Sprungziele
Inhalt

Coronavirus eindämmen


Wie können Infektionen vermieden werden?

Der wichtigste Übertragungsweg für das Coronavirus ist die Tröpfcheninfektion. Dabei werden die Coronaviren durch infizierte Menschen über Tröpfchen in die Luft abgegeben und durch nicht infizierte Menschen eingeatmet.

Deshalb ist zur Vermeidung einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus auf eine gute Husten- und Nies-Etikette und persönliche Händehygiene zu achten. Ebenfalls sollte Abstand zu Erkrankten gehalten werden. In Anbetracht der Grippewelle sind diese Maßnahmen zurzeit sowieso angezeigt.

Händehygiene
Die Hände sollten nicht nur gewaschen werden, wenn sie sichtbar schmutzig sind. Denn Krankheitserreger sind mit dem bloßen Auge nicht zu erkennen. Daher sollten Sie sich im Alltag regelmäßig die Hände waschen. Unter dem Link werden Ihnen Tipps gegeben, wie eine wirksame Händehygiene erfolgen soll um Infektionen zu vermeiden.

Husten- und Nies-Etikette
Beim Husten oder Niesen sollte möglichst kein Speichel oder Nasensekret in die Umgebung versprüht werden. Deshalb ist es aus gesundheitlicher Sicht nicht sinnvoll, sich beim Husten oder Niesen die Hand vor den Mund zu halten. So gelangen Krankheitserreger an die Hände und können über Gegenstände oder Hände an andere Personen weitergegeben werden.
Beim Husten oder Niesen sollten Sie sich wegdrehen und zu anderen Personen mindestens den Abstand von einem Meter einhalten. Am besten in ein Einwegtaschentuch niesen, das anschließend entsorgt wird. Ist kein Taschentuch zur Hand, kann auch in die Armbeuge gehustet oder geniest werden.

Abstand halten
Vermeiden Sie zu Erkrankten, aber auch bei eigenen Infektionen, enge Körperkontakte wie Küssen und Umarmen.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass es derzeit keinen Fall gibt, bei denen sich Menschen auf einem anderen Weg, etwa über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder durch importiertes Spielzeug, mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt haben.
Die Ausführungen des Bundesinstituts für Risikobewertung zu diesem Thema können Sie unter folgendem Link nachlesen: www.bfr.bund.de/ 

Einfache Hygieneregeln tragen im Alltag dazu bei, das Ansteckungsrisiko zu verringern. Deshalb ist jede Person aufgefordert, die allgemeinen Hygieneregeln und -empfehlungen des Robert Koch-Instituts und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zur Vorbeugung von Infektionen zu beachten. Mehr dazu: www.infektionsschutz.de/ 

Regelmäßiges Lüften
In den Herbst- und Wintermonaten, wenn Menschen sich wieder vermehrt in geschlossenen Räumen aufhalten, wird regelmäßiges und richtiges Lüften noch wichtiger für den Infektionsschutz. In geschlossenen Räumen gilt: Die Raumluft muss regelmäßig durch Frischluft ausgetauscht werden (insbesondere durch Stoßlüftung über Fenster oder durch den Betrieb raumlufttechnischer Anlagen mit hohem Außenluftanteil; bei einem aus technischen oder technologischen Gründen nicht vermeidbaren Umluftbetrieb raumlufttechnischer Anlagen sollen diese über eine geeignete Filtration zur Abscheidung luftgetragener Viren verfügen).

Maskenpflicht

Mit der aktuellen SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Basismaßnahmenverordnung gilt zum Schutz besonders vulnerabler Personen im Land Brandenburg folgendes:

Maskenpflicht in geschlossenen Räumen von Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens:

  • In geschlossenen Räumen von Krankenhäusern, Einrichtungen für ambulantes Operieren, Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen, Dialyseeinrichtungen, Tageskliniken, Rettungsdiensten, voll- und teilstationären Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen, Obdachlosenunterkünften, Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylsuchenden und Geflüchteten müssen alle Besucherinnen und Besucher während des gesamten Aufenthalts eine FFP2-Maske tragen.
  • Beschäftigte müssen in diesen Einrichtungen bei der Ausübung körpernaher Tätigkeiten eine FFP2-Maske tragen, ansonsten mindestens eine OP-Maske, soweit physische Kontakte zu anderen Personen nicht ausgeschlossen sind.
  • Die in diesen Einrichtungen behandelten, betreuten, gepflegten oder untergebrachten Personen müssen bei körpernahen Dienstleistungen mindestens eine OP-Maske tragen, soweit die besondere Eigenart der Dienstleistung das Tragen einer Maske zulässt. Zudem müssen sie auch in den allgemein zugänglichen Bereichen der Einrichtungen eine OP-Maske tragen (das gilt nicht für voll- und teilstationäre Pflegeeinrichtungen). Das bedeutet: Patientinnen und Patienten, die zum Beispiel eine Arztpraxis aufsuchen oder im Krankenhaus behandelt werden, müssen mindestens eine OP-Maske tragen.

Maskenpflicht in Verkehrsmitteln des öffentlichen Personennahverkehrs:

  • Alle Fahrgäste müssen eine FFP2-Maske tragen.
  • Bei der Schülerbeförderung und für Kinder bis zum vollendeten 14. Lebensjahr ist eine OP-Maske ausreichend.
  • Das Kontroll- und Servicepersonal muss mindestens eine OP-Maske tragen, soweit tätigkeitsbedingt physische Kontakte zu anderen Personen bestehen.

Ausnahmen von der Maskenpflicht:

  • Kinder unter 6 Jahren,
  • Gehörlose und schwerhörige Menschen, ihre Begleitperson und im Bedarfsfall Personen, die mit diesen kommunizieren,
  • Personen, denen die Verwendung einer FFP2-Maske, OP-Maske oder Mund-Nasen-Bedeckung wegen einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist; dies ist vor Ort durch ein schriftliches ärztliches Zeugnis im Original nachzuweisen,
  • Personal, wenn die Ausbreitung übertragungsfähiger Tröpfchenpartikel durch geeignete technische Vorrichtungen mit gleicher Wirkung wie durch das Tragen einer OP-Maske verringert wird.

Wichtig: Diese Ausnahmen gelten nicht für Besucherinnen und Besucher in Krankenhäusern, Tageskliniken sowie voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen.

Keine Maskenpflicht mehr in Schulen
In Schulen gilt keine Maskenpflicht mehr. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge müssen also im Unterricht keine Masken mehr tragen.

Testpflicht

Mit der aktuellen SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Basismaßnahmenverordnung gilt zum Schutz besonders vulnerabler Personen im Land Brandenburg folgendes:

Testpflicht für nicht-immunisierte Beschäftigte in Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens

Alle Beschäftigten in Krankenhäusern, voll- und teilstationären Einrichtungen zur Betreuung und Unterbringung älterer, behinderter oder pflegebedürftiger Menschen, in Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylsuchenden und Geflüchteten, ambulanten Pflegediensten sowie Maßregelvollzugseinrichtungen sowie anderen Abteilungen und Einrichtungen, wenn und soweit dort dauerhaft freiheitsentziehende Unterbringungen erfolgen, müssen sich an jedem Arbeitstag einer Corona-Testung unterziehen. Diese Testpflicht gilt nicht für vollständig geimpfte und nachweislich genesene Beschäftigte.

Gaststätten, Sport, Tourismus und vergleichbare Einrichtungen

Mit der aktuellen SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Basismaßnahmenverordnung gibt es derzeit im Land Brandenburg keine Einschränkungen. 

Veranstaltungen und Versammlungen

Mit der aktuellen SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Basismaßnahmenverordnung gibt es derzeit im Land Brandenburg für Veranstaltungen und Versammlungen keine Einschränkungen.

Einzelhandel, Großhandel und Dienstleistungen

Mit der aktuellen SARS-CoV-2-Infektionsschutz-Basismaßnahmenverordnung gibt es derzeit im Land Brandenburg keine Einschränkungen. 

Regeln für Einreisende aus ausländischen Corona-Risikogebieten

Die Coronavirus-Einreiseverordnung des Bundes regelt bundesweit einheitlich und umfassend die Anmelde-, Test- und Nachweispflichten sowie die Absonderungspflicht für Personen, die in die Bundesrepublik Deutschland eingereist sind und sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb der letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem Corona-Risikogebiet (Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet) aufgehalten haben. Die Bundesverordnung gilt abschließend, so dass es keiner Landesverordnung mehr bedarf. 

Informationen dazu sind auf der Internetseite des Bundesgesundheitsministeriums veröffentlicht worden:
Coronavirus-Einreiseverordnung

Die wichtigsten Regelungen für Einreisende im Überblick

Achtung: Transitpassagiere gelten ebenfalls als Einreisende! Die Regeln der Einreiseverordnung gelten somit auch für Personen, die lediglich an einem Deutschen Flughafen umsteigen.

Anmeldepflicht:

Einreisende, die sich zu einem beliebigen Zeitpunkt in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem zum geplanten Zeitpunkt der Einreise als Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet eingestuftem Gebiet aufgehalten haben, müssen sich vor ihrer Ankunft in Deutschland auf der Internetseite www.einreiseanmeldung.de registrieren und den Nachweis über die Anmeldung bei Einreise mit sich führen.

Der Impfnachweis, der Genesenennachweis sowie ein negatives Testergebnis können über die digitale Einreiseanmeldung ebenfalls hochgeladen werden.

Sofern eine digitale Einreiseanmeldung aufgrund fehlender technischer Ausstattung oder aufgrund technischer Störung nicht möglich ist, ist stattdessen eine vollständig ausgefüllte Ersatzmitteilung nach dem Muster bei Einreise mitzuführen und das Gesundheitsamt nach Ankunft unter 03301 601-3900 zu kontaktieren.

Von dieser Anmeldepflicht sind insbesondere Personen ausgenommen, die

  • lediglich durch ein Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet durchgereist sind und dort keinen Zwischenaufenthalt hatten,
  • nur durch Deutschland durchreisen und das Land auf schnellstem Weg wieder verlassen,
  • sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben oder nur für bis zu 24 Stunden nach Deutschland einreisen,
  • Grenzpendler oder Grenzgänger sind, sofern die Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar ist.

Bei der Einreise nach einem Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet (nicht aber Virusvariantengebiet) besteht außerdem eine Ausnahme bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden für den Besuch von Verwandten ersten Grades (Eltern, Kinder), von Ehepartnern und Lebenspartnern, die nicht dem gleichen Hausstand angehören und zur Ausübung eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts. Gleiches gilt, wenn der vorherige Aufenthalt in dem Hochrisikogebiet weniger als 72 Stunden andauerte.

Absonderungspflicht:

Nach der Einreiseverordnung gilt bei Einreise nach Deutschland mit Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet innerhalb der letzten zehn Tage grundsätzlich die Pflicht,

  • sich direkt nach Ankunft nach Hause – oder in eine sonstige Beherbergung am Zielort, bei der eine Absonderung möglich ist, – zu begeben und
  • sich dort zehn Tage lang abzusondern (häusliche Quarantäne). Nach einem Aufenthalt in einem Virusvariantengebiet müssen sich Einreisende für 14 Tage häuslich absondern.

Sollten im Zeitraum der Absonderung typische Krankheitssymptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 auftreten, besteht die Verpflichtung die zuständige Behörde unverzüglich zu informieren.

Während dieser Quarantäne ist es nicht erlaubt, das Haus oder die Wohnung zu verlassen oder Besuch von Personen zu empfangen, die nicht dem eigenen Haushalt angehören. Verstöße gegen die Quarantäneregeln können mit Bußgeldern geahndet werden.

Die häusliche Quarantäne kann vorzeitig beendet werden, wenn ein Genesenennachweis, ein Impfnachweis oder ein negativer Testnachweis über das Einreiseportal unter www.einreiseanmeldung.de übermittelt wird. Nach Voraufenthalt in Hochrisikogebieten, bei dem die Reisenden nicht über ein Genesenennachweis oder Impfnachweis verfügen, darf die zugrundeliegende Testung frühestens fünf Tage nach der Einreise erfolgt sein.

Kinder unter 6 Jahren müssen bei Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet grundsätzlich nicht in Quarantäne. Für Kinder ab 6 Jahren und unter 12 Jahren gilt, dass die Quarantäne automatisch fünf Tage nach der Einreise endet oder aber bereits zuvor, wenn ein negatives Testergebnis übermittelt wird. 

Nach Voraufenthalt in Virusvariantengebieten dauert die Quarantäne 14 Tage und eine vorzeitige Beendigung der Quarantäne ist nicht möglich. Dies gilt auch für Kinder. Ausnahmen hiervon bestehen nur, wenn das Virusvariantengebiet, in dem man sich aufgehalten hat, nach Einreise und vor Ablauf des Absonderungszeitraums nicht mehr als Virusvariantengebiet, sondern nur noch als Hochrisikogebiet eingestuft wird, oder wenn die betroffene Person mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft ist, für den das Robert Koch-Institut (RKI) ausdrücklich festgestellt hat, dass dieser Impfstoff gegen die Virusvariante hinreichend wirksam ist.

Die Absonderung endet zudem, wenn das betroffene Gebiet nach Einreise in Deutschland und vor Ablauf des Absonderungszeitraums nicht mehr als Hochrisikogebiet und Virusvariantengebiet eingestuft wird.

Ausnahmen von der Absonderungspflicht: Von dieser Quarantänepflicht sind insbesondere ausgenommen Personen, die

  • lediglich durch ein Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet durchgereist sind und dort kein Zwischenaufenthalt hatten,
  • nur durch Deutschland durchreisen und das Land auf schnellstem Weg wieder verlassen, oder
  • sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben oder nur für bis zu 24 Stunden nach Deutschland einreisen,
  • Grenzpendler oder Grenzgänger sind, sofern die Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar ist.

Bei der Einreise nach einem Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet (nicht aber Virusvariantengebiet) besteht außerdem eine Ausnahme bei Aufenthalten von weniger als 72 Stunden für den Besuch von Verwandten ersten Grades (Eltern, Kinder), von Ehepartnern und Lebenspartnern, die nicht dem gleichen Hausstand angehören und zur Ausübung eines geteilten Sorgerechts oder eines Umgangsrechts. Gleiches gilt, wenn der vorherige Aufenthalt in dem Hochrisikogebiet weniger als 72 Stunden andauerte.

Nachweispflicht:

Reisende ab Vollendung zwölften Lebensjahres müssen im Rahmen der Einreise nach Deutschland grundsätzlich einen der folgenden Nachweise vorlegen können:

  • einen negativen Covid-19-Testnachweis, einen Genesenennachweis oder einen Impfnachweis
  • bei einem Voraufenthalt in den letzten 10 Tagen in einem Virusvariantengebiet: negatives Covid-19-Testergebnis. Die zugrundeliegende Testung muss hierbei mittels Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-NAAT oder weiterer Methoden der Nukleinsäureamplifikationstechnik erfolgt sein. Ein Antigen-Schnelltest reicht bei Voraufenthalt in einem Virusvariantengebiet nicht aus. Ein Genesenennachweis oder ein Impfnachweis sind in diesem Fall nicht ausreichend. Der Nachweis ist vor der Einreise erforderlich und muss gegebenenfalls auch der Fluggesellschaft vor Reiseantritt vorgewiesen werden.

Die dem Testnachweis zugrundeliegende Testung darf zum Zeitpunkt oder zum geplanten Zeitpunkt der Einreise maximal 48 Stunden zurückliegen.

Findet die Einreise mittels eines Beförderers (grenzüberschreitender Eisenbahn-, Bus-, Flug- oder Schiffsverkehr) statt und erfolgte die Testung mittels Nukleinsäurenachweis (zum Beispiel PCR-Test), so darf die Testung maximal 48 Stunden zum Zeitpunkt oder zum geplanten Zeitpunkt des Beginns der Beförderung zurückliegen.

Ausnahmen von der Nachweispflicht: Von dieser Nachweispflicht sind insbesondere ausgenommen Personen, die

  • die sich im Rahmen des Grenzverkehrs weniger als 24 Stunden im Ausland aufhalten oder im Rahmen des Grenzverkehrs nur für bis zu 24 Stunden nach Deutschland einreisen und hierbei nicht über den Luftweg oder aus einem Hochrisikogebiet oder aus einem Virusvariantengebiet einreisen.
  • Grenzpendler oder Grenzgänger sind, sofern die Tätigkeit für die Aufrechterhaltung betrieblicher Abläufe dringend erforderlich und unabdingbar ist und die Einreise nicht über den Luftweg oder aus einem Hochrisikogebiet oder aus einem Virusvariantengebiet erfolgt.

Vorlagepflichten für Nachweise und Einreiseanmeldung bei Einreise:

Bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland sind die entsprechend erforderlichen Nachweise mitzuführen und der zuständigen Behörde oder der mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörde auf deren Anforderung vorzulegen. Bei der Einreise mit Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet oder in einem Virusvariantengebiet ist zudem die Bestätigung der erfolgreich durchgeführten digitalen Einreiseanmeldung oder die vollständig ausgefüllte Ersatzmitteilung mitzuführen und auf Verlangen auszuhändigen.

Erfolgt die Einreise mittels eines Beförderers (beispielsweise durch eine Fluggesellschaft) sind dem Beförderer die entsprechend erforderlichen Nachweise auf dessen Anforderung hin zum Zwecke der Überprüfung vorzulegen. Bei der Einreise mit Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet oder in einem Virusvariantengebiet ist zudem die Bestätigung der erfolgreich durchgeführten digitalen Einreiseanmeldung oder die vollständig ausgefüllte Ersatzmitteilung mitzuführen und auf Anforderungen vorzulegen.

Getestete, Geimpfte und Genesene:

Genesene und Geimpfte werden grundsätzlich Getesteten gleichgestellt. Wer einen entsprechenden Nachweis erbringen kann, braucht kein negatives Testergebnis vorzuweisen. Ausnahme: Die Einreise aus Virusvariantengebieten. Hier ist weiterhin für alle ein Testnachweis notwendig.

Die Voraussetzungen für einen zulässigen Genesenenachweis und Impfnachweis im Sinne der Coronavirus-Einreiseverordnung werden in § 2 Ziffer 7 bzw. Ziffer 9 der Coronavirus-Einreiseverordnung in Verbindung mit § 22a Absatz 1 bzw. 2 Infektionsschutzgesetz 
konkret dargestellt. 

Ein zulässiger Genesenennachweis im Einreiseverkehr ist ein Nachweis hinsichtlich des Vorliegens eines durch vorherige Infektion erworbenen Immunschutzes gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form, wenn

a) die vorherige Infektion durch einen Nukleinsäurenachweis (PCR, PoC-NAAT oder weitere Methoden der Nukleinsäureamplifikatonstechnik) nachgewiesen wurde und
b) die Testung zum Nachweis der vorherigen Infektion mindestens 28 Tage und höchstens 90 Tage zurückliegt.

Ein zulässiger Impfnachweis ist der Nachweis hinsichtlich des Vorliegens eines vollständigen Impfschutzes gegen das Coronavirus SARSCoV-2 in deutscher, englischer, französischer, italienischer oder spanischer Sprache in verkörperter oder digitaler Form.

Die Einzelimpfungen müssen mit einem oder verschiedenen von der EU zugelassenen Impfstoffen oder mit im Ausland zugelassenen Impfstoffen, die von ihrer Formulierung her identisch mit einem in der EU zugelassenen Impfstoff sind, erfolgt sein.

Als vollständig geimpft im Einreiseverkehr gelten aktuell:

  • Personen, die zwei Einzelimpfungen erhalten haben,
  • Personen, die nach einer Infektion eine Impfung erhalten haben (die Infektion vor der Impfung ist mittels Testnachweis nachzuweisen. Es muss sich um einen einen PCR-Test oder ein Test mittels Nukleinsäureamplifikationstechnik gehandelt haben, ein Antigen-Schnelltest ist für den Nachweis der vorherigen Infektion nicht ausreichend),   
  • Personen, die sich nach einer Impfung infiziert haben gelten ab dem 29. Tag nach der Durchführung des positiven Tests auf den Erreger als vollständig geimpft (die Infektion nach der Impfung ist mittels Testnachweis nachzuweisen; es muss sich um einen eines PCR-Test oder ein Test mittels Nukleinsäureamplifikationstechnik gehandelt haben, ein Antigen-Schnelltest ist für den Nachweis der Infektion nicht ausreichend),
  • Personen mit einer Impfung, die einen durchgeführten spezifischen positiven Antikörpertest nachweisen können, wenn der Antikörpertest zu einer Zeit erfolgt ist, zu der die Person noch keine Impfung erhalten hat

Personen mit Impfnachweis oder Genesenennachweis sind von der Quarantänepflicht nach Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet, nicht aber von der Anmeldepflicht ausgenommen (mit Ausnahmen wie bei der digitalen Einreiseanmeldung). Das bedeutet: Bereits bevor sie einreisen, müssen sie eine digitale Einreiseanmeldung durchführen, wenn sie sich innerhalb der zehn Tage vor der Einreise in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebiet aufgehalten haben (www.einreiseanmeldung.de).

Wer sich in den letzten zehn Tagen zu einem beliebigen Zeitpunkt vor Einreise in die Bundesrepublik Deutschland in einem Hochrisikogebiet befunden hat und weder über einen Impf- noch über einen Genesenennachweis verfügt, kann durch einen Test, der frühestens fünf Tage nach der Einreise durchgeführt wird, bei entsprechend negativem Ergebnis vorzeitig aus der Quarantäne entlassen werden.

Kinder unter sechs Jahren müssen bei Voraufenthalt in einem Hochrisikogebiet grundsätzlich nicht in Quarantäne. Für Kinder ab sechs Jahren und unter zwölf Jahren gilt, dass die Quarantäne automatisch fünf Tage nach der Einreise endet oder aber bereits zuvor, wenn ein negatives Testergebnis übermittelt wird.

Das ist nicht möglich, wenn Reisende sich innerhalb von zehn Tagen vor Einreise zu einem beliebigen Zeitpunkt in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben. Für Personen (auch Kinder), die sich innerhalb von zehn Tagen vor der Einreise nach Deutschland in einem Virusvariantengebiet aufgehalten haben, wird keine vorzeitige Beendigungsmöglichkeit der Quarantäne vorgesehen, es sei denn, dass das Virusvariantengebiet, in dem man sich aufgehalten hat, nach Einreise und vor Ablauf der Quarantäne nicht mehr als Virusvariantengebiet eingestuft wird, oder wenn die betroffene Person mit einem Impfstoff gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 geimpft ist, für den das Robert Koch-Institut (RKI) ausdrücklich festgestellt hat, dass dieser Impfstoff gegen die Virusvariante hinreichend wirksam ist.

Symptome:

Alle Personen, die nach Aufenthalt in einem Hochrisikogebiet oder Virusvariantengebietnach Deutschland eingereist sind, sind verpflichtet, sich unverzüglich bei der zuständigen Behörde zu melden, falls bei ihnen innerhalb der zehn Tage nach Einreise Symptome einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 auftreten.

Dies gilt auch für Personen, die getestet, geimpft oder genesen sind. Auch bei diesen Personengruppen ist ein gewisses Restrisiko vorhanden. Die Pflicht, sich bei Auftreten von Symptomen bei der zuständigen Behörde zu melden hilft insbesondere, neue Varianten des Coronavirus SARS-CoV-2 frühzeitig aufzudecken.

Übersicht Risikogebiete:

Die Einstufung internationaler Hochrisikogebiete und Virusvariantengebiete erfolgt durch Feststellung des Bundesgesundheitsministeriums im Einvernehmen mit dem Auswärtigen Amt und dem Bundesinnenministerium und wird durch das Robert Koch-Institut veröffentlicht: https://www.rki.de/covid-19-risikogebiete 

Hinweis: Reisende müssen bei der Einreise von Deutschland ins Ausland die dortigen Regelungen hinsichtlich Test- und Absonderungspflichten beachten.


Weitere Informationen:

Außerdem sollten Reisende die bestehenden Reise- und Sicherheitshinweise des Auswärtigen Amtes beachten. Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen ins Ausland wird derzeit gewarnt.

Informationen der Bundesregierung für Reisende und Pendler: https://www.bundesregierung.de/ 

Informationen für Reisende in verschiedenen Sprachen vom RKI: https://www.rki.de/  

Coronavirus-Infektion und häusliche Quarantäne: Merkblatt für Betroffene.





Coronavirus: Aktuelle Lage in Oberhavel

© Landkreis Oberhavel