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Auch Obst und Gemüse werden von Lebensmittelkontrolleuren des Landkreises überprüft.

Lebensmittelüberwachung

Lebensmittel werden von uns amtlich überwacht, um die Gesundheit von Verbraucherinnen und Verbrauchern nicht zu gefährden und sie vor Täuschung oder Irreführung zu schützen. Neben Lebensmitteln werden auch Kosmetika, Bedarfsgegenstände wie Reinigungsmittel oder Textilien oder Tabakerzeugnisse von ihrer Produktion bis zum Verkauf kontrolliert. Besonderes Augenmerk liegt hierbei auf:

  • Hygiene
  • Verbrauchertäuschung
  • Kennzeichnung (Zusatzstoff-Deklaration)
  • Werbeaussagen
  • Rückständen, Schadstoffen, Umweltkontaminanten, Bestrahlung, Gentechnik

Zu den weiteren Aufgaben der Lebensmittelüberwachung zählen:

  • Beratung und Hilfestellung für Gewerbetreibende
  • Stellungnahmen zu Bauvorhaben
  • Zulassung von Betrieben

Bitte beachten Sie:
Lebensmittelunternehmen müssen sich, bevor sie ihre Tätigkeit aufnehmen, beim zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt registrieren lassen.

Ablauf der Kontrollen

Die Kontrollen werden von amtlichen Tierärztinnen und -ärzten sowie Lebensmittelkontrolleurinnen und -kontrolleuren in regelmäßigen Abständen in allen Einrichtungen, die mit Lebensmitteln, Bedarfsgegenständen, Tabakerzeugnissen und Kosmetika umgehen, durchgeführt. Dazu zählen:
  • Landwirtschaftliche Primärproduktion
  • Fleischereien
  • Bäckereien
  • Groß- und Einzelhandelsgeschäfte
  • Vertriebs- und Transportunternehmen
  • Großküchen
  • Cateringfirmen
  • Partyservice
  • Gaststätten
  • Imbisse
  • Kantinen und Schulküchen

Proben werden vorrangig bei den herstellenden beziehungsweise erzeugenden Unternehmen entnommen. Diese werden untersucht auf:

  • Mikrobiologische Anforderungen
  • Gehalt an Rückständen oder Kontaminanten
  • Zusammensetzung
  • Kennzeichnung oder Aufmachung
  • Vorhandensein gentechnisch veränderter Bestandteile oder Zutaten aus gentechnisch veränderten Organismen

Sind die Unternehmen, die die Waren herstellen oder einführen, in Deutschland ansässig, werden die Erzeugnisse auf den nachfolgenden Handelsstufen nur noch auf Mängel beim Transport, bei der Lagerung, der Verarbeitung oder des weiteren Inverkehrbringens überprüft.

Die Anzahl der jährlichen Proben ist abhängig von der Einwohnerzahl und der Produktart. Je 1.000 Einwohner sind dies:

  • Bei Lebensmitteln: 5 Proben
  • Bei Tabakerzeugnissen, kosmetischen Mitteln und Bedarfsgegenständen: 0,5 Proben

Aktuelles

Ab dem 13.12.2014 müssen die Vorschriften der EU-Verordnung 1169/2011 betreffend die Information der Verbraucher über Lebensmittel (Lebensmittel-Informationsverordnung oder LMIV) eingehalten werden.

Die LMIV sorgt für Vorgaben zur besseren Lesbarkeit (unter anderem eine Mindestschriftgröße), eine klarere Kennzeichnung von Lebensmittelimitaten, eine verbesserte Allergenkennzeichnung vorverpackter Lebensmittel und die obligatorische Allergeninformation bei loser Ware sowie ab Dezember 2016 eine verpflichtende Nährwertkennzeichnung.

Mehr Informationen erhalten Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL).

Fleischhygiene

Haustiere müssen, wenn ihr Fleisch zum Genuss für Menschen bestimmt ist, vor und nach der Schlachtung vom Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt untersucht werden (Schlachttier-und Fleischuntersuchung). Die sogenannte Fleischbeschau wird von beauftragten Tierärztinnen und -ärzten vorgenommen.

Für die amtliche Schlachttier-, Fleisch- und Trichinenuntersuchung fallen Gebühren an, die vor Ort entrichtet werden. Weitere Informationen erhalten Sie im Gebührenverzeichnis für Schlachttier- und Fleischuntersuchung.

Bitte beachten Sie: Die Trichinenuntersuchung ist nach neuem Recht nur noch mittels Digestionsmethode (Verdauungsmethode) erlaubt.

Handelsklassenüberwachung, Qualitätskontrolle

Bestimmte Lebensmittel unterliegen den Bestimmungen des Handelsklassenrechts. So müssen verpackte Erzeugnisse im Einzelhandel die zur Kennzeichnung vorgeschriebenen Angaben deutlich sichtbar auf der Verpackung besitzen. Die nicht verpackte, lose Ware muss am Ort des Verkaufs mit einem Schild ausgezeichnet sein, das die vorgeschriebenen Angaben über Art, Ursprung und gegebenenfalls Handelsklasse enthält. Bei Eiern sind die Güte- und Größenklasse sowie ein Verbraucherhinweis zur Kühlung ab dem 18. Tag deutlich sichtbar anzugeben. Die Lebensmittelkontolleurinnen und -kontrolleure des Landkreises überwachen diese gesetzlichen Handelsklassenbestimmungen und Qualitätsnormen beim Obst- und Gemüse-, Eier-, Fisch- und Fleischverkauf.

In der Europäischen Union (EU) unterliegen die in Erzeugung und Handel 11 wichtigsten Obst- und Gemüsearten speziellen Vermarktungsnormen. Für alle anderen im Obst- und Gemüsehandel angebotenen Arten muss, bis auf wenige Ausnahmen, die allgemeine Vermarktungsnorm eingehalten werden. Im Landkreis Oberhavel wird die Einhaltung dieser Normen für den Einzelhandel kontrolliert.

Für Kontrollen im Großhandel ist das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz zuständig. Die Einhaltung von Vermarktungsnormen von verschiedenen landwirtschaftlichen Produkten, die in Deutschland und der EU ein- oder ausgeführt werden, obliegt der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung.

Weitere Informationen erhalten Sie hier:

Verbraucherbeschwerden

Sollten Sie in Bezug auf Lebensmittel einmal Grund zur Beschwerde haben, können Sie sich damit an uns wenden. Um Ihre Beschwerde schnell und unproblematisch bearbeitet zu können, geben Sie bitte Folgendes an:     
  • Angaben zu Ihrer Person (auch anonym möglich)
  • Datum und Uhrzeit des Inverkehrbringens oder des Betriebs
  • Sachverhalt
  • Beschreibung der Mängel
  • Art und Verkehrsbezeichnung des Lebensmittel
  • Kennzeichnung (wie Mindesthaltbarkeitsdatum, Losnummer)
  • Herstellendes oder importierendes Unternehmen
  • Darbietung der Ware in der Verkaufsstätte
  • Gesundheitliche Beschwerden
  • Anzahl der erkrankten Personen                                              

Kontrollbereiche der Lebensmittelkontrolleure (Zuständigkeiten)

Wild und Trichinenproben

Änderungen bei Trichinenuntersuchungen
Proben  werden  künftig  durch  das  Landeslabor  Berlin-Brandenburg  untersucht  / Zahlung der Gebühr erst nach schriftlichem Bescheid möglich

Aufgrund  veränderter  gesetzlicher  Bestimmungen  werden  ab  dem  20.03.2017  alle  im Landkreis    Oberhavel    anfallen­den    Trichinenproben    nur    noch    im    akkreditierten Landes­labor Berlin-Brandenburg untersucht. Bislang erfolgte die Fleischbeschau durch amtlich beauftragte Tierärzte. Der Untersuchungspflicht unterliegen insbesondere Haus- und  Wildschweine.  Trichinen  sind  für  den  Menschen  gefährliche  Parasiten,  die  durch den Verzehr übertragen werden können. Hier gibt es mehr Informationen.

Landkreis Oberhavel verlängert Erlass der Kosten für Trichinenuntersuchungen bis zum 31.01.2019

Maßnahme zur Seuchenprävention im Hinblick auf die Gefahr der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP)

Seit dem 01.02.2018 werden vom Landkreis Oberhavel die anfallenden Kosten für die Trichinenuntersuchung erlegter Wildschweine aller Altersklassen übernommen. Der Landkreis leistet mit dieser Maßnahme einen Beitrag zur Seuchenprävention im Hinblick auf die Gefahr der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest (ASP).

„Aus Sicht des Landkreises greift die sehr gut. Wir verzeichnen einen Anstieg der Probenzahl im Vergleich zum Vorjahr trotz schlechterer Absatzbedingungen. Für den Zeitraum 01.01. bis 31.05.2018 beträgt der Anstieg der Probenzahlen 63 Prozent“, so Umweltdezernent Egmont Hamelow.

Deshalb verlängert der Landkreis Oberhavel die Übernahme der Kosten für Trichinenuntersuchungen bis zum 31.01.2019. „Die probenstärksten Monate liegen in der Regel im 4. Quartal, wenn die sogenannten Drückjagden stattfinden. Von daher rechnen wir in diesem Zeitraum mit den höchsten Abschusszahlen“, informiert Hamelow.

Im Anschluss werden die Probenzahlen erneut ausgewertet. Gegebenenfalls kann die Maßnahme zur ASP-Prophylaxe über Januar 2019 hinaus weitergeführt werden.

Voraussetzung für die Kostenübernahme ist, dass die Wildschweine auf dem Gebiet des Landkreises Oberhavel erlegt wurden und im Veterinäramt des Landkreises Oberhavel zur Untersuchung eingereicht werden. Der Nachweis erfolgt durch entsprechende Angabe des Jagdgebietes auf dem Wildursprungsschein.

Bevor ein Wildschwein für den menschlichen Verzehr freigegeben werden kann, ist eine abschließende amtliche Untersuchung auf Trichinen zwingend vorgeschrieben. Für diese Untersuchung ist regulär eine Gebühr zu entrichten, von der die Jäger seit dem 01.02.2018 befristet bis zum 31.01.2019 befreit werden.

Bei der Afrikanischen Schweinepest handelt es sich um eine für Haus- und Wildschweine hochansteckende und in der Regeltödlich verlaufende Viruserkrankung. Hohe Bestandsdichten bergen ein größeres Ansteckungsrisiko der Wildschweine untereinander. Durch eine drastische Bestandsreduzierung beim Schwarzwild soll das Risiko einer Infektion der Schwarzwildpopulation mit dem Virus der Afrikanischen Schweinepest gemindert werden.

Amtsarzt Christian Schulze weist darauf hin, dass die afrikanische Schweinepest nach derzeitigem Stand der Wissenschaft für den Menschen keine Gefahr darstellt. Der Landkreis hat alle Schweinehalter sowie die Jägerschaft in Oberhavel präventiv mit Informationsschreiben und Hinweisen zu Hygienemaßnahmen für das Thema frühzeitig sensibilisiert. Zudem wurden Betreiber von gemeldeten Schweinefreiland- und Auslaufhaltungen informiert sowie vermehrt vor Ort kontrolliert.

Die Jägerschaft unterstützt den Fachdienst Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt durch die Entnahme von Blutproben. „In diesem Zusammenhang werden Jäger nochmals aufgefordert an den präventiven Früherkennungsmaßnahmen verstärkt mitzuwirken und Blutproben von erlegtem, verunfalltem sowie verendetem Schwarzwild zur Untersuchung einzureichen. Verendete Wildschweine sind unverzüglich dem Veterinäramt Oberhavel zu melden“, so Hamelow.

Präventiv wurde zudem der Tierseuchenalarmplan bezüglich der afrikanischen Schweinpest aktualisiert und die notwendigen Materialien zur Bekämpfung einer Tierseuche überprüft. Bereits im November 2017 sowie im April 2018 fanden Tierseuchenübungen im Landkreis statt, bei der der Ablauf einer ASP-Bekämpfung geprobt wurde.

Direkt für Sie da

Uta Gallitschke
Fachdienstleiterin Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt, Amtstierärztin
Dienstsitz:
Karl-Marx-Platz 1
16775 Gransee
Postanschrift:
Adolf-Dechert-Straße 1
16515 Oranienburg

Telefon:03301 601-6230
Fax:03301 601-6249

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Die Kontaktperson zum jeweiligen Aufgabengebiet entnehmen Sie bitte der folgenden Übersicht:

Kontaktpersonen Lebensmittelüberwachung

Warnungen

Aktuelle öffentliche Warnungen und Informationen über Lebensmittel erhalten Sie hier.