Beteiligung zum Nahverkehrsplan für den Landkreis Oberhavel (2027 – 2031)
Die Kreisverwaltung hat den neuen Nahverkehrsplan für den Zeitraum 2027 – 2031 im Entwurf fertiggestellt und lädt zur öffentlichen Beteiligung ein.
Die Kreisverwaltung für den Landkreis Oberhavel besteht aus vielen verschiedenen Fachbereichen, die unterschiedlichste Themen bearbeiten. Das Thema Mobilität liegt in der Kreisverwaltung Oberhavel in der Verantwortung des Fachbereiches Mobilität und Verkehr. Der ÖPNV mit dem Nahverkehrsplan als Planwerk ist eines der Spezialgebiete von Mobilität. Seit dem Frühjahr dieses Jahres hat der Fachbereich Mobilität und Verkehr am neuen Nahverkehrsplan gearbeitet und lädt nun die Bevölkerung zu einer öffentlichen Beteiligung ein. Nach der Beteiligung soll der Beschluss des neuen Nahverkehrsplans durch den Kreistag erfolgen.
Beteiligung beginnt mit Information. Daher werden alle wichtigen Inhalte kurz und bündig dargestellt. Das vollständige Dokument zum Entwurf des Nahverkehrsplan 2027 – 2031 für den Landkreis Oberhavel kann ebenfalls heruntergeladen werden. Wie man sich beteiligen kann, steht am Ende dieser Seite. Die endgültige Beschlussfassung des Nahverkehrsplans inklusive eines Berichts zu den eingereichten Rückmeldungen wird auf der Webseite des Landkreises zum ÖPNV veröffentlicht.
Der Nahverkehrsplan beschreibt, wie sich der kommunale ÖPNV im Landkreis Oberhavel in den nächsten Jahren entwickeln soll. Er legt fest:
- Ziele für den öffentlichen Nahverkehr (für diese Webseite gleichzusetzen mit ÖPNV),
- Maßnahmen, um Busse und Bahnen zu verbessern,
- Rahmenbedingungen, die berücksichtigt werden müssen.
Der Nahverkehrsplan für den Landkreis Oberhavel ist für fünf Jahre gültig. Der neue Nahverkehrsplan wird vom 01.01.2027 bis zum 31.12.2031 gültig sein. Etwa sechs bis neun Monate vor Ablauf der fünf Jahre wird der Plan überprüft und angepasst. Das wird das nächste Mal wahrscheinlich im Frühjahr 2031 gemacht werden.
Die aktuelle Überprüfung führte zu folgendem Ergebnis:
Der ÖPNV im Landkreis Oberhavel erfüllt bereits viele Anforderungen. Jedes Jahr kommen neue Anforderungen und Bedürfnisse dazu, beispielsweise an Barrierefreiheit, Taktung und Frequenz sowie die Netzabdeckung. Für den Nahverkehrsplan 2027 – 2031 hat der Fachbereich Mobilität und Verkehr die Anforderungen sortiert und in konkrete Maßnahmen übersetzt. Mit der Umsetzung des Plans werden die Weichen gestellt, um:
✔ Herausforderungen wie Finanzierung und Barrierefreiheit anzugehen,
✔ den Nahverkehr zukunftssicher und für alle nutzbar zu machen sowie
✔ das Angebot weiter zu verbessern.
Warum gibt es den Nahverkehrsplan?
Das Land Brandenburg organisiert den Regional- und Schienenverkehr. Dafür wird ein Landesnahverkehrsplan erstellt. Der Landkreis Oberhavel ist für die Planung des Busverkehrs zuständig. Es wird geschaut: Wo wird ein Bus gebraucht? Wo treffen Bus und Bahn aufeinander und wie kann das organisiert werden? Und was kostet das? Das steht im Nahverkehrsplan des Landkreises Oberhavel. Beide Angebote sollen gut aufeinander abgestimmt sein.
Wenn der Kreistag den Nahverkehrsplan für Oberhavel beschlossen hat, übergibt die Kreisverwaltung diesen Plan an das Verkehrsunternehmen Oberhavel Verkehrsgesellschaft (OVG) damit sie ihn mit ihren Bussen umsetzen kann.
Der Nahverkehrsplan hilft dabei,
- die Mobilität im Landkreis langfristig zu sichern,
- den ÖPNV an neue Entwicklungen anzupassen,
- ein gutes und abgestimmtes Angebot für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten.
Rahmenbedingungen: Was beeinflusst den ÖPNV?
Damit der ÖPNV den Bedürfnissen der Menschen entspricht, berücksichtigt der Landkreis verschiedene Entwicklungen:
- Bevölkerung
Im Landkreis Oberhavel leben rund 218.000 Menschen. Die meisten wohnen im Süden und näher bei einander. Im Norden sind die Entfernungen zwischen den Orten größer, dort leben weniger Menschen.
Insgesamt steigt die Einwohnerzahl seit Jahren – der ÖPNV muss sich daher unter anderem an neue Wohngebiete, Lernorte und Arbeitsstätten anpassen.
- Schulen und Bildung
Schulen sind für die Planung des Busverkehrs besonders wichtig. Nicht nur, weil viele Schülerinnen und Schüler den ÖPNV für ihren Schulweg nutzen, sondern auch, weil das gesetzlich geregelt ist. Es gibt unter anderem das Schulgesetz des Landes Brandenburg und das Personenbeförderungsgesetz, aus dem sich bestimmte Satzungen und Verträge ableiten lassen. Veränderungen bei Schulstandorten oder Schülerzahlen können Anpassungen der Buslinien erfordern. In Zusammenarbeit mit Schulen und Verkehrsunternehmen stimmt der Landkreis entsprechend Schulzeiten und Fahrpläne aufeinander ab, um Wartezeiten zu verkürzen.
- Arbeit und Pendeln
Viele Menschen fahren täglich mit Bus und Bahn zur Arbeit. Besonders enge Pendelverbindungen gibt es zwischen dem Landkreis Oberhavel und Berlin sowie zu Arbeitsstandorten wie Oranienburg, Hennigsdorf, Velten und Hohen Neuendorf. Ein gut abgestimmtes ÖPNV-Angebot ermöglicht zuverlässige und direkte Fahrten.
- Wirtschaft
Der Landkreis Oberhavel ist für das Land Brandenburg ein wichtiger Wirtschaftsstandort. Viele Unternehmen und Gewerbegebiete liegen in der Nähe von Bahnstrecken und zentralen Orten. So können die Unternehmen selbst gut arbeiten und gleichzeitig sind sie für Arbeitskräfte gut erreichbar. Bei der Entwicklung neuer Gewerbegebiete wird geschaut, welche Flächen es gibt und ob sie bereits jetzt oder in Zukunft gut an den ÖPNV angebunden werden können.
- Freizeit und Tourismus
Der Landkreis bietet viele Ausflugsziele, Rad- und Wanderwege sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Besonders die Seenlandschaften im Norden ziehen Besucher an. Der ÖPNV soll diese Ziele bequem und umweltfreundlich erreichbar machen.
- Gesundheitsversorgung
Krankenhäuser und medizinische Einrichtungen sind wichtige Alltagsziele. Ihre gute Erreichbarkeit mit dem ÖPNV ist besonders wichtig. Der Landkreis passt das ÖPNV-Angebot an, wenn sich Klinikstandorte verändern.
Eine Bestandsaufnahme zum heutigen ÖPNV-Angebot
Der Landkreis Oberhavel bietet aktuell ein vielfältiges ÖPNV-Angebot:
Bahnverkehr
- Anbindung an Regional- und S-Bahn-Verkehr (zum Beispiel über den Bahnhof Oranienburg mit Anschluss an den Fernverkehr).
- Verbindungen nach Berlin und in die umliegenden Regionen.
- Geplanter Ausbau: zusätzliche S-Bahn-Verbindungen und Verbesserungen auf Bahnstrecken.
Busverkehr
- Ein Busnetz verbindet Städte, Gemeinden und Ortsteile im gesamten Landkreis.
- Im Süden: dichte und regelmäßige Taktverkehre.
- Im Norden: Angebot orientiert sich stärker am Schulverkehr (außerhalb der Schulzeiten seltener Fahrten).
- In der Sommersaison sind touristische Ziele zu beachten.
Flexible Angebote
- Rufbus MOHVER: Für Fahrgäste im ländlichen Raum. Fahrten werden nach Anmeldung flexibel geplant. Der MOHVER ist bereits in den Gebieten des Amtes Gransee sowie der Region Stadt Fürstenberg/Havel verfügbar.
- Auf einzelnen Linien: Rufbusse, die nur bei Bedarf eingesetzt werden.
Barrierefreiheit
- Der überwiegende Teil der Busse und Bahnstationen ist barrierefrei.
- Haltestellen werden schrittweise weiterhin barrierefrei ausgebaut.
Fahrkarten und Informationen
- Es gilt der Tarif des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), inklusive Deutschlandticket.
- Fahrkarten sind digital (zum Beispiel über Apps) oder vor Ort (Automaten, Busse) erhältlich.
- Aktuelle Fahrpläne und Störungsmeldungen sind digital und als Ausdrucke verfügbar.
Ziele: Wohin soll sich der ÖPNV entwickeln?
Mobilität ist ein zentraler Bestandteil des Alltags und ein Grundbedürfnis der Menschen. Der Landkreis Oberhavel sieht den ÖPNV als wichtigen Baustein für ein modernes, bedarfsgerechtes und nachhaltiges Mobilitätsangebot und für eine langfristige Alternative zum Auto. Gleichzeitig steht die Gestaltung von Mobilität vor großen Herausforderungen: Sie muss wirtschaftlich tragbar, sozial gerecht und klimafreundlich sein. Diese Ziele ergeben sich auch aus dem Gesetz über den öffentlichen Personennahverkehr im Land Brandenburg (ÖPNV-Gesetz).
Der ÖPNV im Landkreis Oberhavel soll ein durchgängiges Angebot bieten – egal, ob man Bus oder Bahn nutzt, in Gebieten mit vielen Fahrgästen oder in ländlichen Räumen, im Schülerverkehr oder an Verknüpfungspunkten mit anderen Verkehrsmitteln.
Bei allen Bauprojekten für Straßen oder Verkehrsmittel wird geprüft, wie sie sich auf Busse, Bahnen, Fahrräder und Fußgänger auswirken. Der Landkreis Oberhavel möchte so erreichen, dass alle Menschen gut leben können – egal, welches Verkehrsmittel sie nutzen. Gleichzeitig sollen das Klima geschützt und der Verkehr sicherer werden.
Der Landkreis Oberhavel möchte, dass Busse langfristig ohne schädliche Emissionen fahren. Dafür sollten die Kosten auf Bund, Land Brandenburg und Landkreis verteilt werden. Auch wenn die finanziellen Mittel begrenzt sind, sollen die Fortschritte der letzten Jahre erhalten bleiben und die Mobilität für alle zuverlässig bleiben. So soll der ÖPNV im Landkreis zukunftssicher, bedarfsgerecht und umweltschonend werden.
Kurz und knapp:
- zuverlässig ist – pünktliche und planmäßige Fahrten.
- flächendeckend bleibt – möglichst viele Orte erreichen.
- gut vernetzt ist – Busse und Bahnen passen zueinander, Umstiege sind einfach.
- klimafreundlich wird – umweltverträgliche Mobilität fördern.
- für alle nutzbar ist – barrierefrei und bezahlbar.
Qualitätsstandards: Wie soll der ÖPNV organisiert sein?
Um die Ziele zu erreichen, gelten folgende Standards:
Verknüpfung der Verkehrsmittel
- Da, wo es geht, sollen Bus und Bahn mit möglichst kurzen Wartezeiten aufeinander abgestimmt sein.
- An Bahnhöfen und Haltestellen: ausreichend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Autos.
Schülerbeförderung
- Schülerinnen und Schüler sollen möglichst mit regulären Buslinien befördert werden.
- Sonderverkehre nur, wenn notwendig.
- Unterrichtszeiten und Fahrpläne werden aufeinander abgestimmt.
Barrierefreiheit
- Fahrzeuge, Haltestellen und Fahrgastinformationen werden weiterhin schrittweise barrierefrei gestaltet.
- Zusammenarbeit mit Kommunen, Verkehrsunternehmen und Interessenvertretungen.
Haltestellen und Fahrzeuge
- Haltestellen sollen gut ausgestattet, sicher und leicht nutzbar sein (zum Beispiel mit Sitzmöglichkeiten und Fahrgastinformationen).
- Moderne, barrierefreie Fahrzeuge mit hohem Komfort.
Fahrkarten und Fahrgastinformation
- Fahrkarten digital und vor Ort erhältlich.
- Aktuelle Informationen zu Fahrplänen, Verspätungen oder Störungen einfach und schnell verfügbar (zum Beispiel über Apps oder digitale Anzeigen).
Service und Qualität
- Hohe Betriebsqualität, funktionierendes Beschwerdemanagement und gut geschultes Personal
Herausforderungen: Wo gibt es noch Verbesserungsbedarf?
Der ÖPNV im Landkreis funktioniert insgesamt gut. Dennoch gibt es Bereiche, die verbessert werden müssen:
- Erreichbarkeit: In einigen Wohngebieten kann man den ÖPNV noch nicht gut nutzen. Das liegt oft daran, dass in vielen Siedlungen, die nicht in der Nähe von Haltestellen liegen, nur so wenige Menschen wohnen oder arbeiten., dass eine regelmäßige Anbindung mit Bussen zu teuer ist. Ein weiterer Grund ist, dass die Straßen oft nicht breit genug für den Einsatz von Bussen sind.
- Schulverkehr: Bei der Beförderung von Schülerinnen und Schülern gibt es immer wieder ähnliche Probleme: Entweder es gibt nicht genug Busfahrer und Busse, um alle Menschen zu befördern, oder es gibt nicht genug Menschen, die mit einem Bus befördert werden möchten. Beispiele dafür sind:
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- Oft gibt es zu wenig Platz in den Bussen, besonders morgens, wenn alle gleichzeitig in die Schule fahren wollen.
- Einige Schule haben ganz eigene Schulanfangs- und Endzeiten, oder auch die Anbindung an den Hort, so dass der Schulverkehr nicht im Fahrplan untergebracht werden kann.
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- Barrierefreiheit: Fahrzeuge erfüllen bereits die Anforderungen, aber der barrierefreie Ausbau der Haltestellen muss vorangetrieben werden.
- Finanzierung: Das Deutschlandticket führt zu steigenden Fahrgastzahlen, aber auch zu sinkenden Einnahmen aus Einzelkarten. Bei mehr Fahrgästen wäre es manchmal besser, mehr Busse einzusetzen. Wenn man jedoch weniger Tickets verkauft und damit weniger Geld verdient, ist das schwierig zu planen und zu bezahlen. Eine langfristig gesicherte Finanzierung bleibt eine Herausforderung.
Geplante Maßnahmen: Wie muss sich der ÖPNV verändern?
Um die Ziele für die Jahre 2027 bis 2031 zu erreichen, muss sich das Angebot des ÖPNV verändern. Der Landkreis Oberhavel möchte dabei ein attraktives ÖPNV-Angebot beibehalten und gleichzeitig sicherstellen, dass die jährlichen Kosten stabil und planbar sind und die finanziellen Möglichkeiten nicht überschreiten. Im Jahr 2027 kann der Landkreis 15,7 Millionen Euro bezahlen. Dieser Betrag soll sich jährlich um 2,5 Prozent erhöhen, um die Inflation auszugleichen.
Für die Planung des ÖPNV-Angebots muss sich der Landkreis Oberhavel an bestimmten Stellen immer wieder entscheiden. Man hat nur begrenzt Geld zur Verfügung. Die Kosten für den ÖPNV steigen jedoch jedes Jahr. Trotzdem will man ein gutes Angebot liefern, das gesetzliche Vorgaben und Standards einhält. Das führt dazu, dass man genau überlegen muss, welches Angebot für welchen Teil des Landkreises und die dort lebenden Menschen notwendig, geeignet und auch bezahlbar ist. Manchmal muss man sich dafür entscheiden, ein bestimmtes Angebot nicht mehr machen zu können und Linien zu streichen, damit andere Angebote bleiben können.
In der Planung des Angebots für 2027 und die folgenden Jahre sind das die Prioritäten:
- Der Schülerverkehr soll möglichst unverändert bleiben.
- Linien, die stark genutzt werden, sollen ebenfalls weitestgehend erhalten bleiben.
- An wichtigen Tagen wie Schultagen sollen die Linien möglichst vollständig fahren. Kürzungen sollen vor allem an weniger wichtigen Tagen wie Ferientagen, Samstagen, Sonn- und Feiertagen vorgenommen werden.
- Linien oder Fahrten wurden gestrichen, wenn es ein alternatives Angebot durch die Bahn oder andere Busse gibt oder wenn die Mindestanforderungen für die Erschließung nicht mehr erfüllt wurden.
- Linien oder Fahrten mit geringer Nachfrage wurden entweder gestrichen oder durch flexible Busse ohne festen Fahrplan, wie den MOHVER, ersetzt. Bis 2031 soll der Einsatz des MOHVER im gesamten Landkreis deutlich zunehmen.
Um das umzusetzen, sind folgende Änderungen notwendig. Welche Linien wie betroffen sind, ist im vollständigen Dokument des neuen Nahverkehrsplans im Kapitel 7 in einer Tabelle übersichtlich zusammengefasst.
Taktanpassung
Auf einigen Linien wird der Takt an Schultagen nur außerhalb der Schulzeit, also am Abend, sowie an nicht so wichtigen Verkehrstagen wie Ferientagen, Samstagen, Sonn- und Feiertagen den ganzen Tag über reduziert. Dadurch bleibt der Schulverkehr auf diesen Linien unverändert, und auch für Pendlerinnen und Pendler größtenteils gleich.
Reduktion nachfrageschwacher Fahrten
Auf vielen Linien werden einzelne Fahrten mit geringer Auslastung gestrichen. Dies betrifft im Wesentlichen die Abendzeit ab 18.00 Uhr beziehungsweise 20.00 Uhr und das Wochenende.
Umstellung auf MOHVER
Im Norden des Landkreises Oberhavel wird der Schulverkehr an Schultagen durch Linienfahrten beibehalten. Alle bisherigen Rufbusfahrten werden durch den MOHVER ersetzt. Weiterhin wird es an Ferientagen, Samstagen sowie Sonn- und Feiertagen, aber auch an Schultagen außerhalb der Schulverkehrszeiten auf einigen Linien kein Fahrplanangebot mehr geben. Diese Fahrten werden umgestellt auf den MOHVER.
Schulverkehr optimieren
Gemeinsam mit Verkehrsunternehmen wird geprüft, wie der Schulverkehr effizienter organisiert werden kann (zum Beispiel durch bessere Abstimmung von Fahrplänen und Unterrichtszeiten).
Barrierefreiheit vorantreiben
Das Haltestellenverzeichnis wird aktualisiert und es werden gezielt Fördermitteln, unter anderem vom Landkreis, für den barrierefreien Ausbau eingesetzt.
Betriebsabläufe verbessern
Effizientere Planung, um Ressourcen besser zu nutzen und Kosten zu senken – ohne die Qualität zu beeinträchtigen.
Finanzierung: Wer bezahlt den ÖPNV?
Ein leistungsfähiger ÖPNV verursacht hohe Kosten. Diese Kosten werden durch verschiedene Quellen gedeckt: Ein Teil kommt durch Fahrgeldeinnahmen, zum Beispiel durch das Deutschlandticket oder Einzelkarten. Das Land Brandenburg steuert ebenfalls Geld bei. Auch der Landkreis und weitere Partnerinnen und Partner tragen zur Bezahlung des ÖPNV bei. Zudem gibt es Ausgleichszahlungen, etwa für gesetzliche Vergünstigungen.
Wer wieviel Geld dazu beiträgt, dass der ÖPNV in Oberhavel bezahlt wird, ist über Gesetze und Verordnungen geregelt. Es gibt zum Beispiel das ÖPNV-Gesetz und die ÖPNV-Finanzierungsverordnung.
Warum steigen die Kosten?
- Höhere Personal- und Energiekosten.
- Allgemeine Preissteigerungen.
Investitionen des Landkreises als Unterstützung für Städte und Gemeinden
- Bereitstellung von Fördermitteln für den Bau oder die Modernisierung von Haltestellen.
- Digitalisierung des Förderverfahrens, um Antragstellung und Bearbeitung zu vereinfachen.
- Einsatz für eine stärkere Unterstützung durch Bund und Land.
Beteiligung
Das sind die wichtigsten Inhalte zum neuen Nahverkehrsplan. Sie haben vom 17.08. bis zum 13.09.2026 die Möglichkeit, Ihre Hinweise und Anmerkungen zu diesen Inhalten an den Fachbereich Mobilität und Verkehr zu übermitteln. Für eine Rückmeldung nutzen Sie bitte das Kontaktformular. Das erreichen Sie, wenn Sie beim Kontakt auf die E-Mail klicken. Zur besseren Einordnung der Rückmeldung sollte eine Seitenzahl aus dem Entwurf des Nahverkehrsplan 2027 – 2031 für den Landkreis Oberhavel oder das Kapitel, auf das Bezug genommen wird, benannt sein.
Hier ist ein Beispiel:
Die eingegangenen Anregungen werden anonymisiert erfasst und ausgewertet. Sie werden gemeinsam mit dem neuen Nahverkehrsplan dem zuständigen Ausschuss für Mobilität, Ordnung und Katastrophenschutz zur Beratung übergeben. Die endgültige Beschlussfassung des Konzeptes inklusive eines Berichts zu den eingereichten Rückmeldungen wird auf der Webseite des Landkreises zum ÖPNV veröffentlicht.
Die Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung stellt Art. 6 Abs. 1 lit. e DS-GVO i.V.m. § 13 Brandenburgische Kommunalverfassung (BbgKVerf) dar. Informationen über die Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten finden Sie in den Datenschutzbestimmungen des Landkreises Oberhavel.
Junge Menschen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. Neben den Möglichkeiten hier auf der Webseite wird es separate Veranstaltungen geben. Eine Information mit Details steht in Kürze auf dieser Seite.
Der Landkreis freut sich über eine rege Beteiligung und dankt allen, die mit ihren Hinweisen zur Weiterentwicklung eines modernen, bedarfsgerechten und nachhaltigen Mobilitätsangebotes im Landkreis beitragen.