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Collage: Aufgaben der Pressestelle
08.11.2017

Die Ausstellung "Flucht. Gestern und heute." wandert in die Kreisverwaltung

20 Großplakate mit Erlebnissen von Flüchtlingen des Netzwerks Schule sind bis zum 05.01.2018 zu sehen

Landrat Ludger Weskamp hat heute die Wanderausstellung "Flucht. Gestern und heute." in der Kreisverwaltung eröffnet. Bis zum 05.01.2018 können auf 20 Plakaten Fluchtgeschichten aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs und aus heutigen Tagen nachvollzogen werden.

„Flucht spielt in der Familiengeschichte von nahezu jedem von uns eine Rolle. Ob vor 70 Jahren oder heute: Flucht bleibt Flucht. Man kann Krieg, Leid und Elend nicht relativieren oder gegeneinander aufrechnen", so Landrat Ludger Weskamp.

Dagmar Jurat (2.v.l) und Landrat Ludger Weskamp sprechen mit Schülern über die aktuellen Aspekte von Flucht und Vertreibung.

© Landkreis Oberhavel

Die Ausstellung wurde vom Netzwerk Schule – einem Zusammenschluss weiterführender Schulen Oranienburgs in Zusammenarbeit mit dem Bund der Vertriebenen, dem Unterstützerkreis Oranienburg und dem Förderverein für interkulturelle Bildung und Begegnung (FiBB) – realisiert. Etwa 25 Mitwirkende, darunter Jugendliche aus Oberhavel sowie Schülerinnen und Schüler der Torhorst-Gesamtschule und des Runge-Gymnasiums, haben die Interviews geführt und die Geflüchteten in Wort und Bild porträtiert. Herausgekommen sind 20 Großplakate, auf denen die Erlebnisse von Flüchtlingen nachzulesen sind. Warum mussten sie fliehen, was haben sie erlebt und was fühlten sie dabei? Was verbindet Flüchtlinge von einst und heute?

„Die Schüler sprachen mit Zeitzeugen, erfuhren so ihre ganz unterschiedlichen Lebens- und Leidensgeschichten. Diese emotionalen Begegnungen kann kein Schulbuch der Welt ersetzen“, sagt Dagmar Jurat, die selbst Geschichte an der Torhorst-Gesamtschule lehrt und Initiatorin des Netzwerks Schule ist.

Dagmar Jurat weist bei der Eröffnung auf den besonderen pädagogischen Wert der Ausstellung hin.

Neben aktuellen Fluchtgeschichten von Menschen aus Syrien, Afghanistan oder dem Tschad, werden ebenso Schicksale aus dem Zweiten Weltkriegs verfolgt. Es wurden Menschen interviewt, die aus Ostpreußen oder Schlesien stammen und ihre Heimat verloren haben. „Darum ist es mir so wichtig, immer wieder Begegnungen und Gesprächsrunden für Jugendliche mit Vertriebenen und Geflüchteten zu organisieren, solange noch Zeitzeugen von ihren Schicksalen berichten können. Das weitet den Blick und das Verständnis der jungen Menschen, sie sind viel besser in der Lage Mitgefühl zu empfinden – eben auch für die Flüchtlinge der heutigen Zeit“, so Dagmar Jurat.

Die 20 entstandenen Porträts gibt es in Kurz- und Langform. Alle Texte sowie Informationen zur Ausleihe der Ausstellung sind auch online zu finden unter: www.flucht-gestern-und-heute.de

Alle Porträts gibt es in Kurz- und Langform auch online unter www.flucht-gestern-und-heute.de

© Landkreis Oberhavel

Die Ausstellung in der Kreisverwaltung ist noch bis zum 05.01.2018 immer montags bis freitags von 08.00 bis 18.00 Uhr zu sehen. Adolf-Dechert-Straße 1, 16515 Oranienburg.

Ronny Wappler ist Pressesprecher des Landkreises Oberhavel.

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