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Integration von Asylbewerbern und Flüchtlingen

An dieser Stelle erhalten Sie unter anderem Informationen über Integrationskurse und Spracherwerb.

Was sind Integrationskurse für Ausländer?

Nach § 44 Aufenthaltsgesetz haben erwachsene Ausländer, die sich dauerhaft im Bundesgebiet aufhalten, Anspruch auf Teilnahme an einem Integrationskurs, wenn sie erstmals eine Aufenthaltserlaubnis zu Erwerbszwecken, zum Zwecke des Familiennachzuges, aus humanitären Gründen oder als langfristiger Aufenthaltsberechtigter in der Europäischen Union (EU) erhalten haben. Entsprechende Bestätigungen der Teilnahmeberechtigung erteilt der Fachdienst Ausländerrecht.

Der Integrationskurs umfasst insgesamt 700 Unterrichtsstunden. Ein Sprachkurs mit 600 Stunden hat zum Ziel, ausreichende Kenntnisse der deutschen Sprache zu vermitteln. Die restlichen 100 Stunden dienen der Orientierung in der Rechtsordnung, der Kultur und der Geschichte Deutschlands.

Weitere Informationen erhalten Sie hier.

Wo finde ich Integrationskursträger?

Über folgenden Link können Sie sich einen Sprachkursträger in der Nähe Ihres Wohnortes suchen.

Können Asylbewerber an Integrationskursen teilnehmen?

Gemäß § 44 Absatz 4 des Aufenthaltsgesetzes können im Rahmen verfügbarer Kursplätze Asylbewerber zur Teilnahme an einem Integrationskurs zugelassen werden. Voraussetzung ist, dass ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt zu erwarten ist. 

Dies ist bei den Staaten mit einer hohen Bleibeperspektive der Fall. Eine hohe Bleibeperspektive ist immer dann gegeben, wenn die Asylverfahren beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in mehr als 50 Prozent der Anträge zu einer Anerkennung führen. Derzeit haben folgende Staaten eine hohe Bleibeperspektive: Syrien, Iran, Irak, Somalia und Eritrea.

Bei einem Asylbewerber, der aus einem sicheren Herkunftsstaat nach § 29a des Asylgesetzes stammt, wird vermutet, dass ein rechtmäßiger und dauerhafter Aufenthalt nicht zu erwarten ist.

Bescheinigungen über die Teilnahme an einem Integrationskurs werden durch die Sachbearbeiter für die Gewährung von Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz ausgestellt.

Können abgelehnte Asylbewerber an einem Integrationskurs teilnehmen?

Grundsätzlich ist dies nicht vorgesehen. Ausnahmen sind für Personen vorgesehen, die eine Duldung nach § 60a Absatz 2, Satz 3 des Aufenthaltsgesetzes besitzen. Hierbei handelt es sich um Personen, bei denen dringende humanitäre oder persönliche Gründe oder erhebliche öffentliche Interessen eine vorübergehende weitere Anwesenheit im Bundesgebiet erfordern.

Bietet der Landkreis Oberhavel Möglichkeiten
für den Spracherwerb für Asylbewerber?

Die Kreisvolkshochschule Oberhavel hält für Asylsuchende und Asylbewerber ein integratives kostenfreies Sprachangebot zum ersten Kontakt mit der deutschen Sprache bereit.

Dieser Einführungskurs mit insgesamt 100 Unterrichtsstunden in entspannter Lernatmosphäre richtet sich an Personen

  • über deren Asylverfahren noch nicht entschieden ist
  • die nicht über einfache Deutschkenntnisse verfügen
  • sich zum Zeitpunkt des Kursbeginns voraussichtlich noch mindestens drei Monate in Deutschland aufhalten werden
  • und die das 16. Lebensjahr vollendet haben
  • und nicht mehr der Schulpflicht unterliegen.

Der Unterricht ist in der Regel an zwei Tagen pro Woche mit je vier Unterrichtsstunden (insgesamt also acht Stunden wöchentlich) vorgesehen.

Das Angebot gilt nicht für Personen, die vollziehbar zur Ausreise verpflichtet sind und ein gegebenenfalls vorliegendes Ausreisehindernis selbst zu vertreten haben.

Für Asylbewerber mit guter Bleibeperspektive (Herkunftsländer: Syrien, Iran, Irak und Eritrea) organisiert die Kreisvolkshochschule auch Einstiegskurse gemäß § 241 SGB III. In einem Stundenumfang von 320 Unterrichtsstunden werden Basiskenntnisse der deutschen Sprache vermittelt.

Alle Interessierten können sich mithilfe unseres mehrsprachigen Informationsflyers anmelden. Diesen erhalten Sie in den jeweiligen Gemeinschaftsunterkünften, über die Sozialarbeiter vor Ort oder in der Kreisvolkshochschule.

Wie fördert der Landkreis Oberhavel über den
Spracherwerb hinaus die Integration von
Asylbewerbern?

Eine Vielzahl von ehrenamtlich tätigen Personen und die Kommunen des Landkreises kümmern sich bereits in verschiedenen Projekten um den Spracherwerb der neu ankommenden Asylbewerber, unterstützen bei Behördengängen und bei der Bewältigung vieler anderer Alltagsprobleme.

Um diese Arbeit zu unterstützen und Möglichkeiten zu erweitern, stehen Mittel aus der "Richtlinie des Landkreises Oberhavel zur Förderung der sozialen Beratung und Betreuung von Leistungsberechtigten nach dem Asylbewerberleistungsgesetz" zur Verfügung. Mit dieser Richtlinie wurde insbesondere die Möglichkeit geschaffen, die Kommunen des Landkreises und ehrenamtlich Tätige bei ihren Hilfeangeboten finanziell zu fördern. Voraussetzung ist, dass die antragstellende Kommune die anzugehenden Maßnahmen kofinanziert.

Mit der Richtlinie wurde die Möglichkeit geschaffen, die Kommunen des Landkreises und ehrenamtlich Tätige bei ihren Hilfeangeboten finanziell zu fördern. Voraussetzung ist, dass die antragstellende Kommune die anzugehenden Maßnahmen kofinanziert.

Welche Möglichkeiten des Spracherwerbs
bestehen noch für Asylbewerber?

Verschiedene Willkommensinitiativen bieten auch einen Sprachunterricht an. Ob eine solche Möglichkeit in Ihrer Kommune besteht, erfragen Sie bitte bei der jeweiligen Willkommensinitiative.

Was tut der Landkreis zur Koordinierung der verschiedenen Bildungsangebote?

Der Landkreis hat mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) zwei Stellen zur kommunalen Koordinierung der Bildungsangebotsstruktur in Oberhavel geschaffen (Kontaktdaten siehe rechts).

Die Bildungskoordination ist dafür verantwortlich, die verschiedenen Fachleute aus den Bereichen Bildung, Verwaltung und Beratung in Fachnetzwerkgruppen zu vernetzen und auf eine bedarfsorientierte Angebotsstruktur hinsichtlich der gesamten Bildungsbiographie von Flüchtlingen einzuwirken. Sie begleitet dafür den Bereich "Sprache & Bildung" im Rahmen der Integrationsstrategie des Landkreises und verfasst zudem Handlungsempfehlungen mittels eines thematischen Bildungsberichts.

Eine erste Handreichung mit einer Übersicht der Bildungsangebote für Flüchtlinge im Landkreis Oberhavel finden Sie hier. Für eine Einzelfallberatung wenden Sie sich bitte an die dort aufgeführten Stellen.

Aktuelle Kursangebote und Starttermine finden Sie unter http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs.

Direkt für Sie da

Matthias Rink
Dezernent für Soziales und Verkehr
Vorzimmer: Stefanie Haase
Adolf-Dechert-Straße 1
16515 Oranienburg

Telefon: 03301 601-140
Fax: 03301 601-5997
E-Mail: Dezernat_4@oberhavel.de
Kontaktformular
Johannes Kühl
Fachbereichsleiter
Vorzimmer: Angelika Kolar
Adolf-Dechert-Straße 1
16515  Oranienburg

Telefon: 03301 601-451
Fax: 03301 601-450
E-Mail: FB-Soziales@oberhavel.de
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Birgit Lipsky
Büro des Landrates
Gleichstellungs- und Behindertenbeauftragte, ehrenamtliche Ausländerbeauftragte
Adolf-Dechert-Straße 1
16515 Oranienburg

Telefon: 03301 601-137
Fax: 03301 601-132
E-Mail: Birgit.Lipsky@oberhavel.de
Kontaktformular
Anja Lenz
Fachbereich Soziales und Integration
Koordinatorin im Fachbereich Soziales und Integration
Adolf-Dechert-Straße 1
16515 Oranienburg

Telefon: 03301 601-167
Fax: 03301 601-5997
E-Mail: Anja.Lenz@oberhavel.de
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Sandra  Kretschmer
Kommunale Bildungskoordinatorin Dezernat IV
Adolf-Dechert-Straße 1
16515 Oranienburg

Telefon: 03301 601-189
Fax: 03301 601-88189
E-Mail: sandra.kretschmer@oberhavel.de
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Malte  Switkes vel Wittels
Kommunaler Bildungskoordinator Dezernat IV
Adolf-Dechert-Straße 1
16515 Oranienburg

Telefon: 03301 601-187
Fax: 03301 601-88187
E-Mail: malte.switkesvelwittels@oberhavel.de
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