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Umweltschutzpreise

Für engagierte Naturschützer, junge wie alte, lobt der Landkreis zwei Umweltpreise aus: Seit 1993 gibt es den Umweltschutzpreis, der im Gedenken an die Umweltschützerin Barbara Zürner seit 2002 deren Namen trägt. Seit 2012 wird dieser Preis im jährlichen Wechsel mit einem nach dem 2011 verstorbenen Natur- und Umweltschützer Alfred Hundrieser benannten Förderpreis ausgelobt. Der Wettbewerb um dem Förderpreis ist ausschließlich Kindern und Jugendlichen vorbehalten.

Barbara Zürner Umweltschutzpreis

Barbara Zürner war eine willenstarke Frau, die 30 Jahre lang die fünf Kilometer lange Pinnower Chaussee zwischen Borgsdorf und Velten mit ihrem alten Fahrrad abfuhr, um Müll zu sammeln. Die gelernte Elektroschweißerin konnte nicht mit ansehen, dass Leute dort einfach ihren Dreck abluden. Manchmal sah man sie mit einer Plane am Gepäckträger, auf der sie sogar alte Kühlschränke wegschleppte.
Barbara Zürner in der Schmiede in Velten.

Wer bloß konnte etwas gegen diese engagierte, zwar raue, aber liebenswerte Frau haben? Am Morgen des 31.10.1997 wurde Barbara Zürner schwer verletzt an der Pinnower Chaussee aufgefunden. Sie war überfallen und misshandelt worden. Nach viereinhalb Jahren im Koma verstarb Barbara Zürner. Der Täter wurde nicht gefasst, die Polizei sucht weiter nach Hinweisen.

Zu Ehren dieser einzigartigen Umweltschützerin wurde der seit 1993 vom Landkreis Oberhavel vergebene Umweltschutzpreis 2002 in den Barbara Zürner Umweltschutzpreis umbenannt. Der Preis soll das Umweltbewusstsein breiter Bevölkerungskreise fördern und dem Naturschutzgedanken größere Beachtung verschaffen. Der Umweltschutzpreis wird an engagierte Personen und Gruppen vergeben für umgesetzte Maßnahmen:

  • zum Schutz der Arten und Lebensräume
  • zur Umweltbildung
  • zur Minderung von Umweltbeeinträchtigungen
  • die sich auf das Landschaftsbild und den Erholungswert der Landschaft beziehen

Jeder kann Vorschläge einreichen, sich aber nicht selbst bewerben. Der Barbara Zürner Umweltschutzpreis wird alle zwei Jahre ausgeschrieben. Ausgeschlossen sind Personen und Institutionen, die sich beruflich mit dem Umwelt- und Naturschutz befassen. Als Preisgeld sind bis zu 4.000 Euro ausgeschrieben. Einsendeschluss ist jeweils der 30.06. des Ausschreibungsjahres.

 

Alfred-Hundrieser-Umwelt-Förderpreis

Alfred Hundrieser war ein regelrechter „Lehrmeister“ in Sachen Naturschutz. Für die Belange der Umwelt nahm der Hennigsdorfer immer wieder Groß und Klein an die Hand und brachte ihnen seine Ziele nah, den Schutz von Tieren, Pflanzen, ja, ganzen Lebensräumen in unserer Region. Um mehr Menschen für seine Ziele zu begeistern, bot Alfred Hundrieser Führungen in die Natur an, hielt Vorträge und gestaltete Ausstellungen, damit alle sich selbst ein Bild machen und etwas über die Lebens- und Schutzräume lernen konnten. Im Jahr 2008 wurde diesem engagierten Umweltschützer der Barbara Zürner Umweltschutzpreis verliehen, 2011 verstarb Hundrieser.
Alfred Hundrieser unterwegs im Kremmener Luch.

Seither vergibt der Landkreis Oberhavel alle zwei Jahre den Alfred-Hundrieser-Umwelt-Förderpreis, ein Preis ausschließlich für Kinder und Jugendliche (auch Gruppen und Schulklassen können ausgezeichnet werden).

Der Alfred-Hundrieser-Umwelt-Förderpreis kann für viele verschiedene Ideen und Projekte verliehen werden; die einzige Voraussetzung ist, dass sie in Oberhavel umgesetzt werden.
Dabei gibt es ganz unterschiedliche Ansätze: Sie reichen von Maßnahmen zum Schutz von Tieren und Pflanzen über Verbesserungsideen für Luft, Wasser, Boden, Wohngebiete oder auch ganze Landschaften bis hin zu Untersuchungs- und Aufklärungsarbeit zu Umweltthemen - sogar in künstlerischer Form.

Jeder kann Vorschläge einreichen, sich aber nicht selbst bewerben. Als Preisgeld sind bis zu 2.000 Euro ausgeschrieben. Einsendeschluss ist jeweils der 30.06. des Ausschreibungsjahres.

 

            

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