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Familienglück

Im Landkreis tut sich was!

Die Energiewende ist in vollem Gange und jeder ist bemüht, seinen Beitrag zur Reduzierung des Kohlendioxid-Austoßes zu leisten. Wirklich jeder? Was tragen eigentlich die Kommunen dazu bei und was macht das Unternehmen, das den meisten Strom im Ort verbraucht? Hier finden Sie immer wieder neue Beispiele, was im Landkreis bereits umgesetzt wurde. Erfahren Sie, wo in Ihrer Nachbarschaft aktiv Energie gespart und das Klima geschützt wird. Entdecken Sie interessante Projekte, wertvolle Kooperationen und innovative Ideen auf dem Weg, die Energiewende in unserer Region voranzubringen. Lassen Sie sich begeistern und machen Sie mit!

Energieeffiziente Gebäude

Plusenergie-Grundschule Niederheide, Hohen-Neuendorf

Das Energiekonzept der Schule basiert auf einer Minimierung des Bedarfs durch eine energetisch optimierte Gebäudehülle, einer sparsamen und effizienten Gebäudetechnik sowie der Nutzung lokal verfügbarer und regenerativer Energiequellen (Photovoltaik-Anlage und Pellet-BHKW). Der Baukörper wurde klassisch mit drei Kämmen errichtet. Die beidseitige Belichtung der zweigeschossigen Gebäudeflügel ist ein wichtiges Element der Gebäudekonzeption. Die natürliche Belichtung wird durch innovative Materialien wie zum Beispiel lichtlenkende Gläser auf reflektierende Flächen verstärkt, um den künstlichen Energieeinsatz für die Beleuchtung zu minimieren und eine optimale Beleuchtungsstärke auch in der Raumtiefe zu gewährleisten. Sensoren, moderne LED-Leuchten und dimmbare Langfeldleuchtstofflampen sichern eine raumtiefenabhängige Lichtsteuerung.

Im Gebäude wurden maschinelle und natürliche Lüftungsmaßnahmen in einem hybriden Raumlüftungskonzept kombiniert. Sie werden entsprechend den Nutzungs- und Außenluftbedingungen gesteuert, wobei die natürliche Belüftung vorrangig ist. Die Lüftungsgeräte sind dezentral angeordnet. Es gibt keine spezifischen Kühlmechanismen, eine Grundidee der Schule. Die massiven Geschossdecken dienen als thermische Speicher und vermeiden sommerliche Überhitzung.

Die Grundschule erhielt als erste Schule die Auszeichnung das Zertifikat in Gold nach dem Bewertungssystem für Nachhaltiges Bauen (BNB) und ist Pilotprojekt in der Förderinitiative "Energieeffiziente Schulen". Sie ist Preisträger im Bundeswettbewerb "Kommunaler Klimaschutz 2013".

Weiterführende Informationen finden Sie hier.

Plusenergie-Grundschule Niederheide.

© Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

Mobilität

Stromtankstelle Ziegeleipark Mildenberg, Zehdenick

Ladestation im Ziegeleipark Mildenberg.

© Regionale Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel

Am 29.04.2014 wurde die Stromtankstelle im Ziegeleipark Mildenberg feierlich eingeweiht. Damit stehen vier abschließbare Park- und Ladeplätze für Elektrofahrräder- und roller zur Verfügung. Für Elektroautos gibt es zwei Ladeports mit verschließbarem Ladestecker mit maximaler Gesamtlast von elf Kilowatt. Die Ladezeit für 45 Kilometer Fahrleistung beträgt circa eine Stunde. Eine Photovoltaik-Anlage mit Netzanbindung und einer installierten Leistung von 37 KWp erzeugt den Ladestrom. Zu den Öffnungszeiten des Ziegeleiparks kann kostenlos Strom getankt werden. Das Projekt wurde durch die Stadtwerke Zehdenick GmbH und die WInTO GmbH realisiert. Die Ladestation liegt direkt am Radfernweg Berlin-Kopenhagen – so wie weitere zwölf Ladestationen zwischen Hennigsdorf und Fürstenberg.

Mobil mit Strom und Erdgas – Stadtwerke Oranienburg gehen mit gutem Beispiel voran

E-Smart der Stadtwerke Oranienburg GmbH.

© Stadtwerke Oranienburg GmbH

Seit Oktober 2013 sind zwei Mitarbeiter der Stadtwerke Oranienburg im Außendienst elektrisch unterwegs. Die Elektroautos der Marke Smart haben eine Reichweite von 140 Kilometer und sind damit ideal für Fahrten im Stadtgebiet. Darüber hinaus besitzen die Stadtwerke ein Elektrofahrrad für Angestellte, das zu Aktionen der Stadtwerke gern getestet werden kann.

Um auch weitere Entfernungen klimafreundlich zu erreichen, rüsten die Stadtwerke Oranienburg nach und nach ihre Flotte auf neue Erdgasautos um. Denn gegenüber einem mit fossilem Brennstoff betriebenem Fahrzeug sind die Emissionswerte eines Erdgasfahrzeugs um bis zu 25 Prozent niedriger. Seit November 2014 zählen die Stadtwerke 23 Fahrzeuge, die mit Erdgas betrieben werden. Damit leisten sie täglich einen Beitrag für den Umweltschutz in unserer Region.

Klimaschutzkonzept - Kommunen werden aktiv

In den vergangenen zehn Monaten konnten Sie an dieser Stelle Näheres über die Klimaschutzkonzepte des Regionalen Wachstumskerns Oranienburg-Hennigsdorf-Velten (RWK O-H-V), der Stadt Hohen Neuendorf und der Gemeinde Birkenwerder erfahren. Sie konnten nachlesen, wie aktiv die Stadt Kremmen und die Gemeinden Oberkrämer und Glienicke/Nordbahn im Rahmen ihrer kommunalen Energiekonzepte werden.

Aber auch der Norden unseres Landkreises macht sich schon lange für den Klimaschutz stark. Neben kommunalen Klimaschutzkonzepten bildet die energetische Stadtsanierung eine weitere wichtige Säule, energiesparende Maßnahmen vor Ort umzusetzen und das nicht nur am einzelnen Gebäude sondern im Gesamtkontext eines ganzen Quartiers. Dabei werden Anforderungen an die energetische Gebäudesanierung, effiziente Energieversorgungssysteme und der Ausbau erneuerbarer Energien mit demografischen, ökonomischen, städtebaulichen und wohnungswirtschaftlichen Fragestellungen verknüpft.

Region Oberhavel Nord

Als Mittelzentrum in Funktionsteilung Gransee-Zehdenick unter Einbeziehung der Stadt Fürstenberg/Havel haben sich die drei Partner frühzeitig mit dem Thema auseinandergesetzt. Bereits im Juli 2010 konnte das Integrierte Klimaschutzkonzept für die Region Oberhavel Nord präsentiert werden. Um das langfristige Ziel der Zero-Emission zu erreichen, wurden Potenziale umfangreich untersucht und umsetzbare Projekte herausgearbeitet. Zudem wurde ein Konzept für ein flächen- und ressortbezogenes Nutzungs- und Umsetzungsmanagement für das Planungsgebiet erstellt. Erfahren Sie hier mehr über die Klimaschutzaktivitäten der Region Oberhavel Nord.

Energetische Stadtsanierung Gransee "Quartier Stadtmitte"

Das strategische Ziel der Stadt Gransee ist, langfristig einen hohen Anteil kostengünstiger bzw. preiswerter und preisstabiler Energieträger in das System der Wärmeversorgung zu integrieren. Im ersten Schritt soll die Wärmeversorgung für das Amtsgebäude sowie die in der Baustraße sanierten Gebäude sichergestellt werden. In den darauf folgenden fünf bis 15 Jahren sollen die Gebäude der GEWO und der Stadt durch eine Wärmeleitung verbunden werden. Perspektivisch können sich auch private Hauseigentümer im Quartier an die zukunftsfähige und preiswerte Wärmeversorgungslösung anschließen und eine effiziente Wärmeversorgung installieren.

Das ausführliche Konzept aus Dezember 2013 können Sie hier nachlesen.

Energetisches Quartierskonzept Fürstenberg/Havel "Altstadt und Zehdenicker Straße"

Mit dem energetischen Quartierskonzept für die Altstadt und die Zehdenicker Straße will die Stadt Fürtenberg/Havel Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und zur Steigerung der regenerativen Energieerzeugung aufzeigen. Dabei wurden die Bereiche Energieversorgung, Gebäude, Straßenbeleuchtung und Mobilität genauer betrachtet. Größtes Einsparpotential hat die energetische Optimierung aller Gebäude, während die Mobilität nur in einem gesamtstädtischen Ansatz betrachtet werden kann. Ein Quartier allein bietet hier kaum Potential.

Auszüge aus dem Konzept vom 10.02.2014 können Sie hier nachlesen.

            
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Kathleen Schuchardt
Fachbereich Bauordnung und Kataster
Sachbearbeiterin Kreisentwicklung/Kreiswegewart
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