetrieben
  • Bearbeitung von Anzeigen von nicht artgerechter Tierhaltung und gegebenenfalls Ahndung von Verstößen
  • Überwachung von Veranstaltungen und Ausstellungen mit Tieren
  • Kontrolle von Tiertransporten

Welche Angaben werden bei der Anzeige von Verstößen benötigt?

Möchten Sie den Verdacht einer nicht artgerechten Tierhaltung melden oder haben Anlass zur Beschwerde, werden folgende Angaben benötigt:

  • Name und Anschrift des Beschwerdeführers
  • Name und Anschrift des Beschuldigten
  • Tag, Uhrzeit und Ort des vermuteten Verstoßes
  • Art des Verstoßes (möglichst genaue Beschreibung, eventuell Fotos)
  • Benennung von weiteren Zeugen  

Weitere Informationen zum Thema Tierschutz finden Sie beim Minsterium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.

Verkehr mit Tierarzneimitteln

Im Sinne des gesundheitlichen Verbraucherschutzes wird der Einsatz von Tierarzneimitteln bei Nutztieren überwacht, aus denen Lebensmittel gewonnen werden. Der Arzneimitteleinsatz darf weder hygienische Mängel in der Tierhaltung kompensieren noch illegal erfolgen. Genau wie der Mensch hat auch das Tier Anspruch auf eine wissenschaftlich fundierte und sichere Versorgung mit Arzneimitteln.

Um die Risiken möglichst gering zu halten, muss gemäß Arzneimittelgesetz über den Verbrauch von Arzneimitteln bei den Nutztieren Buch geführt werden. Je nach Medikament müssen anschließend bestimmte Wartezeiten eingehalten werden, bevor das Fleisch der behandelten Tiere in die Lebensmittelkette gelangen darf.

Wie wird das überwacht?

Das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt führt bei Landwirten, Tierärzten und Tierheilpraktikern angekündigte und unangekündigte Kontrollen durch, um den sachgerechten Umgang mit Arzneimitteln zu überprüfen und Rückstände in der Nahrung zu verhindern.

Weitere Informationen zur Tierarzneimittelüberwachung finden Sie auch auf der Seite des Ministerium der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg.

Achtung! Aus aktuellem Anlass weisen wir darauf hin, dass auf der über diesen Link zu erreichenden Seite des Ministeriums der Justiz und für Europa und Verbraucherschutz jetzt auch Informationen zur HIT-Antibiotika-Datenbank zu finden sind. Unter "Downloads" (rechte Spalte) stehen "Fragen und Antworten zur 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes (AMG)" sowie die Musterformulare "Anzeige Dritter nach § 58 Abs. 4 AMG" und "Schriftliche Versicherung gemäß § 58 b Abs. 2 Satz 2 Nr. 2 AMG" zur Einsicht und Verwendung zur Verfügung.

Zur Arbeitserleichterung kann das hier als Beispielseite eingestellte Blatt für ein Bestandsbuch mit Erfassung des Einsatzes von Tierarzneimitteln bei Lebensmittel liefernden Tieren genutzt werden.

Tierkörperbeseitigung

Sind Tiere verendet, getötet oder tot geboren worden, müssen sie schnell und unschädlich beseitigt werden, da sie die Gesundheit der Tierbestände und die Gesundheit des Menschen gefährden.

Nutztiere
müssen über die Tierkörperbeseitigungsanstalt entsorgt werden (gemäß dem Tierische Nebenprodukte-Beseitigungsgesetz). Die Pflicht zur Beseitigung wurde im Land Brandenburg, also auch im Landkreis Oberhavel, an die SecAnim GmbH übertragen. Die Anmeldung zur Abholung der Tierkörper richten Sie an:

Telefon:  03561 684-611
Telefon:  03561 684-612
Fax:  03561 684-620
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Heimtiere wie Hunde und Katzen können in Abhängigkeit von der jeweiligen Ortssatzung der Stadt oder Gemeinde auf dem eigenen Grundstück ausreichend tief (mindestens 50 Zentimeter) vergraben werden. Das Grundstück darf sich jedoch nicht in einem Wasserschutzgebiet befinden.

Weitere Informationen zum Thema Tierkörperbeseitigung erhalten Sie hier:

 

            

Direkt für Sie da

Uta Gallitschke
Fachbereich Umwelt, Landwirtschaft und Verbraucherschutz
Fachdienstleiterin Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, Amtstierärztin
Dienstsitz: Karl-Marx-Platz 1
16775 Gransee
Postanschrift: Adolf-Dechert-Straße 1
16515 Oranienburg

Telefon: 03301 601-6230
Fax: 03301 601-6249
E-Mail: Veterinaeramt@oberhavel.de
Kontaktformular
Die Kontaktperson zum jeweiligen Aufgabengebiet entnehmen Sie bitte der folgenden Übersicht:

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