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Zwei junge Feuerwehrkameraden

Oberhavel unter Wasser

Am 29.06. und 30.06.2017 zog ein Unwetter mit Starkregen über Oberhavel, von dem besonders der Süden des Landkreises betroffen war. Einen solchen Dauerregen, solche Wassermassen hat es innerhalb einer so kurzen Zeit im Landkreis Oberhavel nie zuvor gegeben. Innerhalb weniger Stunden fielen 250 Liter Niederschlag pro Quadratmeter, das passiert laut Statistik nur einmal in 100 Jahren in Oberhavel. Für den Kreis üblich sind 600 Liter pro Quadratmeter innerhalb eines ganzen Jahres.

Die tatsächlichen Schäden des Jahrhundertregens lassen sich erst in den kommenden Wochen genau beziffern. Auf dieser Seite finden Sie Informationen zum Sachstand und Hinweise für Betroffene.

Leegebruch (Fritzens Hut): Luftaufnahme vom Abend des 01.07.2017.

© Polizeidirektion Nord

Es gehen nach wie vor Anträge auf Soforthilfe ein, obwohl die Antragsfrist am 31.07.2017 abgelaufen ist. Seit dem 01.08.2017 können keine Anträge auf Soforthilfe mehr gestellt werden.

Allerdings können Betroffene noch bis zum 31.10.2017 einen finanziellen Zuschuss (s. Richtlinie) zur Instandsetzung oder den Ersatz von beschädigten Hausratsgegenständen beantragen.

Aktuelles

Der Kreistag hat den Weg für die Nothilfen nach den Überschwemmungen infolge des Starkregens vom 29.06.2017 frei gemacht. Alle wichtigen Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Wer nach dem Starkregen in Not geratene Bürgerinnen und Bürger in Oberhavel unterstützen möchte, kann unter dem Kennwort "Starkregen-Soforthilfe für OHV“ auf folgendes Konto spenden:

Spendenkonto "Starkregen-Soforthilfe für OHV“
IBAN DE 74 160 50 000 1000 7776 14
BIC WELADED1PMB

Informationen zum Nothilfefonds

Der Kreistag hat den Weg für die Nothilfen nach den Überschwemmungen infolge des Starkregens vom 29. und 30.06.2017 frei gemacht. In seiner Sitzung am 12.07.2017 haben sich die Kreistagabgeordneten einstimmig für die Einrichtung des Nothilfefonds ausgesprochen. „Das ist ein wichtiges Signal für die betroffenen Menschen in Oberhavel, die nun schnell finanzielle Hilfe erfahren. Natürlich kann Geld keine verloren gegangenen persönlichen Dinge, mit denen Emotionen verbunden sind, aufwiegen. Aber wir hoffen, den Betroffenen mit den Mitteln ein wenig Mut und Unterstützung für die anstrengenden Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten zu geben“, sagt Landrat Ludger Weskamp.

Der Landkreis Oberhavel richtet für die Betroffenen der starken Regenfälle im Landkreis einen Nothilfefonds in Höhe von 250.000 Euro ein. Das Land Brandenburg hat bereits angekündigt, den Fonds um weitere 150.000 Euro aufzustocken.

Mögliche Antragsverfahren

Betroffene konnten bis zum 31.07.2017 einen Antrag auf Soforthilfe (Richtlinie) als kurzfristigen Zuschuss beim Landkreis Oberhavel stellen. Voraussetzungen dafür waren: Der jeweilige Privathaushalt muss an Gebäuden oder Räumen oder im Bereich Haushalt/Hausrat einen Gesamtschaden von mindestens 5.000 Euro erlitten haben. Eine Schadensregulierung durch eine Versicherung darf nicht möglich sein. Als Begünstigte der Soforthilfe kommen sowohl Mieter als auch Hauseigentümer in Betracht. Die Soforthilfe wird als Festbetrag gewährt. Die Höhe der Soforthilfe für Privathaushalte orientiert sich an der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen und beläuft sich auf bis zu 2.000 Euro. Bedingung ist, dass die Antragsteller ihren Hauptwohnsitz im Landkreis Oberhavel haben.

Darüber hinaus können Betroffene bis zum 31.10.2017 einen finanziellen Zuschuss (Richtlinie) zur Instandsetzung oder den Ersatz von beschädigten Hausratsgegenständen beantragen. Dazu zählen auch Ausgaben von Abriss- und Aufräumarbeiten. Ein Schaden muss mindestens 500 Euro betragen. Um diesen regulieren zu können, werden Pauschalen zur Berechnung genutzt. Die Bemessungsgrundlagen betragen: 20 Euro pro Quadratmeter Kellerfläche, 40 Euro je Quadratmeter Wohnfläche sowie 10 Euro je Quadratmeter Garage.

In Fällen, in denen nicht vom Angebot der pauschalierten Zuwendung Gebrauch gemacht wird – beispielsweise zur Erneuerung beschädigter oder zerstörter Bauteile an Gebäuden – kann die Zuwendung bis zu 80 Prozent der entstanden Kosten betragen. Diese müssen im Antrag glaubhaft nachgewiesen werden.

Für die Wiederbeschaffung zerstörter oder beschädigter Hausratsgegenstände gilt: Die Höhe der Zuwendung für Privathaushalte orientiert sich an der Anzahl der im Haushalt lebenden Personen und beläuft sich auf bis zu 2.000 Euro.

Die Bewilligung und Auszahlung der Mittel erfolgt nach Abstimmung mit den jeweiligen kreisangehörigen Städten und Gemeinden. Diese sind über das Antragsverfahren informiert und halten die entsprechenden Formulare ebenso in Papierform in ihren Rathäusern/Bürgerämtern bereit.

Anträge, Rechtsmittelverzichtserklärung und Verwendungsnachweis sind schriftlich beim Landkreis Oberhavel, Dezernat IV, Adolf-Dechert-Straße 1, 16515 Oranienburg einzureichen. Nachfragen können Bürgerinnen und Bürgern an folgende Telefonnummer richten: ­03301 ­601-247.

Pressemitteilungen

Dank des Landrates an die Einsatzkräfte

Landrat Ludger Weskamp dankt den insgesamt 1.259 Einsatzkräften, die zur Bewältigung der Starkregenschäden im Einsatz waren herzlich:

In Zahlen:

  • 13 Mitarbeiter im Führungsstab
  • 694 Einsatzkräfte der Feuerwehren des Landkreises Oberhavel
  • 9 Einsatzkräfte der Feuerwehren des Landkreises Barnim
  • 18 Einsatzkräfte der Feuerwehren des Landkreises Havelland
  • 3 Mitarbeiter des Feuerwehrtechnischen Zentrums des Landkreises Oberhavel
  • 17 Einsatzkräfte Schnelleinsatzgruppe Versorgung des Landkreises Oberhavel
  • 31 Einsatzkräfte Schnelleinsatzgruppe Versorgung des Landkreises Barnim
  • 474 Helfer des Technischen Hilfswerkes

Folgende Feuerwehren waren vor Ort im Einsatz:

Birkenwerder, Glienicke, Hennigsdorf, Hohen Neuendorf, Bergfelde, Borgsdorf, Leegebruch, Oranienburg Hauptamtliche Kräfte, Oranienburg Innenstadt, Friedrichsthal, Germendorf, Lehnitz, Malz, Sachsenhausen, Schmachtenhagen, Wensickendorf, Zehlendorf, Velten, Bredereiche, Fürstenberg, Altlüdersdorf, Dannenwalde, Kraatz, Neuglobsow, Seilershof, Hammer, Neuholland, Liebenwalde, Falkenthal, Nassenheide, Grieben, Großmutz, Häsen, Teschendorf, Bötzow, Eichstädt, Marwitz, Vehlefanz, Mühlenbeck, Schildow, Schönfließ, Zühlsdorf, Badingen, Bergsdorf, Krewelin, Zehdenick, Wandlitz, Spaatz, Wustermark, Falkensee

Folgende Ortsverbände des THW waren vor Ort im Einsatz:

Bad Belzig, Berlin Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin Steglitz-Zehlendorf, Berlin Tempelhof-Schöneberg, Eberswalde, Friedrichshain-Kreuzberg, Gransee, Herzberg, Lübben, Luckenwalde, Neuruppin, Potsdam, Quedlinburg, Rathenow, Salzwedel, Spandau, Stendal, Treptow-Köpenick, Wolfen-Bitterfeld

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