Notfallseelsorger und Feuerwehrleute ausgezeichnet
Innenministerium verleiht Ehrenzeichen des Brand- und Katastrophenschutzes in Silber und Gold an fünf engagierte Menschen aus Oberhavel / Sicherheitsdezernentin Katja Hermann dankt für ihren herausragenden Einsatz
Ein Malteserkreuz, silber- oder goldfarbig eingefasst, und mit Eichenlaub oder Fackeln verziert: Der Brand- und Katastrophenschutz in Brandenburg hängt von freiwilligem Engagement ab, und dieses Engagement wird vom Land mit Ehrenzeichen gewürdigt. Unter den ausgezeichneten Brand- und Katastrophenschützern sind auch in diesem Jahr fünf Menschen aus Oberhavel.
Im Beisein von Oberhavels Dezernentin für Service, Mobilität und Sicherheit, Katja Hermann, und des Vorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes Oberhavel e. V., Jörg Wollanke, nahmen Oberhavels Kreisbrandmeister Gerd Ritter, Bernd Giese, Christian Spitzenberger und Ronny Klahn ihre Auszeichnungen beim Empfang des Innenministeriums in Klaistow entgegen. „Wir wissen, welche besonderen Aufgaben diese Menschen für unsere Sicherheit übernehmen und wie viel Kraft das abverlangt. Es freut mich sehr, dass dieses Engagement auch im Land besonders gewürdigt wird“, sagte Katja Hermann. „Ich gratuliere allen ganz herzlich und danke Ihnen für Ihren Einsatz!“
Silber am Bande im Brandschutz für Gerd Ritter
In besonderer Weise wurde Kreisbrandmeister Gerd Ritter überrascht. Dass das Land Brandenburg ihm das Ehrenzeichen in Silber im Brandschutz verlieh, erfuhr er erst am Abend des Empfangs, zu dem er als Anerkennung für Feuerwehrleute und Notfallseelsorger wie in jedem Jahr gekommen war. Seit 1989 ist Gerd Ritter aktiv im Brand- und Katastrophenschutz. Eines der größten Projekte seiner Laufbahn ist das im Jahr 2024 in Dienst gestellte Technik- und Ausbildungszentrum (TAZ) für den Brand- und Katastrophenschutz in Oranienburg. Er war mitverantwortlich für Konzept und Bau des TAZ und legte so den Grundstein für das zukunftsfähige Aus- und Fortbildungszentrum des Landkreises Oberhavel.
Silber am Bande für Bernd Giese
Das Ehrenzeichen in Silber am Bande für sein Engagement im Brandschutz verlieh das Land an Oberbrandmeister Bernd Giese von der Ortsfeuerwehr Kurtschlag. Er gehört der Feuerwehr seit 1974 an. 1988 absolvierte er die Ausbildung zum Gruppenführer und übernahm Führungsaufgaben. Bernd Giese sorgte dafür, dass die Jugendfeuerwehr nach der politischen Wende im Jahr 1990 weiterbestand, er übernahm die Funktion des Jugendwartes und engagierte sich im Feuerwehrsport.
Silber am Bande für Christian Spitzenberger im Katastrophenschutz
Christian Spitzenberger ist seit 2007 aktives Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Velten. Er ist bestellter Zugführer der Gefahrstoffeinheit, einer Einheit des Katastrophenschutzes im Landkreis Oberhavel, die für die Abwehr von chemischen, biologischen, radiologischen und nuklearen Gefahrstoffen (CBRN) zuständig ist. In diesem Bereich engagiert er sich auch als leitender Kreisausbilder.
Silber am Bande für Notfallseelsorger Karsten Seipelt
Das Ehrenzeichen in Silber erhielt für sein Engagement im Katastrophenschutz auch Karsten Seipelt aus dem Löwenberger Land. Er gehört seit 2012 zum Team der Notfallseelsorge des Landkreises Oberhavel. Karsten Seipelt zeichnet sich durch großen persönlichen Einsatz, tiefe menschliche Zuwendung und hohe fachliche Kompetenz in der psychosozialen Akutbetreuung nach belastenden Ereignissen aus.
Silber am Bande für Ronny Klahn
Ronny Klahn engagiert sich seit dem Jahr 1995 im Katastrophenschutz im Landkreis Oberhavel unter anderem in der Ausbildung, Organisation und der Nachwuchsgewinnung. 2009 übernahm er die Führung von zwei Katastrophenschutz-Einheiten im Landkreis, der Schnelleinsatzgruppe-Verpflegung und der Schnelleinsatzgruppe Betreuung. Besonders am Herzen liegt ihm die Weitergabe seiner Fähigkeiten an junge Feldköche.