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Datum: 07.12.2015

Vereinfachte Orientierung im Radverkehr: Knotenpunktwegweisung für 2016 vorgesehen

Gemeinsamer Workshop des Landkreises Oberhavel und des Tourismusverbandes Ruppiner Seenland

Im Rahmen der jährlichen Auswertung der Radverkehrsanalyse findet am 09.12.2015, um 10.00 Uhr im Ringofen II des Ziegeleiparks Mildenberg ein gemeinsamer Workshop des Landkreises Oberhavel und des Tourismusverbands Ruppiner Seenland statt. Der Dezernent für Bauen, Wirtschaft und Umwelt des Landkreises Oberhavel, Egmont Hamelow, wird die Veranstaltung eröffnen. Im Anschluss informiert Andrea Tiffe, RADSCHLAG – Büro für Tourismus und Radverkehr, über die Entwicklung des regionalen Radtourismus und stellt die Ergebnisse der Radverkehrsanalyse 2015 vor.

Wie schon 2009, 2010 und 2012 fanden auch in diesem Jahr Befragungen von Radfahrern und Radtouristen statt. Insgesamt fünf Teams, bestehend aus Auszubildenden des Landkreises Oberhavel, der Stadt Fürstenberg/Havel und des Amtes Gransee und Gemeinden, führten 954 Interviews durch. Oberhavel ist damit der einzige Landkreis im Land Brandenburg, der diese Form der qualitativen Datenerfassung im Jahr 2015 realisieren konnte. Aus den Befragungsergebnissen lassen sich detaillierte Aussagen zum Reise- und Konsumverhalten der Radurlauber treffen. Besonderes Augenmerk liegt auf der regionalen Wertschöpfung entlang der Reiserouten. Die Identifizierung von Zielgruppen und deren individuelles Reiseverhalten dienen der Entwicklung von attraktiven touristischen Angeboten.

Ein solches neues Angebot ist u. a. die "Knotenpunktwegweisung", die im kommenden Jahr in Oberhavel eingeführt werden soll. Hierbei handelt es sich um ein zusätzliches Leitsystem, welches auf dem einfachen Prinzip "Radeln nach Zahlen" basiert. Anhand einer Nummernfolge können Radfahrer die Region in Rundkursen erkunden. Die Nummern sind gut sichtbar auf den Wegweisern im gesamten Landkreis installiert. Der Radfahrer benötigt so weder Karte noch Ortskenntnis und kann sich flexibel an jedem Knotenpunkt mittels eines Übersichtsplans neu orientieren. Der besondere Mehrwert der Knotenpunktwegweisung besteht darin, dass auf diese Weise das gesamte Potential des Radwegenetzes ausgeschöpft werden kann. Die Knotenpunktwegweisung hat sich in den Nachbarlandkreisen bereits bewährt. Kathleen Schuchardt, Sachbearbeiterin Kreisentwicklung/ Kreiswegewart des Landkreises Oberhavel, wird zum aktuellen Stand der Umsetzung des Projektes und über die geplante Zusammenarbeit mit dem Tourismusverband Ruppiner Seenland informieren.

Der Landkreis Oberhavel befragt auf Oberhavels Radwegen regelmäßig deren Nutzer - hier geben Radwanderer aus Hamburg Auskunft.